Salzburg: Post investiert 55 Millionen Euro in ihr Walser Logistikzentrum

Slide background
v.l.n.r.: Walter Oblin (Generaldirektor Post AG), Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Barbara Potisk-Eibensteiner (Finanzvorständin Post AG) und Peter Umundum (Generaldirektor-Stellvertreter Post AG).
Foto: Post/Andreas Kolarik
20 Mär 12:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Spatenstich in Wals-Siezenheim für Ausbau / Paket-Sortierleistung wird verdreifacht / Zeitgemäße Arbeitsplätze für 300 Personen

(HP) In Wals-Siezenheim fand heute der Spatenstich zum Ausbau des Logistikzentrums der Österreichischen Post statt. Sie investiert 55 Millionen Euro, um das Gebäude auf dem bestehenden Grundstück zu erweitern und zu modernisieren. Künftig werden am Standort bis zu 24.000 Pakete pro Stunde sortiert, was einer Verdreifachung der Kapazitäten entspricht. Der Umbau erfolgt während des laufenden Betriebs – mit Unterstützung des Logistikzentrums in Thalgau – und soll Ende 2027 abgeschlossen sein.

Die Post investiert 55 Millionen Euro in ihr Walser Logistikzentrum. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler beim Spatenstich mit BM Wolfgang Hattmannsdorfer, Generaldirektor Walter Oblin, Finanzvorständin Barbara Potisk-Eibensteiner und Generaldirektor-Stv. Peter Umundum.

Beim heutigen Spatenstich für den Ausbau und die Modernisierung des Logistikzentrums der Österreichischen Post hält Landeshauptfrau Karoline Edtstadler fest: „Diese Investition in die zentrale Logistik-Drehscheibe der Post ist ein wichtiges Signal für Salzburg: Damit stärken wir den Wirtschaftsstandort, sichern Arbeitsplätze und modernisieren die Infrastruktur auf dem bestehenden Areal. Gleichzeitig unterstützen moderne Automatisierungslösungen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post bei ihrer Arbeit. Das Projekt steht für Innovationskraft und Nachhaltigkeit – verantwortungsvoll, effizient und im engen Schulterschluss mit der Gemeinde Wals-Siezenheim und der Wirtschaft.“

Das Projekt der Post im Überblick

  • Investition: 55?Millionen?Euro
  • Geplante Sortierleistung: 24.000 Pakete pro Stunde
  • Nutzfläche nach Ausbau: knapp 25.000?Quadratmeter
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: rund 300 am Standort
  • Besonderheit: Matrixsorter, hybride Fördertechnik, Automatisierung (AutoUnloader, Rollbehälter?Kipper)
  • Nachhaltigkeit: thermische Sanierung, 880?kWp Photovoltaik, Gründach, Fassadenbegrünung

Umbau im laufenden Betrieb

Das Logistikzentrum Salzburg nahm vor über 25 Jahren seinen Betrieb auf. Mittlerweile haben die Sortiermaschinen für Pakete und Briefe ihre Lebensdauer jedoch deutlich überschritten. Auch das Gebäude selbst ist laut Post zu klein geworden für die steigende Anzahl an Paketen und bietet den rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort keine zeitgemäßen Arbeitsplätze mehr. Im laufenden Betrieb wird nun ein Teil der Bestandsgebäude abgerissen, bevor ein neues Untergeschoß mit Tageslichteinfall sowie ein neues Erdgeschoß errichtet werden. Installiert wird ein hybrides Fördertechniksystem mit drei unterschiedlichen Sortieranlagen für Kleinpakete, normale Pakete und Sperrgutpakete.

Einzigartige und modernste Technik

Erstmals in Europa kommt zudem ein innovativer Matrixsorter zum Einsatz: Während klassische Sortieranlagen mit umlaufenden Förderwagen arbeiten, die Sendungen aufnehmen und an definierten Zielstellen ausschleusen, basiert der Matrixsorter auf einem feinmaschigen Netz aus Förderlinien mit mehreren aktiven Sortierpunkten. Pakete können dadurch an nahezu jeder Stelle des Systems gezielt umgeleitet werden. Der Matrixsorter ermöglicht so eine hohe Flexibilität, benötigt weniger Platz und ist aufgrund seiner dezentralen Struktur besonders ausfallsicher.

Wirtschaftsstandort Salzburg wird gestärkt

Neben Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Vertreterinnen und Vertretern der Post wie Walter Oblin, Peter Umundum und Barbara Potisk-Eibensteiner war auch Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, beim Spatenstich in Wals-Siezenheim. „Investitionen in die Infrastruktur der Österreichischen Post sind eine gute Nachricht für unseren Wirtschaftsstandort. Denn ein starker Standort braucht eine ausgebaute, moderne und verlässliche Logistik. Gerade deshalb ist dieses Engagement so wichtig. Ich danke der Österreichischen Post für dieses klare Bekenntnis zum Standort und für ihre Rolle als starke und verlässliche Partnerin im ÖBAG-Verbund“, so der Bundesminister.

300 wertvolle Arbeitsplätze

Das Logistikzentrum der Post in Wals-Siezenheim ist Arbeitsort für rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zur Unterstützung dieser setzt die Post auf moderne Automatisierungslösungen: Ein „AutoUnloader“ hilft beim automatischen Entladen von WAB-Wechselbrücken (Lkw-Behältern mit Stützbeinen) und wird durch vier Rollbehälter-Kipper ergänzt. Neben den modernisierten Arbeitsplätzen ist der Post beim Ausbau auch wichtig, keine neuen Flächen zu versiegeln, sondern direkt am rund 40.000 Quadratmeter umfassenden Betriebsgelände nachzuverdichten. Ein lichtdurchflutetes Untergeschoß erhöht die Nutzfläche des Logistikzentrums auf knapp 25.000 Quadratmeter.

Bekenntnis zu Nachhaltigkeit

Neben einem sorgsamen Umgang mit der Ressource Boden setzt die Post auch weitere konkrete Nachhaltigkeitsmaßnahmen um. „Wir nutzen das bestehende Grundstück bestmöglich und schaffen durch ein Untergeschoß und den Neubau zusätzliche Nutzflächen. Gleichzeitig investieren wir in moderne Arbeitsplätze und in ökologische Maßnahmen wie eine thermische Sanierung, Photovoltaik, ein Gründach und eine begrünte Fassade. Damit verbinden wir betriebliche Effizienz mit einem klaren Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Flächennutzung“, so Barbara Potisk-Eibensteiner, Finanzvorständin der Post.


Quelle: Land Salzburg



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg