Wien: Operation "Psycho": Rund eine Tonne Cannabiskraut in Wien sichergestellt

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Foto: Landespolizeidirektion Wien
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11 Jun 17:34 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Ermittler des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, Gruppe FREY, haben im Rahmen der Operation "Psycho" eine mutmaßlich kriminelle Vereinigung ausgeforscht, die im Verdacht steht, in Wien-Liesing eine hochprofessionelle Indoor-Cannabisplantage betrieben und große Mengen Cannabiskraut verkauft zu haben.

Die Ermittlungen begannen Ende 2024. Im Zuge umfangreicher operativer Maßnahmen konnte eine rund 3.200 Quadratmeter große Halle in Wien-Liesing als Produktionsstandort identifiziert werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sollen die Hauptverdächtigen eine bestehende Infrastruktur eines früheren CBD-Betriebs übernommen und für die illegale Produktion von THC-haltigem Cannabiskraut genutzt haben.

Am 9. September 2025 erfolgte ein koordiniertes Einschreiten gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Wien, der WEGA und weiteren Einsatzkräften. Dabei wurden in der Halle neun mutmaßliche Arbeiter festgenommen. Sie sollen als sogenannte "Gärtner" tätig gewesen sein und sich unrechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten haben (Sta.: Serbien, Bosnien).

Landespolizeivizepräsident, General Dieter Csefan, zu dem Ermittlungserfolg: "Wer glaubt, dass Cannabiskriminalität ein Kavaliersdelikt ist, verkennt die Realität der organisierten Kriminalität, wie dieser herausragende Ermittlungserfolg zweifellos zeigt."

Insgesamt wurden rund eine Tonne Cannabiskraut mit einem geschätzten Verkaufswert von etwa 4,5 Millionen Euro sowie rund 1,4 Millionen Euro Bargeld, Gold, Wertgegenstände, gefälschte Ausweise und eine zur Fahndung ausgeschriebene Glock-Pistole sichergestellt. Darunter befanden sich 9.720 Cannabispflanzen, rund 300 Kilogramm bereits geerntetes Cannabiskraut sowie rund 500 Kilogramm verkaufsfertige Ware aus Lagerräumen.

Drei Hauptverdächtigen im Alter von 42, 46 und 55 Jahren (Stbg.: Österreich) wird vorgeworfen, die Produktion, Lagerung, Personalrekrutierung, Distribution und den Verkauf organisiert zu haben. Einer der Beschuldigten wurde in Kroatien festgenommen und im Februar 2026 nach Österreich ausgeliefert.

Der Name der Operation "Psycho" geht auf den Spitznamen eines Hauptverdächtigen zurück, der im Täterumfeld aufgrund seines auffallend kontrollierenden Verhaltens als "Psychonaut" bezeichnet worden sein soll.


Quelle: LPD Wien



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