Wien: Neues Citybuskonzept - In neun Minuten vom Stephansplatz zum Augarten 

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Citybus-Konzept
APA/Wiener Linien
03 Sep 17:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Ab 7. September verbindet der 2A die Wiener Innenstadt direkt mit Karmelitermarkt und Augarten – auch die Linie 3A erhält eine neue Route. Moderne E-H2-Busse ermöglichen eine flexiblere Linienführung. 

Einkaufen am Stephansplatz, danach auf einen Kaffee am Karmelitermarkt und einen gemütlichen Spaziergang im Augarten – ab 7. September liegen zwischen diesen drei beliebten Orten nur wenige Busminuten. Dank des neuen Citybuskonzepts, das die Wiener Linien gemeinsam mit den Bezirken erarbeitet haben, erhält die Linie 2A eine neue Route und fährt künftig vom Stephansplatz über Schwedenplatz und Karmelitermarkt bis zum Augarten und retour. Damit ist das grüne Naherholungsgebiet im zweiten Bezirk vom Stephansplatz innerhalb von nur neun Minuten erreichbar.

Das neue Citybuskonzept bringt noch weitere Verbesserungen für die Fahrgäste: Der 3A übernimmt teilweise Stationen der Linie 2A und bindet das?Wohngrätzl?rund um die Seilerstätte besser an. Ausgehend von seiner bisherigen Route?fährt der 3A über den Schwarzenbergplatz bis zur neuen Endhaltestelle bei der Oper. Die Linie 1A wird weiterhin auf?ihrer?gewohnten Strecke unterwegs sein.?Ab Frühjahr 2027 wird zudem der 57A?bis zur Oper?verlängert. Dort können die Fahrgäste zur?Öffi-Knotenstation Oper/Karlsplatz wechseln.?

Neue Routen dank moderner Antriebstechnik

„Unser Ziel ist, dass die Menschen in Wien ihre täglichen Wege möglichst einfach, bequem und umweltfreundlich zurücklegen können. Ein starkes öffentliches Verkehrsangebot ist dafür eine zentrale Grundlage und trägt wesentlich zur hohen Lebensqualität in Wien bei. Mit dem neuen Citybuskonzept entwickeln wir dieses Angebot gezielt weiter und schaffen zusätzliche Möglichkeiten, auch kürzere Wege in der Stadt unkompliziert mit den Öffis zurückzulegen“, betont Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

„Wir entwickeln unser Öffi-Netz laufend weiter und setzen gezielt dort an, wo wir Verbindungen für unsere Fahrgäste noch einfacher und komfortabler gestalten können. Mit dem neuen Citybuskonzept optimieren wir Linienführungen und Umsteigemöglichkeiten und schaffen spürbare Verbesserungen – zum Beispiel mit der neuen Verbindung des 2A zwischen Innenstadt, Karmelitermarkt und Augarten“, so Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien.

Insgesamt wurden für das neue Citybuskonzept 17?Haltestellen?neu?errichtet?oder adaptiert.?Bei der Planung wurde außerdem darauf geachtet, dass die Öffis von beliebten Fiaker-Routen getrennt werden. So kommen die Citybusse nicht nur schneller voran, sondern werden für die Fahrgäste auch noch zuverlässiger.?Die Intervalle und Betriebszeiten der Innenstadtbusse werden?im Rahmen des neuen Citybuskonzepts geringfügig angepasst.

Möglich wird das neue Citybuskonzept auch durch die neueste Antriebstechnologie der Busse, welche eine flexible Routenführung erlaubt.?Seit September 2025 haben zehn elektrobetriebene Wasserstoff-Busse die bisherigen Elektrobusse auf den Linien 2A und 3A ersetzt. Mit der Kombination von Elektromobilität und Wasserstoff-Technologie können die modernen?Rampini-Busse?den ganzen Tag ohne Nachladen?unterwegs sein. Die?neuen E-H2-Busse verlängern die Reichweite des Elektromotors mithilfe einer Wasserstoff-Brennzelle, die während der Fahrt neue elektrische Energie erzeugt.?Damit ist?in der Innenstadt keine Ladeinfrastruktur mehr nötig.?

