Niederösterreich: Rust im Tullnerfeld im Zeichen mehrerer Jubiläen

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800-Jahr-Feier der Katastralgemeinde Rust im Tullnerfeld. Im Bild von links nach rechts: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Rudolf Friewald, der geschäftsführende Gemeinderat Bernhard Heinl und Kinder
Foto: © NLK Reinberger
02 Sep 15:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Mikl-Leitner: Brücke zwischen Tradition und Innovation

Die Katastralgemeinde Rust im Tullnerfeld feiert heuer die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens vor 800 Jahren, 135 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 70 Jahre neue Pfarrkirche. Aus Anlass dieser besonderen Jubiläen wurde am heutigen Sonntag bei der Kirche eine Festveranstaltung abgehalten, an der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner teilnahm.

„Rust kennt man auch aufgrund der großen Persönlichkeit von Leopold Figl, der unser Bundesland nachhaltig geprägt und gestaltet hat“, sagte dabei die Landeshauptfrau im Gespräch mit Moderator Tom Bläumauer. „Figl ist für uns ein ganz großes Vorbild, er hat uns vorgelebt, wie man mit Mut, großem Engagement und mit einem großen Glauben an die Heimat sehr viel bewegen und sehr viel gestalten kann“, führte Mikl-Leitner aus.

„Michelhausen und Rust haben sich gut entwickelt“, hielt sie fest. „Im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung spüren wir aber, dass die Menschen viel Halt, Orientierung und Heimat brauchen. Gerade unsere Orte geben der Bevölkerung dieses Heimatgefühl, weil man hier gerne wohnt, lebt und arbeitet“, hob Mikl-Leitner hervor. „Die Lebensader für dieses Heimatgefühl ist, dass man sich mit der Geschichte auseinandersetzt. Deshalb waren die zwei Bücher ‚Rust – Ein modernes Dorfporträt‘ und ‚Dorf-Impressionen‘, die im Zuge der Vorbereitung auf dieses 800-Jahr-Jubiläum entstanden sind, auch so wichtig“, erinnerte sie. „Dabei hat man gemerkt, dass der verlässlichste Begleiter über die Jahre immer die Veränderung ist. Rust hat es immer verstanden, sich auf diese Herausforderungen einzulassen“, betonte Mikl-Leitner. „In Rust soll auch in Zukunft eine Brücke zwischen Tradition und Innovation geschlagen werden“, schloss die Landeshauptfrau.

Bürgermeister Rudolf Friewald sagte: „Die Menschen in Rust haben mit ihren Talenten diese Ortschaft in ihrer Vielfalt geprägt. Es ist dieser Teamgeist, der Rust ausmacht.“ Der geschäftsführende Gemeinderat Bernhard Heinl, Organisator von „800 Jahre Rust“, meinte:„Seit Jänner 2017 laufen die Vorarbeiten für diese Jubiläen, dabei hat sich eine positive Dynamik entwickelt, die alle überrascht hat.“

Zu Wort kamen noch u. a. der Historiker Richard Hübl und Anna Wegl. Die Festmesse wurde von Pfarrer Jan Dudka und Pater Rupert Zöchbauer zelebriert.

Die Ortschaft Rust im Tullnerfeld liegt in der Marktgemeinde Michelhausen und wurde im Jahr 1219 erstmals urkundlich erwähnt. Der berühmteste Sohn von Rust war der Politiker Leopold Figl. Ein eigenes Museum in Rust erinnert an das Leben Figls.


Quelle: Land Niederösterreich



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