Österreich: Polizei verstärkt Verkehrsüberwachung zu Pfingsten

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Polizei verstärkt Verkehrsüberwachung zu Pfingsten
Foto: BMI
22 Mai 18:42 2026 von OTS Print This Article

Karner: Raser und Drängler aus dem Verkehr ziehen – überwacht werden neben Ausflugsstrecken auch Reiserouten

Die Polizei erwartet am Pfingstwochenende ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und überwacht in Abstimmung mit den zuständigen Verkehrsbehörden von Freitag, 22. Mai 2026, bis einschließlich Dienstag, 26. Mai 2026, verstärkt den Reise- und Ausflugsverkehr.

Raser und Drängler aus dem Verkehr ziehen

Auf Motorradstrecken wird es gezielte Schwerpunkte geben. Gegen Raser und Drängler sowie Alkohol- und Drogenlenker wird konsequent eingeschritten. „Der Auftrag an die Polizei ist klar: Raser und Drängler aus dem Verkehr ziehen, um jene zu schützen, die sich an die Regeln halten“, hielt Innenminister Gerhard Karner fest.

Am Pfingstwochenende werden verstärkt Polizistinnen und Polizisten für verkehrspolizeiliche Kontrollen im ganzen Bundesgebiet eingesetzt. „Es wird Schwerpunkteinsätze in allen Bundesländern geben, neben den Hauptverkehrs- und Transitrouten wird dies vor allem unfallträchtige Strecken, beliebte Ausflugsstrecken sowie den Nah- und Freizeitverkehr, auch im untergeordneten Straßennetz, betreffen“, betonte Bundespolizeidirektor Michael Takács.

Einsatz technischer Möglichkeiten

Den Polizistinnen und Polizisten stehen dazu 2.500 Einsatzfahrzeuge, 400 Motorräder, 100 Zivilstreifenfahrzeuge mit Videonachfahreinrichtung, 430 stationäre und mobile punktuelle Geschwindigkeitsanlagen, zehn stationäre Section-Control-Anlagen, 1.247 Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, elf Abstandsmesssysteme, 1.385 Alkomaten und 1.429 Alkoholvortestgeräte, 86 Mopedprüfstände und 51 Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen („Ampelradar“) zur Verfügung.

Bilanz des vergangenen Jahres

Im vergangenen Jahr wurden am Pfingstwochenende von Freitag bis einschließlich Pfingstmontag bei 477 Verkehrsunfällen mit Personenschaden 558 Menschen verletzt und zwei getötet. Im Jahr 2024 wurde eine Person tödlich verletzt, im Jahr 2023 kamen drei und im Jahr 2022 vier Menschen ums Leben. In den Jahren 2021 und 2024 wurde mit je einem Todesopfer das bisher absolut niedrigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten am Pfingstwochenende in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) beklagt werden.

Während des Pfingstwochenendes 2025 wurden 62.877 Kraftfahrzeuglenkerinnen und -lenker wegen Überschreitung der höchstzulässigen Geschwindigkeit beanstandet. 364 Fahrzeuglenkerinnen und -lenker wurden wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt, weitere 96 Drogenlenkerinnen und -lenker mussten sofort aus dem Verkehr gezogen werden. 274 Lenkerinnen und Lenkern wurde der Führerschein im Vorjahr am Pfingstwochenende vorläufig abgenommen. Sieben Kraftfahrzeuge wurden zu Pfingsten 2025 infolge extremer Geschwindigkeitsüberschreitungen von der Bundespolizei vorläufig beschlagnahmt.

Polizei appelliert an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer

  • Beachten Sie die Geschwindigkeits- und Alkohollimits und verzichten Sie auf Drogen. Verstöße können nicht nur zu hohen Geldstrafen und Führerscheinentzug führen, sondern bei einem Unfall auch zu großem Leid.
  • Fahren Sie nie über Ihre Verhältnisse, schon ein kleiner Fahrfehler oder eine kurze Unaufmerksamkeit können einen schweren Unfall auslösen.
  • Halten Sie den entsprechenden Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und gehen Sie beim Überholen kein Risiko ein.
  • Seien Sie partnerschaftlich und rücksichtsvoll im Straßenverkehr unterwegs. Damit leisten Sie jenen Beitrag zur Sicherheit im Verkehr, den Sie zu Recht auch von anderen fordern.

Quelle: OTS



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