Österreich: "Salzkammergut verbindet"

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"Salzkammergut verbindet"
Foto: Dieter Hawlan
12 Mai 20:00 2026 von OTS Print This Article

Grenzenlose Zusammenarbeit für eine internationale Tourismusmarke

Als Wiege der Sommerfrische mit landschaftlicher Schönheit, kultureller Vielfalt und gelebtem Brauchtum: Dafür ist das Salzkammergut international bekannt. Keine Grenzen kennt die Region auch geografisch, verbindet sie doch gleich drei Bundesländer miteinander: Oberösterreich, das SalzburgerLand und die Steiermark. Mit der Initiative „Salzkammergut verbindet“ wird diese besondere Einheit nun auch touristisch konsequent gemeinsam gedacht und vermarktet.

Vertreter aus Politik und Tourismus präsentierten am Dienstag im Rahmen eines Medientermins am Wolfgangsee die Hintergründe, Ziele und inhaltlichen Schwerpunkte der neuen, grenzübergreifenden Kampagne. Passend zum Thema fand die Präsentation auf einem Schiff statt: Der Wolfgangsee, eingebettet zwischen Oberösterreich und Salzburg, steht sinnbildlich für das, was das Salzkammergut ausmacht – eine Region, die so viel verbindet, für Einheimische und Gäste aus aller Welt.

Touristisches Bündnis über Bundesländergrenzen

Ins Leben gerufen wurde „Salzkammergut verbindet“ anlässlich des Kulturhauptstadt-Projekts Bad Ischl – Salzkammergut. Getragen wird die Initiative von Oberösterreich Tourismus und SalzburgerLand Tourismus sowie auf steirischer Seite vom Ausseerland Tourismus. Gemeinsam mit dem TVB Salzkammergut und der damit verbundenen Salzkammergut Tourismus Marketing GmbH entstand eine starke „Task Force“ für den Tourismus, die – wie die Projektpartner betonen – nicht nur der großen gemeinsamen Tourismusgeschichte in der Region Rechnung trägt, sondern vor allem das zukünftige Potenzial des Tourismus im Salzkammergut verstärken soll.

Dementsprechend stehen auch die politisch Verantwortlichen der drei Bundesländer voll hinter dem Projekt. „Das Salzkammergut wurde vor rund 500 Jahren erstmals urkundlich erwähnt – es ist keineswegs zu spät, diese Region auch touristisch noch stärker gemeinsam zu denken und zu entwickeln“, sagt Oberösterreichs Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Markus Achleitner.

„Zudem sprechen wir hier von jener Region mit der größten Tourismusgeschichte in Österreich. Die Sommerfrische hat hier ihren Ursprung und ist tief in allen Teilen des Salzkammerguts verankert – als Lebensgefühl und als kulturelles Phänomen.“

Prädestiniert für Ganzjahrestourismus

Was vor mehr als 100 Jahren schon hitzegeplagte Gäste aus der Großstadt, Künstler auf der Suche nach inspirierenden Landschaften und sogar die Kaiserfamilie anzog, ist heute aktueller denn je. Die Sommerfrische erfährt ein echtes Revival und ist dementsprechend auch eine tragende thematische Säule der aus der Initiative hervorgegangenen Kampagne – aber nicht nur. „Vor allem geht es uns darum, die Attraktivität des Salzkammerguts das ganze Jahr über zu kommunizieren“, so Landesrat Achleitner. „Diese Region ist prädestiniert für Ganzjahrestourismus: Wandern und Radfahren haben hier von Frühjahr bis Spätherbst Saison. Und sogar im Winter gibt es mit den beliebten Adventmärkten oder nun mit dem Alpinen Ski-Weltcup in Dachstein West immer mehr Reise-Anreize.“

Internationale Tourismusmarke mit großem Potenzial

Das Ziel der gemeinsamen Bewerbung ist daher klar: Die Nebensaisonen stärken, damit die touristische Wertschöpfung in der Region heben und vor allem den Betrieben mehr Auslastung und gute Argumente verschaffen, noch länger offen zu halten.

Ein Blick in die Statistik zeigt: vergangenen Tourismusjahr verzeichnete das Salzkammergut bundesländerübergreifend rund 5,6 Millionen Nächtigungen – das entspricht einem Wachstum von 24 Prozent innerhalb der letzten zehn Jahre. Die größten und wichtigsten Herkunftsmärkte sind Österreich mit einem Nächtigungsanteil von gut 45 Prozent, gefolgt von Deutschland mit rund 28 Prozent. Dahinter folgen Länder wie Tschechien, die Niederlande und Ungarn. Aber auch Großbritannien und Fernmärkte wie die USA und China finden sich in den Top-10 der Herkunftsmärkte.

