Kärnten: Regierungssitzung - Soziales: Kärnten knüpft Unterstützungsnetz für alle Kinder

Slide background
Amt d. Kärntner Landesregierung - Symbolbild
© LPD Kärnten
09 Mär 04:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

LHStv.in Beate Prettner: Kärnten lässt kein Kind zurück – International bewährtes Projekt geht, geleitet durch die Fachstelle Kinderschutz, in der Carnica Region Rosental an den Start – Helfersystem vor Ort agiert vorausschauend

Klagenfurt (LPD). „Kein Kind zurücklassen“: So heißt jenes Sozialprojekt, das Kärnten in einem Pilotprojekt in der Region „Carnica Region Rosental“ (Ferlach, St. Margarethen und Zell/Sele) gestartet hat. „Unser Ziel ist es, für Kinder und deren Eltern präventiv Unterstützung und Hilfe anzubieten, damit es gar nicht erst zu großen Problemen kommt. Das Projekt orientiert sich an einem von der deutschen Bertelsmannstiftung in Deutschland begleiteten Programm, das in Deutschland sehr erfolgreich läuft. Nach der Pilotphase im Rosental soll es sehr zügig in ganz Kärnten ausgerollt werden“, informierte heute, Dienstag, Sozialreferentin Beate Prettner nach der Regierungssitzung. „Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen in Kärnten ein gesundes, sozial sicheres Aufwachsen ermöglichen und alles dazu beitragen, um Chancengerechtigkeit herzustellen“, betont Prettner.

Das Herzstück des Projektes „Kein Kind zurücklassen“ ist das vernetzte Zusammenwirken aller relevanten „Player“, das heißt des gesamten Umfeldes des Kindes – von Kindergartenpädagogen und Lehrern über Ärzte und Vereinsfunktionäre bis zu Sozialarbeitern. „Es geht ums konkrete Hinschauen und um das konkrete und schnelle Handeln. Das Umfeld des Kindes wird von sich aus aktiv: Es versucht, behutsam einzugreifen, wenn es sieht, dass eine Unterstützung erforderlich ist. Man wartet nicht ab, bis der Hut brennt und das Kind oder die Familie selbst Hilfe anfordert. Dann ist es schon sehr spät“, sagt die Sozialreferentin. „Kein Kind zurücklassen“ geht also den Problemen entgegen, handelt frühzeitig. „Ein so genannter Sozialraum-Koordinator agiert vor Ort, in der jeweiligen Gemeinde, als Verbindungsglied zwischen dem großen „Helfersystem“ und den betroffenen Familien bzw. dem Kind - und sichert damit eine rasche Unterstützung“, erklärt Prettner.

Eine große Rolle kommt auch dem Kärntner Soziallotsen WOHIN zu, der im Vorjahr neu installiert wurde. Dieses innovative Angebot vereint alle sozialen Unterstützungsmaßnahmen und Anlaufstellen, die Kärnten zu bieten hat. „Unser Hilfsangebot wächst laufend. Damit einher geht aber auch die Unübersichtlichkeit. Daher haben wir mit dem Soziallotsen quasi ein Dach über alle Angebote (mehr als 300 Organisationen mit 1000 Leistungen) gebaut. Betroffene, die von sich aus Unterstützung suchen, können sich beim Soziallotsen telefonisch oder per Chat oder in der Anlaufstelle melden, ihr Problem schildern und werden dann anonym, kostenfrei, zielgenau, unkompliziert und rasch zur richtigen Stelle gelotst“, sagt Prettner. Kontakt: wohin.or.at oder 0800 999 117.

Beschlossen wurde das Projekt „Kein Kind zurücklassen“ bereits im Juli 2021: Nach der Aufbauphase kann es nunmehr für das Jahr 2022 an den Start gehen. „In der heutigen Regierungssitzung wurden die Projektkosten für das laufende Jahr abgesegnet: Sie betragen knapp eine Million Euro. 722.000 Euro kommen vom Kärntner Gesundheitsfonds KGF, der Rest vom Land“, informiert die Sozialreferentin.



Quelle: Land Kärnten



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg