Kärnten: Tätigkeitsbericht 2023 der Kärntner Feuerwehren

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LR Daniel Fellner (r.), Landesfeuerwehrkommandant FVPräs Rudolf Robin(l.) und Landesbranddirektor-Stv. Dietmar Hirm (Mitte).
Foto: ÖA-Team KLFV
23 Mär 13:00 2024 von Redaktion Salzburg Print This Article

Landesfeuerwehrkommandant FVPräs Ing. Rudolf Robin legt einen sehr positiven Tätigkeitsbericht über das Jahr 2023 vor: Die 429 Feuerwehren setzen sich aus 398 Freiwilligen, 30 Betriebs- und einer Berufsfeuerwehr zusammen

KLAGENFURT. Erfreulich zeigt sich die Mitgliederentwicklung im Land mit einer Zunahme von rund +800 Männern und Frauen auf 25.518 Mitglieder. Der Frauenanteil beträgt rund 6,5 Prozent und nimmt weiter zu.

In den rund 180 Jugendgruppen (+ 5 ggü. 2022) werden 2.013 Zehn- bis Fünfzehnjährige betreut und an das Feuerwehrwesen herangeführt. Das bedeutet ebenfalls eine Zunahme von 229 Jugendlichen. Die Jugendarbeit ist landesweit eine der wichtigsten Aufgaben der Feuerwehren, um den Nachwuchs aus den eigenen Reihen für die Freiwilligenarbeit sicherzustellen.

Beeindruckend sind aber die Einsatzzahlen im abgelaufenen Jahr:
6.077 Brandeinsätze und 23.544 technische Einsätze – in Summe also 29.621 Einsätze (+35% ggü 2022), so viel wie noch nie zuvor – wurden von den Feuerwehren im Land bewältigt. Die stolze Bilanz für die Einsatzkräfte zeigt, dass 584 Personen gerettet werden konnten. Des Weiteren wurden 267 Tiere geborgen oder gerettet.

Dafür wurden 499.036 Einsatzstunden - um 62% mehr als im Jahr davor - aufgewendet. Die starke Steigerung ist auf die enorm wachsende Anzahl an Unwetter- oder Sturmeinsätzen zurückzuführen. Besonders stark betroffen war im vergangenen Jahr der Raum Unterkärnten. Bereits im Winter machte der nasse Schnee Probleme. Die aufeinanderfolgenden Starkregenfronten forderten die Kärntner Florianijünger von Ende Juni bis Mitte August. Tagelanger Starkregen hatte tausende Feuerwehreinsätze zur Folge. Auch musste zur Schadensbewältigung Unterstützung aus Niederösterreich in Form von Großpumpen und Teleladern angefordert werden. Ein Sturm richtete vor allem im Bereich Eberndorf, St. Kanzian und Völkermarkt immensen Schaden an. In Summe gab es im Jahr 2023 fünf Großschadenslagen im gesamten Bundesland. Auch sind die Brandeinsätze um etwa 15 % angestiegen.

Erstmalig fand im vergangenen Jahr eine landesweite Einsatzübung aller KAT-Züge im Kärntner Zentralraum statt. Aus- und Weiterbildung ist ein zentrales Thema in der Feuerwehr um auch technisch „am Ball zu bleiben“. Dafür bietet die Landesfeuerwehrschule, neben den Ausbildungslehrgängen im Bezirk, zahlreiche Lehrgänge an die von rund 6.000 Kamerad/-innen im Jahr 2023 besucht wurden.

Und nicht zuletzt die kameradschaftlichen Ereignisse und die Feuerwehrwettkämpfe gehören zum Ablauf eines Feuerwehrjahres. Erfolgreich geschlagen haben sich im vergangenen Jahr bei der Landesmeisterschaft der Kärntner Feuerwehren die Wettkampfgruppen Aktiven, aber auch die Jugend steht den Erwachsenen um nichts nach. So konnte die Feuerwehrjugend Schwabegg mit dem 6. Platz bei den Bundesmeisterschaften in Lienz die bisher beste Platzierung einer Kärntner Mannschaft erringen.

Robin: “ Trotz der immensen Belastung haben unsere Feuerwehrleute bewundernswerte Arbeit geleistet. Sie haben unermüdlich und mit großem Engagement gehandelt, um Leben zu retten, Eigentum zu schützen und unsere Gemeinden in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Ihr Einsatz ist ein Beweis für ihre Hingabe und Opferbereitschaft für das Wohl der Gesellschaft.“

LR Daniel Fellner: „Die Belastungssituation in den vergangenen Jahren war sehr hoch, immer mehr Katastropheneinsätze forderten unsere heimischen Feuerwehren und gipfelten dann schließlich im Rekordjahr 2023 mit knapp 30.000 Einsätzen. Das sind unvorstellbare Zahlen, die mit unvorstellbaren Leistungen einhergehen. Und diese enorme Leistungsbereitschaft, die Motivation über die eigenen Grenzen hinaus zu gehen, um der Kärntner Bevölkerung zur Seite zu stehen, Menschen zu retten, unsere Infrastruktur vor Schäden zu bewahren, ist allen Kameradinnen und Kameraden hoch anzurechnen. Die Bereitschaft, die eigene Freizeit in den Dienst der guten Sache zu stellen, im Einsatzfall auszurücken zu jeder Tages- und Nachtzeit, ist nicht selbstverständlich und verdient die größte Wertschätzung. Die Tätigkeit für ein Ehrenamt ist aber nicht nur Leistung, sondern auch eine wunderschöne Bereicherung. Und das sieht man auch an den anhaltend positiven Zahlen aus der Feuerwehrjugend. Das freut mich als Feuerwehrreferent besonders, da es auch die notwendige Schlagzahl für unsere Zukunft sichert. Abschließend möchte ich mich bei allen Mitgliedern der Feuerwehren aus tiefstem Herzen bedanken und verbleibe mit der Bitte immer weiterzumachen.“


Quelle: Land Kärnten



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