Stadt Graz unterstützt Pflegegeldberatung
Das Sozialamt der Stadt Graz unterstützt die Pflegegeldberatung des Sozialmedizinischen Zentrums Liebenau (https://www.smz.at/pflegeberatung/) auch 2026. Damit stellt die Stadt sicher, dass Menschen weiterhin Unterstützung erhalten, wenn es um Ansprüche, Einstufungen und Bescheide rund um das Pflegegeld geht - ein Bereich, in dem die Unsicherheit aktuell spürbar wächst.
Die Pflegegeldberatung im Sozialmedizinischen Zentrum Liebenau richtet sich insbesondere an Menschen ab 50 Jahren, die zunehmend von Pflegebedürftigkeit und Armutsgefährdung betroffen sind. Sie bietet Information, Hilfe bei der Antragstellung, Prüfung von Bescheiden und weiterführende Begleitung. Im Jahr 2024 wurden 246 Beratungen durchgeführt, im Jahr 2025 120, für 2026 wird wieder mit rund 250 Personen gerechnet. Die Stadt Graz sichert dieses niederschwellige Angebot mit 11.000 Euro Förderung ab.
Die Notwendigkeit dieser Unterstützung zeigt sich deutlich: Pflegegeldentscheidungen werden immer häufiger beeinsprucht. Viele Betroffene erleben Ablehnungen oder zu niedrige Einstufungen und sind auf fachliche Begleitung angewiesen, um ihre Rechte durchzusetzen. Dass selbst Interessenvertretungen wie die Arbeiterkammer dazu aufrufen, negative Bescheide unbedingt prüfen und bekämpfen zu lassen, zeigt die angespannte Situation.
„Pflegegeld ist kein Almosen, sondern ein Rechtsanspruch. Wenn Bescheide angefochten werden müssen, zeigt das vor allem eines: Menschen brauchen Unterstützung, um zu bekommen, was ihnen zusteht. Genau dafür stehen diese Beratungsangebote", betont Pflege- und Sozialstadtrat Robert Krotzer.
Quelle: Stadt Graz
