Wien: Neue Bestimmungen für E-Mopeds - Wiener Polizei und Stadt Wien ziehen erste Bilanz
Zeit: 06.10.2026, 10:00 Uhr
Mit den neuen Bestimmungen für E-Mopeds gelten in Wien klare Regeln für die Nutzung dieser Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum. Bei einem gemeinsamen Medientermin informierten heute der Landespolizeipräsident in Wien, Dr. Gerhard Pürstl, der Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien, Walter Hillerer, sowie die interimistische Leiterin der Landesverkehrsabteilung Wien, Oberst Andrea Anders, über die neuen Vorgaben und zogen eine erste Bilanz der bisherigen Kontrollen.
Im Fokus stehen insbesondere die Verkehrssicherheit, die vorschriftsmäßige Nutzung von E-Mopeds sowie die Kontrolle von Fahrzeugen, die nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.
Landespolizeipräsident Dr. Gerhard Pürstl betont: "Klare Regeln schaffen Sicherheit – und diese Regeln gelten für alle Verkehrsteilnehmer. Die Wiener Polizei wird daher auch weiterhin konsequent kontrollieren und dort einschreiten, wo die Verkehrssicherheit gefährdet oder gesetzliche Bestimmungen nicht eingehalten werden."
Auch die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien sieht in den neuen Bestimmungen einen wichtigen Schritt zur Erhöhung der Sicherheit im öffentlichen Raum. "Radwege sind keine Ausweichstrecken für Kraftfahrzeuge. Mit der neuen Regelung wird einem festgestellten wachsenden Gefahrenpotenzial endlich ein Riegel vorgeschoben. Gemeinsam mit der Wiener Polizei werden wir streng, unangekündigt und zu unterschiedlichen Zeiten kontrollieren. Wer die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllt, darf nicht weiterfahren und wird angezeigt. Manipulierte E-Mopeds sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein Sicherheitsrisiko. Unser gemeinsames Ziel ist klar: Mehr Sicherheit für alle im öffentlichen Raum," ergänzt Walter Hillerer.
Die interimistische Leiterin der Landesverkehrsabteilung Wien, Oberst Andrea Anders, zog erste Bilanz über den ersten Schwerpunkt der Landesverkehrsabteilung Wien, "Die Einhaltung der neuen Bestimmungen wird von der Verkehrspolizei als auch von den Kolleginnen und Kollegen in den Stadtpolizeikommanden regelmäßig kontrolliert. Neben gezielten Schwerpunktaktionen werden E-Mopeds auch im täglichen Streifendienst verstärkt überwacht."
Im Zuge eines ersten großen Schwerpunktes wurden sechs E-Moped Lenker wegen Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen angezeigt.
Darüber hinaus wurden acht E-Scooter auf einem mobilen Rollenprüfstand hinsichtlich ihrer Bauartgeschwindigkeit kontrolliert. Lediglich ein Fahrzeug entsprach den gesetzlichen Vorgaben. Bei den übrigen sieben Fahrzeugen wurden Geschwindigkeiten zwischen 49 km/h und 76 km/h festgestellt. Bei einem weiteren Fahrzeug wurde eine Leistung von 800 Watt statt den erlaubten 600 Watt festgestellt.
Insgesamt wurden im Rahmen des Schwerpunktes 146 Anzeigen erstattet und 177 Organmandate mit einer Gesamtsumme von 9.750 Euro ausgestellt. Einen Großteil der Verstöße machte die Missachtung des Rotlichts, Telefonierens bzw. Hantierens während der Fahrt sowie das Befahren von Gehsteigen und Fußgängerzonen aus.
Gemeinsames Ziel der Wiener Polizei und der Stadt Wien ist: klare Regeln, konsequente Kontrollen und mehr Sicherheit im öffentlichen Raum.
Dies zeigt auch eine Amtshandlung des Stadtpolizeikommandos Döbling am 02.10.2026:
Im Zuge des Streifendienstes wurden Beamte des Stadtpolizeikommandos Döbling auf einen 16-jährigen E-Moped-Lenker (StA.: Afghanistan) aufmerksam, der mit einem stark deformierten Fahrzeug unterwegs war. Der Lenker entzog sich zunächst der Anhaltung, wobei er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mehrere Verwaltungsübertretungen beging.
Nach der Anhaltung wurde mittels Mopedrollentest eine Höchstgeschwindigkeit von 47 km/h festgestellt. Zudem befand sich das E-Moped in äußerst desolatem Zustand; nahezu die gesamte Verkleidung war mit Klebeband fixiert.
Der Lenker wurde mehrfach angezeigt.
Wien rollt sicher – Ein Erklärvideo mit den wichtigsten gesetzlichen Änderungen:
https://youtu.be/8lazUOmzh-M
Quelle: LPD Wien
