Salzburg: St. Martin am Tennengebirge ist „Raus aus dem Öl“

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Ölkesseltausch Gemeinde St. Martin im Bild: Margret Forte, Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Thomas Kainhofer, Bürgermeister Johannes Schlager, Georg Gappmaier, Herbert Klieber,
Foto: Land Salzburg / Neumayr – Leopold
23 Sep 14:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Land fördert alternative Energieformen für öffentliche Gebäude und Private

(LK) St. Martin am Tennengebirge darf sich als „ölkesselfreie Gemeinde“ bezeichnen. Im Sportlerheim und im alten Gemeindegebäude sorgen jetzt umweltfreundliche Pelletsheizungen für die nötige Wärme. „Immer mehr Gemeinden schließen sich unserer Aktion an und investieren in eine nachhaltige und ressourcenschonende Zukunft. Wir unterstützen sie dabei mit Förderungen und Beratung. Mit dem Ölkesseltausch leistet St. Martin einen wichtigen Beitrag zur besseren Luftqualität und zum Klimaschutz“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Das örtliche Sportlerheim, in dem Fußball-, Tennisclub und Eisschützen ihre Heimstätte haben, hat zusätzlich zu den alternativen Energieformen eine Solaranlage bekommen. Im alten Gemeindegebäude sind eine Federkielstickerei mit Verkaufsraum und Werkstatt, ein Kosmetikstudio, ein Büro sowie zwei Wohnungen untergebracht. „Klimaschutz beginnt in unserem unmittelbaren Lebensraum, in den Gemeinden und Regionen. Je besser es uns gelingt, hier Akzente zu setzen und in eine nachhaltige Zukunft zu investieren, desto lebenswerter und zukunftsfitter wird Salzburg“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn und ergänzt: „St. Martin als nun jüngste ölkesselfreie Gemeinde im Bundesland spart so jährlich 11.000 Liter Erdöl ein und reduziert den CO2-Ausstoß um 35 Tonnen. Auch finanziell zahlt es sich aus: Um 5.000 Euro wird das Gemeindebudget pro Jahr entlastet.“

Ein weiterer Schritt in Richtung Klimaziele

Stolz über die Auszeichnung ist Bürgermeister Johannes Schlager: „Wir wollen als Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen und unsere Gebäude umweltfreundlich beheizen. Dank einer kompetenten und umfassenden Energieberatung haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen, der uns ein Stück weiter in Richtung Klimaziele bringt.“

Schon 32 „ölfreie“ Gemeinden im Land

In Österreich gibt es noch rund 600.000 Ölheizungen, 45.000 davon in Salzburg. Mit dem Neuzugang St. Martin beheizen 32 von 119 Gemeinden in Salzburg ihre kommunalen Gebäude mit erneuerbaren Energieformen anstatt mit Öl. Und es werden immer mehr. Mit Förderaktionen wollen Bund und Land den Ausstieg aus den Ölheizungen auch bei Privaten vorantreiben und den Umstieg auf ein erneuerbares Heizungssystem mit 10.000 Euro pro Haushalt erleichtern.

2019: 1.200 Ölheizungen ausgetauscht

Für die Sanierungsoffensive des Bundes stehen heuer 142,7 Millionen Euro zur Verfügung, allein 100 Millionen sind ausschließlich für „Raus aus Öl“ vorgesehen. Zusätzlich gibt es für Private die Förderung des Landes Salzburg aus dem Energieressort und für Betriebe und Gemeinden Zuschüsse aus dem Förderprogramm Klimaschutz. Bei Betrieben und Gemeinden schießt das Land Salzburg 50 Prozent der gewährten Bundesförderung zu. Daneben gibt es auch eine gesonderte Förderaktion des Landes für e5-Gemeinden, um auch hier die letzten Kessel durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen. 2019 wurden 1.200 Ölheizungen ausgetauscht.

Kostenlose Beratung für alle

Der beste Weg aus dem Öl führt über eine Energieberatung, die jeder Haushalt kostenlos in Anspruch nehmen kann. Für Gemeinden gibt es maßgeschneiderte Beratungsangebote durch die Energieberatung Salzburg und das umwelt service salzburg. Die Salzburger e5-Gemeinden sind wesentliche Partner zur Erreichung der Klima- und Energieziele des Landes. 35 Gemeinden nehmen aktuell am Programm teil und sind so Vorreiter.


Quelle: Land Salzburg



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