SOS-Kinderdorf - Schwere Vorwürfe auch gegen Kinderbetreuungseinrichtung am Standort in Altmünster

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SOS-Kinderdorf: Schwere Vorwürfe auch gegen Kinderbetreuungseinrichtung am Standort in Altmünster
Foto: Matthias Lauber
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Das SOS-Kinderdorf am Standort in Altmünster (Bezirk Gmunden) wurde in den letzten Jahren baulich komplett modernisiert.
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29 Okt 13:15 2025 von Lauber Matthias Print This Article

ALTMÜNSTER. Die Vorwürfe zu Gewalt, Kinderschutzverletzungen aber auch zu Fällen von sexuellem Missbrauch - teils weit in der Vergangenheit, teils auch noch aktuelleren Datums - erreichten nun auch eine der Betreuungseinrichtungen in Oberösterreich. Wie am Mittwoch mehrere Medien berichten, soll es auch im SOS-Kinderdorf in Altmünster (Bezirk Gmunden) zu zumindest einem Fall in den 1980er und 1990er Jahren gekommen sein, der nun ans Tageslicht kam. Zwei Betreuer sollen schon lange nicht mehr in der Einrichtung tätig sein, Vorwürfe - weitaus weniger gravierend - sollen aber auch die aktuelle Leitung betreffen, welche am 16. Oktober 2025 nach einer ersten Medienanfrage freigestellt wurde, wie SOS-Kinderdorf auf seiner Homepage mitteilt. Es gilt die Unschuldsvermutung. "Im Zuge einer Medienanfrage am 16. Oktober 2025 wurde SOS-Kinderdorf auf neue Vorwürfe eines ehemaligen Betreuten aufmerksam gemacht. Der Betroffene schildert für die 1980er beziehungsweise 1990er-Jahre körperliche Übergriffe, entwürdigende Situationen und ein unzureichendes Reagieren bei sexueller Gewalt. Außerdem berichtet er von einem sexuellen Übergriff im Umfeld des Standorts. (...) Nach Bekanntwerden der Hinweise hat SOS-Kinderdorf umgehend reagiert. Die aktuelle Standortleitung wurde am 16.10.2025 vorsorglich freigestellt, um eine unabhängige und unbeeinflusste interne Prüfung zu gewährleisten. Das ist eine Standardmaßnahme und keine Vorverurteilung. Parallel erfolgte am 16.10.2025 die aktive Kontaktaufnahme mit dem Betroffenen, dem Unterstützung und die Teilnahme am unabhängigen Opferschutzverfahren angeboten wurden. Unterlagen wurden gesichert, die zuständigen Behörden informiert und eine Archivprüfung eingeleitet. Im Zuge der ORF-Anfrage liegen zusätzliche Vorwürfe gegen die aktuell freigestellte Standortleitung vor. Nach derzeitiger Darstellung handelt es sich um nicht-sexuelle und im Schweregrad geringere Vorwürfe, diese sind Teil der laufenden Prüfung. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die weiteren im Zuge der Berichterstattung genannten Vorwürfe am Standort Altmünster betreffen drei historische Fälle zu zwei Beschuldigten aus dem Zeitraum 1960er bis frühe 1990er Jahre. Diese wurden im Rahmen des Opferschutzverfahrens anerkannt, es wurden Anerkennungsleistungen und Therapien zugesprochen. " SOS-Kinderdorf, Homepage "Auf Initiative von Landesrat Martin Winkler (SPÖ) wurden in Oberösterreich unmittelbar nach dem ersten medialen Bekanntwerden der Fälle im September bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet: Die Kinder- und Jugendhilfe Oberösterreich wurde beauftragt, bei SOS Kinderdorf eine umfassende Darstellung der bestehenden organisatorischen und personellen Vorkehrungen einzufordern. Zudem fanden kürzlich Fachaufsichten vor Ort statt. Darüber hinaus werden sämtliche Aufsichtsberichte der letzten 15 Jahre detailliert überprüft." Land Oberösterreich, Presseaussendung


Quelle: www.laumat.at



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