„Mit einer veränderten Streckenführung und emissionsfreier Wasserstoff-Technologie holen wir das Maximum aus den Citybussen heraus und sparen den Fahrgästen täglich wertvolle Minuten. Wir trennen die Routen vom Bus- und Fiaker-Verkehr, umfahren alte Nadelöhre und sichern pünktliche Verbindungen in den Grätzln. Dass dieses Konzept so gut funktioniert, verdanken wir dem großartigen Einsatz unserer Bezirksrätinnen und Bezirksräte direkt vor Ort", sagt Angelika Pipal-Leixner, Mobilitätssprecherin NEOS Wien.

„Das neue Citybuskonzept macht Wien im Kleinen größer: kürzere Wege zwischen City und Nachbarbezirken, leichteres Umsteigen, verlässlichere Fahrzeiten. Sobald 2A, 3A sowie 57A näher an Wohngebiete, Knotenpunkte und den Augarten rücken, läuft der Alltag runder – leise und sauber, getragen von E-H2-Bussen; so wird allmählich eine beruhigte Innenstadt möglich, die Wiener*innen spürbar Zeit zurückgibt. Öffentliche Verkehrsmittel sind Wiens Kreislauf: Sie bringen Kinder, Pendler*innen, Senior*innen und Besucher*innen verlässlich durch die Stadt, unabhängig vom Geldbörsel. Gerade in einer wachsenden Metropole schaffen starke Öffis Freiheit im Alltag, sparen Platz auf den Straßen und senken Emissionen, ohne jemanden auszuschließen und ermöglichen Teilhabe,“ sagt Gemeinderat Josef Taucher, Klubvorsitzender der Wiener SPÖ im Rathaus.

Konkrete Verbesserung im Alltag

„Mit den neuen Linienführungen des 2A und 3A setzen wir gemeinsam mit der Stadt und den Wiener Linien einen wichtigen Schritt für eine noch bessere öffentliche Verkehrsanbindung in der Inneren Stadt. Besonders freut mich, dass das Grätzel rund um die Seilerstätte durch die Erweiterung des 3A künftig besser und direkter an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden ist. Davon profitieren die Menschen, die hier leben und arbeiten, ebenso wie unsere zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Der Start der neuen Linien ist zugleich ein schöner Anlass zum Feiern: Am Samstag, 12. September, können die Wienerinnen und Wiener bei kostenlosen Sonderfahrten mit historischen Bussen das 50-jährige Jubiläum der Citybusse erleben. Auch wir als Bezirk sind mit einem Infostand am Stephansplatz dabei. Dort informieren wir die Innenstädterinnen und Innenstädter über die neuen Verbindungen und stehen für Fragen und Anliegen zur Verfügung“, so Markus Figl, Bezirksvorsteher der Inneren Stadt.

„Für die Leopoldstadt ist das eine ganz konkrete Verbesserung im Alltag: Mit dem neuen 2A rücken Stephansplatz, Karmelitermarkt und Augarten noch näher zusammen. Gerade für unseren Bezirk ist es wichtig, dass wir nicht nur innerhalb der Leopoldstadt gut unterwegs sind, sondern auch schnell und direkt mit der Innenstadt verbunden sind. Dass das künftig in nur neun Minuten vom Stephansplatz bis zum Augarten möglich ist, zeigt, wie attraktiv und praktisch öffentlicher Verkehr in einer wachsenden Stadt sein kann“, sagt Alexander Nikolai, Bezirksvorsteher für den 2. Bezirk.

„Auch für Mariahilf bringt das neue Citybuskonzept eine spürbare Verbesserung: Bis 2027 wird der 57A bis zur Oper verlängert und bindet Mariahilf damit direkt an den U-Bahn-Knotenpunkt Karlsplatz an. Bereits ab 5. September wird mit der neuen Haltestelle in der Gfrornergasse ein vielfach geäußerter Wunsch der Bevölkerung erfüllt. Beide Maßnahmen zeigen, dass die Anliegen unseres Bezirks bei der Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs berücksichtigt werden“, betont Julia Lessacher, Bezirksvorsteherin für den 6. Bezirk.


Quelle: Stadt Wien



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