Österreich: Raiffeisentag 2026 - Zukunft braucht junge Ideen

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Raiffeisentag 2026: Zukunft braucht junge Ideen
Foto: Sabine Klimpt
26 Jun 20:00 2026 von OTS Print This Article

Veranstaltung des ÖRV zeigt Wege für Innovation, Zusammenhalt und regionale Entwicklung auf – LH Mikl-Leitner, BM Hattmannsdorfer und StS Pröll unter den Ehrengästen

Der Österreichische Raiffeisentag, der alle zwei Jahre vom Österreichischen Raiffeisenverband (ÖRV) veranstaltet wird und zu dem Funktionäre und Führungskräfte von Raiffeisen Österreich zusammenkommen, fand heuer in Wien statt. Etwa 300 Spitzenvertreter aller Sparten und Bundesländern sind der Einladung von Generalanwalt Erwin Hameseder und Generalsekretär Johannes Rehulka ins Palais Niederösterreich heute, Freitag, gefolgt. Als oberste politische Repräsentanten gaben Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer der Raiffeisen-Familie die Ehre.

Der Raiffeisentag 2026 stand unter dem Motto „Zukunft braucht junge Ideen“ und widmete sich der Frage, wie junge Menschen, Innovation und gesellschaftlicher Wandel die Zukunft Österreichs, aber auch die Zukunft von Raiffeisen prägen können. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen junge Menschen, die Bedeutung von Eigeninitiative sowie die Rolle von Institutionen und Organisationen bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft.

Zum Auftakt diskutierten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer über die Förderung von Unternehmergeist, die Stärkung der Regionen und die Zukunft des genossenschaftlichen Modells. Dabei wurde insbesondere beleuchtet, wie junge Menschen bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt werden können und welche Rahmenbedingungen Innovation ermöglichen. Mikl-Leitner plädierte dabei für „ein Comeback der Zuversicht: Wir brauchen Menschen, die Mut und Ideen haben, bereit sind Verantwortung zu übernehmen und Leistung zu erbringen“, so die Landeshauptfrau. Auch Hattmannsdorfer sprach sich für ein Mindset aus, das Exzellenz und Leistungsbereitschaft ermöglicht.

Philosoph und Publizist Richard David Precht analysierte in seiner Keynote aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz, neuen Kommunikationsformen und veränderten Wertvorstellungen. Er ging auf die Frage ein, wie junge Menschen in Zeiten des Wandels erreicht und für die Zukunft gewonnen werden können. „Wichtig ist, das Verstehen zu lernen. Aus den Strapazen des Alltags gewinnt man gute Ideen. Die KI nimmt uns das Verstehen ab“, sprach sich Precht dafür aus, „die Schule der Urteilskraft und des Sinns der Freiheit“ nicht zu verlernen.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte der Direktor der Wiener Staatsoper, Bogdan Roš?i?. Unter dem Titel „Zukunft inszenieren“ zeigte er auf, wie traditionsreiche Institutionen junge Zielgruppen ansprechen können. Dabei gehe es um die Balance zwischen Bewahrung von Tradition und Offenheit für neue Ideen sowie um die Bedeutung von Innovation, Mut und zeitgemäßer Kommunikation, betonte er. „Oper ist wie Raiffeisen eine Institution, die eine Verbindung zu den Menschen sucht, die darüber hinausgeht, dass man nur Kunde ist“, so der Staatsopern-Direktor.

Mit dem Programmpunkt „Zug zum Tor: Junge Talente mit großen Zielen“ rückte der Raiffeisentag die nächste Generation in den Mittelpunkt. ÖFB-U17-Teamchef Hermann Stadler und Nachwuchsspieler Vasilije Markovic sprachen über Leistung, Motivation, Teamgeist und die Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung Ehrgeiz, Zusammenhalt und individuelle Stärken für die Entwicklung junger Talente haben.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem gesellschaftlichen Engagement von Raiffeisen. Im Rahmen des Raiffeisen Genius Award 2026 wurden innovative Projekte ausgezeichnet, die Lösungen für aktuelle Herausforderungen entwickelt haben. Die Bandbreite reichte von „Green Care“, das Landwirtschaft mit sozialen und gesundheitsfördernden Angeboten verbindet, über das Drohnenprojekt „AlmDrone“ zum Schutz von Tierleben und Biodiversität bis hin zur Initiative „Löwenmut“, die Kinder durch Resilienz- und Mobbingprävention stärkt. Mit 82 Einreichungen aus allen Bundesländern unterstreicht der Award die Innovationskraft und das Engagement in den Regionen.

Im Rahmen des Raiffeisentages fand auch die feierliche Übergabe von Erwin Hameseder an den am Vortag von der Generalversammlung neu gewählten Generalanwalt Erwin Tinhof statt. Hameseder war vier Jahre lang Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes und hat sich nicht mehr der Wahl gestellt. Er wurde mit der Raiffeisen-Nadel in Gold mit Diamanten, der höchsten Auszeichnung des ÖRV, für seine Verdienste und sein Engagement für Raiffeisen geehrt.


Quelle: OTS



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