Österreich: Schulstart 2026 - Wie digitale Lernsoftware individuelle Förderung im Unterricht erleichtern kann

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LernMax KIMARO Funktionsüberblick
Foto: Lernmax/KI-erstellt
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Die LernMax Familie
Foto: Viktoria Ronacher
01 Sep 19:00 2026 von OTS Print This Article

LernMax wurde seit 2007 an mehr als 3.800 österreichischen Schulen angeschafft – rund 700 Schulen in Österreich und Deutschland nutzten im vergangenen Schuljahr die Onlineplattform

In einer Schulklasse sitzen 20 oder mehr Kinder mit unterschiedlichen Stärken, Schwächen und Lernständen. Was pädagogisch selbstverständlich klingt – jedes Kind dort zu fördern, wo es gerade Unterstützung benötigt –, bedeutet für Lehrkräfte in der Praxis einen erheblichen zusätzlichen Aufwand. Lernstände müssen analysiert, passende Übungen gesucht und individuelle Aufgabenpakete laufend an die Entwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler angepasst werden.

Genau an diesem Punkt setzt die vom Salzburger Lernsoftware-Anbieter LernMax entwickelte Kompetenzdiagnose KIMARO an. Kinder absolvieren zunächst einen Kompetenzcheck in Deutsch oder Mathematik. Die Ergebnisse zeigen, welche Bereiche bereits sicher beherrscht werden und wo noch Übungsbedarf besteht. Anschließend werden automatisch auf Grundlage dieser Ergebnisse für jedes Kind individuell passende Übungen im LernMax zusammengestellt und zugeordnet.

„Ein sehr zeitaufwendiger Teil der Differenzierung wird deutlich erleichtert“

Wie groß der Aufwand individueller Förderung im Schulalltag tatsächlich ist, kennt Volksschulpädagogin Sonja Oberkirchner aus eigener Erfahrung. Sie hat LernMax und KIMARO über längere Zeit an der Volksschule Adnet im Unterricht und für Hausübungen eingesetzt.

„Wenn ich das mit dem klassischen Weg vergleiche, wäre der zusätzliche Aufwand schon deutlich spürbar. Ich müsste zuerst für jedes einzelne Kind genau auswerten, in welchen Kompetenzbereichen noch Schwierigkeiten bestehen. Danach müsste ich passende Übungen suchen, auswählen und so zusammenstellen, dass sie wirklich zum jeweiligen Lernstand passen“, beschreibt Oberkirchner die Herausforderung.

Bei einer Klasse mit 20 oder mehr Kindern entstünden dadurch zahlreiche unterschiedliche Förderbedarfe und individuelle Übungspakete. Hinzu komme, dass die Auswahl regelmäßig angepasst werden müsse, sobald ein Bereich besser beherrscht werde oder neue Schwierigkeiten sichtbar würden.

„Genau hier sehe ich den großen Vorteil vom LernMax KIMARO: Die Kompetenzdiagnose liefert mir zunächst eine strukturierte Grundlage, und anschließend werden passend zu den Ergebnissen individuelle Übungen vorgeschlagen beziehungsweise direkt zugeordnet. Die pädagogische Entscheidung bleibt natürlich bei mir als Lehrerin, aber ein sehr zeitaufwendiger Teil der Differenzierung wird deutlich erleichtert. Gerade im Schulalltag ist das für mich eine echte Entlastung“, so Oberkirchner.

Digitale Unterstützung statt Ersatz für Lehrkräfte

KIMARO soll dabei nicht die pädagogische Arbeit übernehmen. Die Lehrkraft erhält nach der Kompetenzdiagnose eine individuelle Auswertung und kann weiterhin selbst entscheiden, wie mit den Ergebnissen gearbeitet wird.

Oberkirchner sieht genau darin einen wesentlichen Punkt: „Digitale Lernangebote können und sollen den Unterricht und die Arbeit der Lehrperson nicht ersetzen. Sie können aber eine wertvolle Ergänzung sein.“

Neben der automatisierten Differenzierung kann LernMax auch klassisch eingesetzt werden. Lehrkräfte können selbst bestimmen, welche Übungen einzelne Schülerinnen und Schüler oder eine gesamte Klasse bearbeiten und innerhalb welches Zeitraums dies erfolgen soll. Nach der Bearbeitung erhalten sie eine Übersicht über die Ergebnisse.

Oberkirchner setzte LernMax beispielsweise regelmäßig als Ergänzung zur schriftlichen Hausübung ein. Alle Kinder konnten an gemeinsam behandelten Lerninhalten arbeiten, während Umfang und Auswahl der Übungen bei Bedarf individuell angepasst wurden.

Vom klassischen Windows-Programm zur Onlineplattform

LernMax entwickelt bereits seit 2007 digitale Lernprogramme für Schulen. Mehr als 3.000 österreichische Volksschulen und über 800 österreichische Mittelschulen haben seither mindestens ein LernMax-Programm angeschafft.

Viele dieser Programme wurden ursprünglich als lokal installierte Windows-Versionen und zeitlich unbeschränkte Lizenzen angeboten. Mit LernMax Online hat sich das Konzept inzwischen grundlegend weiterentwickelt: Schülerinnen und Schüler können über persönliche Zugänge auf unterschiedlichen Geräten sowohl in der Schule als auch zu Hause arbeiten. Lehrkräfte können Aufgaben zuweisen, Ergebnisse einsehen und mit KIMARO Kompetenzdiagnosen und individuelle Übungswege nutzen.

Auch die aktuelle Nutzung geht inzwischen deutlich über einzelne Pilotschulen hinaus. Im Schuljahr 2025/26, konkret im Zeitraum von 1. August 2025 bis 31. Juli 2026, nutzten rund 700 Schulen in Österreich und Deutschland LernMax Online. Dabei wurden rund 260.000 unterschiedliche Schülerkonten verwendet.

Marktplatz Lernapps startet am 1. September in die Bestellphase

Zusätzliche Aktualität erhält das Thema mit dem Start der diesjährigen Bestellphase des österreichischen „Marktplatz Lernapps“. Von 1. September bis 25. Oktober 2026 können Schulen der Sekundarstufen I und II aus einem Katalog qualitätsgeprüfter digitaler Lernangebote auswählen.

Für das Schuljahr 2026/27 steht den teilnehmenden Schulen dafür ein Kontingent von 26 Euro pro Schülerin beziehungsweise Schüler zur Verfügung. Die Auswahl erfolgt schulautonom.

Auch LernMax ist mit Angeboten für die Sekundarstufe auf dem Marktplatz Lernapps vertreten. Für Mittelschulen bietet sich damit zum Schulstart die Möglichkeit, LernMax und die damit verbundene individuelle Förderung über den Marktplatz einzusetzen.

Für LernMax steht dabei weniger die Digitalisierung um ihrer selbst willen im Vordergrund als eine konkrete Frage des Schulalltags: Wie können Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lernständen individuell fördern, ohne für jedes Kind laufend einen eigenen Übungsplan erstellen zu müssen?

Die Kombination aus Kompetenzdiagnose, Stärken-Schwächen-Analyse und individueller Aufgabenzuordnung soll genau diesen Teil der Differenzierung erleichtern.


Quelle: OTS



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