„Egal ob Kulinarik, Tradition, Weltkulturerbe, Aktivitäten oder klassische Sommerfrische: Im Salzkammergut findet jeder genau das, was er sucht. Die Region bündelt aber nicht nur das gesamte touristische Spektrum, sondern verbindet zugleich drei Bundesländer. Uns ist allen bewusst, dass sich unsere Gäste aus aller Welt nicht um Grenzen kümmern, sondern das Salzkammergut als Ganzes genießen. Umso wichtiger ist die gemeinsame Kooperation in diesem ganz besonderen Dreiländereck“, sagt Stefan Schnöll, Landeshauptfrau-Stv. und Tourismus-Landesrat in Salzburg. „Es freut mich sehr, dass wir unsere Kräfte bündeln und Synergien nutzen, um gemeinsam die Basis dafür zu schaffen, dass das Salzkammergut sowohl für Einheimische als auch für Besucher aus aller Welt weiterhin ein Ort der Erholung und Inspiration bleibt.“

Gemeinsamer Lebens- und Kulturraum

Dass auch die Steiermark mit dem Ausseerland ein starker Partner der Initiative ist, liegt für Landtagsabgeordnete Eva-Maria Kroismayr-Baier, die bei dem Medientermin den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek vertrat, auf der Hand: „Das Salzkammergut war für uns immer ein gemeinsamer Lebens- und Kulturraum. Gerade im Ausseerland zeigt sich, wie stark Traditionen und Brauchtum bis heute gelebt werden. Diese Identität macht die Region unverwechselbar – und sie endet nicht an Bundesländergrenzen.“

Darüber hinaus hebt Kroismayr-Baier die kulinarische Stärke der Region hervor: „Das Salzkammergut ist ein Feinkostladen mit enormer Vielfalt. Jede Region bringt ihre eigenen Spezialitäten ein – vom fangfrischen Fisch aus den Seen über hochwertige Almprodukte bis hin zu Wild und regionalen Köstlichkeiten. In Kombination mit den typischen Produkten aus der gesamten Steiermark, etwa unseren qualitätsvollen Weinen, entsteht ein kulinarisches Angebot, das seinesgleichen sucht.“

Drei Säulen tragen die gemeinsame Kampagne

All diese Stärken tragen die aus der Initiative hervorgegangenen Kampagne „Salzkammergut verbindet“, die auf drei inhaltlichen Säulen steht: Die vielfältigen Angebote rund um Aktivitäten in der Natur, Kunst und Kultur sowie Genuss und Kulinarik. Ganz nach dem Motto „Salzkammergut verbindet“ wird sie von den Projektpartnern mit vereinten Kräften gestaltet und auch medialisiert wird.

Die Kampagne richtet sich gezielt an Gäste aus Österreich und Deutschland, insbesondere aus urbanen Räumen wie Wien, München oder der Metropolregion Nordrhein-Westfalen. Gerade hier ist die Sehnsucht nach naturnahen Erlebnissen, Erholung und authentischen Angeboten schließlich besonders groß. Geworben wird aufmerksam- und reichweitenstark u.a. mit Megaboards und digitalen Screens an zentralen Plätzen, großen Kampagnen auf Bahnhöfen (die gleich mit konkreten Bahn-Anreiseangebote verbunden sind) sowie auf führenden Online- und Social-Media-Portalen.

Rad & Bike im Fokus: Weite Aussichten, breites Angebot

„Wir setzen dabei jedes Jahr einen besonderen Fokus. Heuer ist es das Thema Rad in allen Ausprägungen – von Genussrad über Rennrad und Gravelbike bis Mountainbike. Radfahren verbindet im wahrsten Sinne des Wortes: Viele unserer Radwege und -angebote verlaufen ja ganz selbstverständlich über Landesgrenzen hinweg“, erklärt Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer von Oberösterreich Tourismus und einer der Initiatoren von „Salzkammergut verbindet“.

