Kärnten: Regierungssitzung 3 - Neue Impulse für das Holzland Kärnten

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Wald - Symbolbild
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12 Jän 14:00 2022 von Redaktion International Print This Article

LHStv.in Schaunig, LR Gruber: Verein „Timber Innovation Network Alpe Adria“ soll Potenziale des Rohstoffs nutzen, regionale Wirtschaft stärken und Kärnten international positionieren

Klagenfurt (LPD). Kärnten ist neben der Steiermark eines der beiden waldreichsten Bundesländer Österreichs, mit knapp 60 Prozent der Landesfläche, die von Wald bedeckt sind. Dementsprechend stark ist auch die nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft in Kärnten, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette für rund 20.000 Arbeitsplätze sorgt. Beispiele wie der Bereich Brettsperrholz, wo rund ein Viertel der weltweiten Produktion aus Kärnten stammt, sowie herausragende Architekturleistungen aus Holz, die in Kärnten umgesetzt wurden, zeigen, welche Potenziale die Branche hat. Der neu gegründete Verein „Timber Innovation Network Alpe-Adria“ (TINAA) soll sie nutzen und weiter ausbauen. „Kärnten hat als Wald- und Holzland und mit dem in der Branche vorhandenen Know-how sehr gute Chancen, sich international zu positionieren. Wir unterstützen deshalb die Idee, dafür die Kräfte zu bündeln und sich enger zu vernetzen“, zeigen sich die zuständigen Regierungsmitglieder Wirtschaftsförderungs- und Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Forst- und Straßenbaureferent LR Martin Gruber heute, Dienstag, erfreut. Aus dem Forstreferat von LR Gruber stehen für den Verein rund 200.000 Euro als Unterstützung in der Startphase zur Verfügung, aus dem Referatsbereich Zukunftsentwicklung von LHStv.in Schaunig kommen über die BABEG weitere 30.000 Euro.

„Die Holzwirtschaft zählt neben den elektronikbasierten Systemen und den grünen Technologien zu einem der drei absoluten Stärkefelder Kärntens. Der Silicon Alps Cluster und der Green Tech Cluster zeigen, wie positiv sich eine Bündelung von Interessen, Unternehmen, Organisationen und Beteiligten auf Wachstum, Innovation und internationale Sichtbarkeit auswirken. Ich freue mich sehr, dass es nun auch im Bereich der Holzwirtschaft gelungen ist, so ein breites und lebendiges Netzwerk zu knüpfen“, erklärt Wirtschaftsförderungs- und Technologiereferentin Schaunig. „Der Werkstoff Holz bietet viele Einsatzmöglichkeiten. Kärnten hat hier großes Know-how, sowohl in Forschung und Entwicklung als auch in der konkreten Anwendung. Ich freue mich ganz besonders, dass wir mit Wood K plus-Bereichsleiterin Edith Zikulnig-Rusch eine herausragende Forscherin im Bereich der Holztechnologien als Sprecherin des TINAA-Beirats gewinnen konnten“, so Schaunig.

„Ob Forschen rund um Holz, Bauen mit Holz oder Veredelungstechniken von Holz – zu all dem gibt es richtungsweisende Projekte und Initiativen in Kärnten, aber es sind bisher sehr oft Einzelmaßnahmen. Auch der Masterplan Ländlicher Raum hat deutlich aufgezeigt, dass die Holzwirtschaft als bereits starkes Standort-Asset noch enormes Zukunftspotential birgt. TINAA ist daher ein wichtiger gemeinsamer Vorstoß von Wirtschaft und Politik, um als Bundesland mit dem Thema Holz einen nachhaltigen Zukunfts-Schwerpunkt zu setzen, die Standortvorzüge Kärntens im Alpen-Adria-Raum noch weiter zu stärken und auch über die Grenzen hinaus sichtbar zu machen“, so Gruber. Ziel sei es, damit die Arbeitsplätze und die Wertschöpfung, die der Rohstoff Holz vor allem den regionalen Wirtschaftskreisläufen bringt, nicht nur abzusichern, „sondern sie weiter auszubauen und dem Holzland Kärnten ein internationales Profil zu geben“, wie der Forst- und Straßenbaureferent betont.

Als Obmann für den Verein konnte mit Christof Weissenseer, CEO der Weisenseer Holz-System-Bau GmbH, ein absoluter Branchenkenner gefunden werden. „Einer der ersten Aufgabenbereiche des Vereins TINAA besteht darin, den nachhaltigsten Baustoff in eine nachhaltige Wertschöpfungskette einzugliedern und somit gerade in ländlichen Regionen eine durchgängige Lebensgrundlage vom Waldbauern, Sägewerkern, Holzveredelung, Holzbauern, Tischlern, Projektentwicklern, Bauträgern bis hin zum Endkunden zu generieren und Spekulation hintanzuhalten“, fasst Weissenseer zusammen. Dafür müsse man exzellent ausgebildete Mitarbeiter durch attraktive Jobmöglichkeiten wieder zurück nach Kärnten holen bzw. für Kärnten begeistern und spartenübergreifende Projekte starten. Der Vereinsvorstand sowie der beratende Beirat sind daher breit aufgestellt, mit Vertretern aus Holzwirtschaft, Architektur, Holzforschung, Wirtschaftsförderung und aus verschiedenen spezialisierten Aus- und Weiterbildungsstätten. Durch die Vernetzung all dieser Akteure soll es gelingen, herausragende Bauprojekte aus Holz anzustoßen, innovative Verbindungs- und Oberflächentechnologien zu entwickeln, aber auch neue, bedarfsorientierte Ausbildungszweige zu schaffen.


Quelle: Land Kärnten



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