Salzburg: Sportkarriere und Schulerfolg - Beides ist möglich

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v.l.: Bildungsdirektor Rudolf Mair, Rafael Feldinger, Dominik Dobis, Florian Hofmann, Nicolas Jozepovic, Emil Ganser, Johannes Moser, Jakob Werner, Landesrätin Daniela Gutschi, ÖFB U17 Teamchef Hermann Stadler sowie Robert Tschaut (Bildungsdirektion).
Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
26 Feb 22:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Salzburger Fördersystem im Nachwuchssport macht schulische und sportliche Leistung vereinbar

(LK) Neun Kicker der amtierenden U17-Fußball-Vizeweltmeister aus Österreich besuchen Schulen in Salzburg. Sie trainieren an der Red Bull Akademie in Salzburg-Liefering. Der starke Salzburg-Bezug hat mehrere Gründe. Einer ist die gezielte Förderung für Nachwuchsleistungssport in der heimischen Bildungslandschaft.

Es ist ein Mix aus Maßnahmen, der junge Talente in Salzburg ihre schulische und sportliche Karriere gut unter einen Hut bringen lässt: Frühtraining, eine längere Ausbildungszeit, Lehrkräfte mit Sportverständnis in allen Fächern und Aufholen versäumter Lerninhalte nach Wettbewerben oder Trainingslager.

Gutschi: „Vorzeigemodell für ganz Österreich.“

Die Bildungsdirektion unterstützt Schülerinnen und Schüler im Leistungssport sowie deren Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Schulsportmodell einerseits, das die Kooperationsschulen – das sind das Christian-Doppler-Gymnasium (CDG), das Realgymnasium für Sport und Musik in Salzburg (SUM-RG) und die Handelsschule (HAS-SLW) bei Athletik, Regeneration, Ernährung, Prävention, Sportpsychologie begleitet, und den Leistungssportschulen mit skisportlichem Schwerpunkt und der Fachschule am BFI andererseits. „Das Fördersystem in Salzburg ist im Nachwuchsleistungssport ein Vorzeigemodell für ganz Österreich“, ist Landesrätin Daniela Gutschi überzeugt. „Ziel ist eine effektive Förderung junger Sporttalente und gleichzeitig eine solide schulische Ausbildung“, so Gutschi.

Struktur für sportlichen und schulischen Erfolg

Die Vorteile des Salzburger Maßnahmenbündels: Die Jugendlichen lernen einen klar strukturierten Ablauf kennen und sind dadurch bestens vorbereitet für schulische und sportliche Leistungsansprüche. Erfasst sind in diesem Modell Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren, für die 10- bis 14-Jährigen gibt es die Skimittelschulen Saalfelden und Bad Gastein und das Christian-Doppler-Gymnasium, an denen der Leistungssport in den Schulalltag integriert wird.

Schule und Sport unter einem Hut

Beispiele, wie sich Schule und junge Sportkarriere vereinbaren lassen:

  • Der Schulunterricht startet zweimal in der Woche erst um 11.00 Uhr, um ein Frühtraining zu ermöglichen (CDG, SUM-RG und HAS).
  • Die Ausbildungszeit an den Bildungsanstalten für Leistungssport (CDG, SUM-RG, HAS für Leistungssport, Schigymnasium Saalfelden, Höhere Lehranstalt für Tourismus und Ski - Bad Hofgastein) kann um ein Jahr gestreckt werden.
  • Ein Drei-Phasenmodell für Herbst, Winter und Frühjahr an den Ski-Leistungssportschulen mit unterschiedlichen Zeitplänen.
  • Sportaffine Lehrpersonen werden in allen Unterrichtsgegenständen eingesetzt.
  • Bei längerer Abwesenheit von der Schule, etwa für Wettkämpfe und Trainingslager, wird, wie im Fall der U17-Weltmeister während der WM, eine tägliche Lerneinheit eingepflegt, damit Lernpakete aufgearbeitet werden können.
  • Die Fachschule für Wirtschaft und Leistungssport am BFI Salzburg ermöglicht die Ausbildung in einem Lehrberuf und parallel dazu die Begleitung zur Berufsreifeprüfung.

U17-Vizeweltmeister leben es vor

Erfolgreiches Mannschaftsbeispiel für das Salzburger Fördermodell sind die Jungstars der Fußball-U17-Nationalmannschaft, die sich im Vorjahr bei der Weltmeisterschaft in Katar lediglich Portugal geschlagen geben musste. Vier Spieler besuchen aktuell das Christian-Doppler-Gymnasium, fünf die Private Fachschule für Wirtschaft und Leistungssport, ein vierjähriges Ausbildungsmodell, das am Berufsförderungsinstitut Salzburg angeboten wird. Dass sportliche und schulische Top-Leistung oft einhergeht, zeigt WM-Torschützenkönig Johannes Moser. Er konnte am Christian-Doppler-Gymnasium sogar eine Schulstufe überspringen.



Quelle: Land Salzburg



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