„Routen wie der Berge-Seen eTrail, die Dachsteinrunde oder der Salzkammergut Radweg verbinden die schönsten Plätze entlang von Seen und in den Bergen. So weit wie die Aussicht, so breit ist das Angebot: Wir begeistern mit unserer Kampagne Genussradler ebenso für das Salzkammergut wie ambitionierte Sportler, die bei Events wie der der Salzkammergut Mountainbike Trophy, dem King of the Lake rund um den Attersee, dem Mondsee 5Seen Radmarathon oder dem Gravel Around Salzkammergut – als Teil des legendären Race Around Austria und der Ultracycling-WM – voll auf ihre Kosten kommen.“
Kulinarik: Regionale Qualitätsküche von der Alm bis zum Stern
"Auch kulinarisch zeigt sich die Region ihren Gästen von ihrer allerbesten Seite", betont Leo Bauernberger, Geschäftsführer von SalzburgerLand Tourismus. “Spitzenköche wie Dominik Edlinger im Restaurant SeeSushi in Strobl, Dominik Utassy auf der Geiger Alm in Altaussee, Lukas Nagl im Bootshaus in Traunkirchen oder Stefan Fischer im Atelier Fischer in St. Gilgen schöpfen ihre Inspiration direkt aus der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft des Salzkammerguts. Gleichzeitig beliefern erstklassige Produzenten die Restaurants und Wirtshäuser mit hochwertigen Zutaten aus der unmittelbaren Region. Dazu kommen handgemachte Spezialitäten von den Almen, die jede Wanderung oder Mountainbike-Tour auch kulinarisch zu einem besonderen Erlebnis machen.”

Kultur: Mozart, Kaiser und Narzissen

Die kulturelle Vielfalt schließlich reicht von international renommierten Festivals bis hin zu tief verwurzeltem Brauchtum. Mario Seebacher, Vorsitzender von Ausseerland Tourismus, betont diese besondere Kombination: „Das Salzkammergut vereint Hochkultur und gelebte Tradition auf einzigartige Weise. Große kulturelle Ereignisse stehen hier gleichberechtigt neben regionalen Festen und Bräuchen, die seit Generationen gepflegt werden. Diese Bandbreite zeigt sich im gesamten Jahreslauf.“

Das Narzissenfest in Bad Aussee zählt zu den bekanntesten Brauchtums-veranstaltungen Österreichs, Veranstaltungen wie die Kaisertage in Bad Ischl oder der Wolfgangseer Advent vereinen gelebtes Brauchtum mit besonderer Atmosphäre. Gleichzeitig setzt die Region auch international kulturelle Akzente: Die Salzburger Festspiele, das diesjährige Mozart-Jubiläumsjahr mit Programmen in Salzburg und St. Gilgen sowie Formate wie die Salzkammergut Festwochen in Gmunden belegen ein Angebot von Weltformat.

Welterbe-Region als touristisches Erlebnis

Reich ist die Region auch an kulturellem Erbe, das für Gäste auf vielfältige Weise erlebbar gemacht wird: Die Kulturlandschaft Hallstatt-Salzkammergut wurden ebenso wie die prähistorischen Pfahlbauten am Attersee und Mondsee zum UNESCO Welterbe ernannt. Zum immateriellen Kulturerbe der Region zählen u.a. Fetzenzug und Glöcklerlauf in Ebensee sowie das Keramik-Handwerk aus Gmunden.

Starke Perspektiven durch Zusammenarbeit

Durch die Initiative wird diese Vielfalt nun noch stärker als gemeinsames Ganzes positioniert. Stefan Brandlehner, seit Beginn des Jahres Geschäftsführer des Tourismusverbands Salzkammergut, sieht darin großes Potenzial: „Was mir nach kurzer Zeit schon besonders auffällt, ist der starke Wille zur Zusammenarbeit innerhalb der Region. Große Leitbetriebe bis hin zu kleinen, feinen Angebotsträgern – alle brennen für die gemeinsame Sache und dafür, unser Salzkammergut als attraktive Urlaubsdestination qualitativ weiterzuentwickeln. Initiativen wie ‚Salzkammergut verbindet‘ sind genau für dieses Ziel der richtige Turbo – weil durch gemeinsame Anstrengung Kräfte und Marktpotenziale mobilisiert werden, die jeder einzelne Partner alleine nicht in der Form stemmen könnte.“

„Salzkammergut verbindet“ steht damit für mehr als eine Kampagne – es ist ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Zukunft einer der bedeutendsten Tourismusregionen Österreichs.


Quelle: OTS



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