Bruck an der Mur: Polizisten mit Messer bedroht

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13 Aug 19:52 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Polizisten nahmen Mittwochvormittag, 12. August 2020, einen 66-Jährigen fest. Er steht unter anderem im Verdacht, seinen Nachbarn sowie einschreitende Polizisten mit einem Messer bedroht zu haben und widersetzte sich in der Folge der Amtshandlung.

Kurz nach 10.00 Uhr beabsichtigten Polizisten an der Wohnadresse des 66-jährigen Niederländers aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag Ermittlungen zu tätigen, nachdem dieser kurz zuvor seinen aus Syrien stammenden Nachbarn (36) mit einem Messer bedroht haben soll. Die Beamten konnten den polizeilich bekannten 66-Jährigen im Freien antreffen, wobei er – auf die Konfrontation mit dem Nachbarn angesprochen – plötzlich ein Jagdmesser aus einem Holster unter der Jacke zog. Nachdem er dieses offenbar in Angriffsabsicht nach oben hielt, forderte ein Polizist den 66-Jährigen mit gezogener Dienstpistole mehrmals auf, das Messer wegzulegen. Diesen Aufforderungen kam der Mann letztlich auch nach.

Bei der anschließenden Festnahme und dem Versuch den 66-Jährigen zu fixieren, setzte sich dieser mit erheblicher Körperkraft zur Wehr. Dabei versetzte er auch einem Polizisten einen Kopfstoß, der Beamte blieb jedoch unverletzt. Ein nach Überstellung auf die Dienststelle durchgeführter Alkotest ergab eine leichte Alkoholisierung des 66-Jährigen. Er erlitt bei der Festnahme leichte Verletzungen in Form von kleineren Abschürfungen. Polizisten stellten das Jagdmesser sowie eine Armbrust bei ihm sicher und sprachen ein vorläufiges Waffenverbot sowie ein Betretungs- und Annäherungsverbot gegen den Mann aus.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Nötigung und des Widerstandes gegen die Staatsgewalt laufen. Außerdem haben Beamte Ermittlungen wegen mehrfacher Sachbeschädigung sowie des Verdachts von Übertretungen nach dem Verbotsgesetz aufgenommen, zudem der 66-Jährige mehrfach Wände in der Innenstadt von Bruck an der Mur, unter anderem mit Hakenkreuzen, besprüht haben soll.

Der 66-Jährige wird nach Abschluss der Ermittlungen in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.



Quelle: LPD Steiermark



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