Wien: Smarte Technik in Betrieb - Trafostationen der nächsten Generation

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Wien

04 Mär 11:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Von der Ferne aus steuer- und kontrollierbar, sowie moderne Umweltstandards erfüllend: so sehen die neuesten Trafostationen der Wiener Netze aus!

Zwei der modernsten Trafostationen im Netzgebiet der Wiener Netze sind in der Seestadt Aspern zu finden. In die Entwicklung der Stationen sind Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt Aspern Smart City Research eingeflossen. Die Trafostationen sind – sowie mehr als 400 andere in Wien und Umgebung – mit Sensoren ausgestattet und digital angebunden, so dass eine Vielzahl an Daten in Echtzeit an die Zentrale der Wiener Netze geschickt werden. „Diese Daten ermöglichen uns, die Energieflüsse in Echtzeit zu kontrollieren und damit die Versorgungssicherheit auf ein noch stabileres Niveau zu heben als bisher“, erklärt Gerhard Fida, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wiener Netze.

Versorgungsunterbrechungen noch rascher beheben

In einem Störungsfall kann außerdem ferngesteuert auf ein anderes Stromkabel umgeschaltet werden. „Das erspart den Anfahrtsweg und sorgt dafür, dass wir Störungen noch rascher beheben können“, so Fida: „Die zusätzlich angebrachten Sensoren helfen uns dabei, etwa die Auslastung der Trafostation aus der Ferne beurteilen zu können, Fehler frühzeitig zu erkennen und die Lebensdauer der Anlage zu verlängern.“

Umweltfreundlich: neue Isoliermöglichkeit

Eine weitere Besonderheit der neuen Trafostationen in Aspern ist, dass die darin befindlichen Schaltanlagen ohne SF6-Isoliergas auskommen. Mit dieser Technologie erfüllen die Wiener Netze nicht nur die neuesten Umweltstandards, sondern leisten auch einen Beitrag zum Klimaschutz: Alle neuen Trafostationen ab 2026 werden ohne SF6-Isoliergas gebaut.

„Die neue Trafostation in der Seestadt Aspern zeigt die Zukunft nachhaltiger Elektrifizierung: Unsere blueGIS-Schaltanlage nutzt das klimaneutrale Isoliermedium Clean Air und verzichtet vollständig auf fluorierte Treibhausgase. Intelligente Sensorik und höchste Cybersicherheitsstandards ermöglichen einen effizienten, sicheren und umweltfreundlichen Betrieb – perfekt angepasst an die Anforderungen moderner Energieversorger“, erläutert Robert Tesch, Leiter Geschäftsbereich Electrification & Automation, Siemens.

Einblicke ins Wiener Stromnetz

Das Stromnetz der Wiener Netze ist rund 20.800 Kilometer lang – quasi von Wien nach Los Angeles und retour. 47 Umspannwerke und rund 11.000 Trafostationen sorgen für den verlässlichen Energietransport: Damit man in einem elektrischen Versorgungsnetz Energie mit hoher Spannung und wenig Verlusten von A nach B bringen kann, wird in einem Umspannwerk Hochspannung auf Mittelspannung umgespannt. In Transformatorstationen wiederum wird Mittelspannung in die für einen oder mehrere Haushalte notwendige Niederspannung umgewandelt.

Über die Wiener Netze

Die Wiener Netze sind Österreichs größter Kombinetzbetreiber – sie bringen Strom, Gas, Fernwärme und Daten dorthin, wo sie gebraucht werden. Investitionen von mehr als 440 Millionen Euro jährlich fließen in die Instandhaltung und den Ausbau der Netze. Mehr als 2 Millionen KundInnen in Wien, Teilen Niederösterreichs und des Burgenlands profitieren von höchster Versorgungsqualität.

Über Siemens

Siemens zählt in Österreich zu den führenden Technologieunternehmen des Landes. Insgesamt arbeiten für Siemens in Österreich rund 9.500 Menschen. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2024 bei rund 3,3 Milliarden Euro. Siemens verbindet die physische und digitale Welt — mit dem Anspruch, daraus einen Nutzen für Kunden und Gesellschaft zu erzielen. Das Unternehmen setzt schwerpunktmäßig auf die Gebiete intelligente Infrastruktur bei Gebäuden und dezentralen Energiesystemen, Automatisierung und Digitalisierung in der Prozess- und Fertigungsindustrie. Automatisierungstechnologien, Software und Datenanalytik spielen in diesen Bereichen eine große Rolle. Mit all seinen Werken, weltweit tätigen Kompetenzzentren und regionaler Expertise in jedem Bundesland trägt Siemens Österreich nennenswert zur heimischen Wertschöpfung bei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug das Fremdeinkaufsvolumen von Siemens Österreich bei rund 6.900 Lieferanten – etwa 4.300 davon aus Österreich – über 1,1 Milliarden Euro. Siemens Österreich hat die Geschäftsverantwortung für den heimischen Markt sowie für weitere 25 Länder (Lead Country Austria). Weitere Informationen finden Sie unter: www.siemens.at


Quelle: Stadt Wien



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