Salzburg: Neue Züge für die Salzburger Lokalbahn

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Foto: Tricon AG
09 Aug 10:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Land bestellt mit fünf weiteren Partnern über 500 Garnituren / Dadurch Einsparung bei Kauf und Erhaltung / Nächster Schritt in Richtung Regionalstadtbahn

(LK) Bei der Salzburger Regionalstadtbahn geht es im Moment Schritt für Schritt voran. Die in die Jahre gekommenen Triebwägen auf der Strecke der Salzburger Lokalbahn (SLB) werden durch neue „Tram-Trains“ ersetzt und ergänzt. „Wir müssen dringend vorsorgen und neue Züge bestellen, um die Lokalbahn zukunftsfit zu machen und uns für die Regionalstadtbahn vorzubereiten. Indem wir gemeinsam mit Partnern aus Oberösterreich und Deutschland bestellen, sparen wir bis zu einer Million Euro pro Fahrzeug“, betont Landesrat Stefan Schnöll.

Der Tram-Train ist ursprünglich eine Karlsruher Erfindung. Fahrgäste können umsteigefrei aus der Region direkt in die Innenstadt fahren. Sechs Verkehrsunternehmen, darunter die Länder Salzburg und Oberösterreich, haben gemeinsam 504 Regionalstadtbahn-Fahrzeuge ausgeschrieben. Neben Fahrzeugentwicklung, -produktion und -zulassung ist auch ein bis zu 32 Jahre angelegter Instandhaltungsvertrag mit dem Hersteller Teil der Ausschreibung.

Attraktive Mobilität der Zukunft

Das Gesamtprojektvolumen aller Partner beträgt rund vier Milliarden Euro. Im Juli 2024 erwartet der Ausschreibungspartner Saarbahn, wo eine Regionalstadtbahn so wie bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe bereits seit Jahren fährt, die ersten vier Vorserienfahrzeuge. Die vier anderen Betreiber führen solche Verbindungen zwischen Stadt und Region neu ein und profitieren von den erfahrenen Partnern. „Damit blicken wir in eine attraktive Zukunft vor allem im Sinne des Komforts der Öffi-Nutzer. Die ersten Fahrzeuge erwarten wir 2026 in Salzburg“, betont Landesrat Stefan Schnöll.

Daten und Fakten zum Tram-Train für Salzburg

  • Bestellte Garnituren: 20 (+ 5 auf Option) für Salzburg, 504 (alle sechs Partner)
  • Länge: 37 Meter
  • Komfortzone im Mittelteil
  • Stromversorgung: 750 Volt, an die 1.000 Volt-Infrastruktur der SLB angepasst
  • Preisvorteil durch gemeinsame Ausschreibung: bis zu 25 Prozent
  • SLB-Fuhrpark: älteste Triebwagen aus 1983, Konstruktion aus den 1970ern.

Quelle: Land Salzburg



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