Salzburg: Salzburg ermöglicht sauberen Strom auf der Wiese

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Foto: Land Salzburg/Franz Neumayr
28 Okt 11:00 2023 von Redaktion International Print This Article

Ab 1. November: Photovoltaikanlagen im Grünland möglich / Weitere Maßnahme für mehr Energieunabhängigkeit

(LK) Mit einer neuen Verordnung, die ab 1. November in Kraft tritt, wird ein weiterer Schritt in Richtung erneuerbare Energie und Unabhängigkeit gesetzt. Denn in wenigen Tage ist es im Land leichter möglich, Photovoltaikanlagen im Grünland zu errichten, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt werden.

Die neue Verordnung, die die Errichtung von Photovoltaikanlagen im Grünland erleichtert, tritt am 1. November in Kraft.

Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie sollen in Salzburg ab 1. November auch im Grünland möglich sein, mit Einschränkungen. Mittels Punktesystem werden unterschiedliche Parameter wie Lage oder auch Größe der Photovoltaikanlage bewertet. So etwa, wenn diese in der Nähe einer Autobahn oder Eisenbahnstrecke liegt. Ebenfalls gibt es Punkte, wenn die landwirtschaftliche Fläche doppelt genützt wird, sprich dort Lebensmittel angebaut werden oder Tiere weiden. Der Ausgangspunkt der Beurteilung ist die Ertragsfähigkeit des Bodens, auf welchem der grüne Strom gewonnen werden soll.

Übersicht über die Kriterien

  • Lage: Pufferbereiche zu Infrastrukturen (Autobahnen, Eisenbahnen oder hochrangige Landstraßen) und möglicher Ertrag
  • Konfiguration: Konventionell oder Agri-PV mit zusätzlicher landwirtschaftlicher Nutzung
  • Größe: Je größer, umso mehr Punkte werden erreicht. Grundsatz: Besser große Anlagen als unzählige kleine.
  • Auch eine Einzelfallbewertung für raumstrukturelle sinnvolle Lagen ist in der Verordnung vorgesehen. Das betrifft zum Beispiel den Bau auf großen Wasserkraftwerken, Altlastenflächen, Umspannwerken oder kommunalen Kläranlagen.

Schwaiger: „Win-Win Situation für Salzburg.“

Ein zentrales Ziel der Verordnung war es, hochwertiges Grünland zu schützen, damit die Lebensmittelproduktion der Landwirtschaft gesichert bleibt. „Das ist uns auch gelungen, denn es werden Photovoltaikanlagen dort aufgestellt, wo sie auch wirtschaftlich Sinn machen. Gleichzeitig haben die Grundeigentümer jetzt zahlreiche Möglichkeiten, Sonnenstrom zu erzeugen. Denn eines steht fest: Regionale Energie schafft Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Eine Win-Win Situation für Salzburg“, betont Landesrat Josef Schwaiger.

Zauner: „Vorreiter in Österreich.“

Die neue Verordnung ist in Österreich einzigartig. „Wir sind hier absolut Vorreiter, denn wir ermöglichen, nach klaren Kriterien, die Stromproduktion mit der Kraft der Sonne auf der grünen Wiese. In der Regierungsklausur Ende Juli haben wir uns auf diesen gemeinsamen Weg verständigt. Innerhalb kurzer Zeit hat das Referat für Raumordnung und Energie perfekt zusammengearbeitet und eine fundierte Verordnung vorgelegt, mit der wir in Salzburg einen wichtigen Schritt zu mehr Selbstversorgung setzen“, sagt Landesrat Martin Zauner.

Wichtige Interessen geschützt

Die neue Verordnung tritt in wenigen Tagen, exakt am 1. November, in Kraft. Sie führt auch zu einer Beschleunigung der Verfahren. Gleichzeitig werden wichtige Interessen, etwa der Naturschutz, das Wasser oder auch das Landschaftsbild, geschützt.


Quelle: Land Salzburg



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