Wien: Solar auf dem Mistplatz/ Czernohorszky - „Die 48er sorgt für saubere Energie!“

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Wien

14 Mär 10:00 2021 von Redaktion International Print This Article

Klimaschutz durch Nutzung von freien Flächen auf Mistplätzen und Gebäuden – aktuell 6.300 m2 Solarflächen an 13 Standorten

Durch den massiven Ausbau erneuerbarer Energien soll Wien bis 2040 CO2-neutral sein, die Solarenergie soll wesentlich dazu beitragen. Mit an Bord ist dabei auch die 48er, die an zahlreichen Standorten saubere Energie für Wien produziert. „Wir nutzen dafür gezielt Flächen im Bereich der Stadt – die Priorität liegt dabei auf Dächern, Fassaden, Parkplätze, Deponien oder Restflächen von Infrastruktureinrichtungen“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Unser Ziel ist, dass wir bis zum Ende dieser Regierungsperiode jedes Jahr so viele Photovoltaik-Anlagen errichten, wie in den letzten 15 Jahren zusammen.“

Gerade bei den vorhandenen Gebäuden, Mistplätzen oder der Deponie Rautenweg ist bei der 48er ein großes Flächenpotential vorhanden, das für diesen Zweck bestens genutzt werden kann: „Dächer, Flugdächer und Fassaden ermöglichen innovative Lösungen für die Integration von Photovoltaik. Aktuell beträgt die gesamte Kollektorfläche aller 48er PV-Anlagen rund 6.300 m2 an 13 Standorten“, so Czernohorszky bei der Besichtigung der Anlage auf der Wagenhalle beim Mistplatz Richthausenstraße in Wien-Hernals.

Wagenhalle ideal für Errichtung einer Photovoltaikanlage

Die in der Richthausenstraße 2 befindliche große Wagenhalle bietet aufgrund ihrer Lage perfekte Voraussetzungen für die Errichtung einer Photovoltaikanlage. Da eine herkömmliche Photovoltaikanlage ein Gewicht von ca. 16 kg/m² aufweist, wäre die Dachunterkonstruktion zu adaptieren gewesen. Um eine solche Maßnahme zu umgehen, wurden stattdessen spezielle Photovoltaikmodule aus glasfaserverstärktem Kunststoff angebracht. Diese weisen nur ein Gewicht von ca. 3,5 kg/m² auf. Die Modulfläche beträgt ca. 1.055 m². Über ein Jahr werden somit ca. 200.000 kWh Strom produziert. Dies entspricht dem Stromverbrauch von 50 Haushalten gerechnet bei einem Jahresverbrauch von ca. 4.000 kWh.

Neue Photovoltaikanlage auf der Deponie Rautenweg

Auf der Deponie Rautenweg wurde 2020 eine zusätzliche Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Sie ergänzt die drei bereits bestehenden Photovoltaikanlagen und die Solarblume. Mit der neuen Anlage mit einer Paneelfläche von 925 m2 wurde die Erzeugung von sauberem Strom auf dem Gelände der Deponie Rautenweg maßgeblich ausgebaut. Auf einer Länge von 200 Metern sind 560 Paneele angebracht, die bis zu 250.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen. Gemeinsam mit den bestehenden Anlagen mit einer gesamten Panelfläche von rund 2.000 m2 ist mit einer Stromproduktion von bis zu 700.000 kWh zu rechnen – dies entspricht dem Jahresverbrauch von rund 280 durchschnittlichen Wiener Haushalten. Damit wird um rund 130 % mehr Strom aus Sonnenenergie gewonnen als für den Betrieb der Deponie selbst benötigt wird. Der erzeugte Strom aus den Photovoltaikanlagen wird daher einerseits für den Betrieb der Deponie verwendet und andererseits ins Wiener Stromnetz eingespeist. Die Solarblume mit einer Stromproduktion von rund 3.000 kWh versorgt den elektrisch betriebenen Bummelzug, mit dem die BesucherInnen die Deponie erkunden können.

1 Mio Waschmaschinen oder 114 Jahre lang Staubsaugen

Die Leistung aller 48er-PV-Anlagen betrug im Jahr 2020 knapp über 1.000 kWpeak, das entspricht ungefähr 1 Mio Kilowatt-Stunden. Mit einer kWh Strom kann man eine Maschine Wäsche waschen - somit lässt sich mit dem produzierten Strom der 48er-PV-Anlagen theoretisch eine Million Maschinen Wäsche waschen. Oder unter der Annahme, dass ein Staubsauger 1.000 Watt (1 kW) Leistung hat, kann man mit einer kWh eine Stunde lang Staubsaugen. Das bedeutet, dass man mit der im vergangen Jahr auf 48er-PV-Anlagen produzierten Energie rund 114 Jahre lang durchgehend Staubsaugen könnte.

Die aktuell 13 Standorte der 48er-PV-Anlagen sind über die ganze Stadt verteilt und befinden sich unter anderem auf den Mistplätzen in Auhof, Richthausenstraße, Inzersdorf, Stammersdorf, Stadlau oder Rinterzeit sowie auf Deponien und Betriebsgebäuden. Weitere mögliche Flächen werden derzeit für einen möglichen Ausbau überprüft.

MitarbeiterInnen als Werbestars

Viele dieser Photovoltaik-Anlagen sind nur von oben sichtbar. Daher werden ab sofort die 48er Standorte, an denen mit Sonnenkraft saubere Energie produziert wird, mit einem auffälligen CityLight gekennzeichnet. Einmal mehr sorgt ein echter 48er als Testimonial mit Witz und Charme dafür, dass auch die klimaschonende Seite der 48er sichtbar wird.



Quelle: Stadt Wien



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