Nächster Schritt: Kampf dem Mikroplastik

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Nächster Schritt: Kampf dem Mikroplastik
Foto: Hubert Seiringer
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Nächster Schritt: Kampf dem Mikroplastik
Foto: KBVÖ
09 Jul 05:00 2019 von OTS Print This Article

KBVÖ-Obmann Hubert Seiringer für umweltschonende Alternativen zu Verpackungsplastik für Lebensmittel

Wien (OTS) - Nach dem im Nationalrat einstimmig beschlossenen Plastiksackerl-Verbot ab 2021 fordert Hubert Seiringer, Obmann des Kompost- und Biogas Verband Österreich (KBVÖ), den nächsten Schritt: den Kampf gegen Mikroplastik. „Wir brauchen gezielte Vorhaben zur Mikroplastikvermeidung wie die Etablierung von umweltschonenden Alternativen zu Verpackungsplastik für Lebensmittel. Nur wenn die Politik den eingeschlagenen Weg fortführt, schaffen wir eine spürbare Umweltentlastung“, sagt Seiringer.

Einheitliche Kennzeichnung biologischer Alternativen für fruchtbare Böden

Als einen weiteren Schritt zur Umweltentlastung nennt Seiringer, die einheitliche Kennzeichnung für die Mehrfachnutzung von abbaubaren Sackerln. „Eine bundesweit einheitliche Kennzeichnung für abbaubare Sackerl erhöht die Chance, dass diese mehrfach genutzt und zum Schluss auch für die sinnvolle Bio-Abfall-Sammlung eingesetzt werden. Abbaubare Sackerl wie das Bio-Kreislauf-Sackerl sind für die Mehrfachnutzung (Einkauf, Aufbewahrung, Bioabfallsammlung) geeignet und verschmutzen langfristig nicht die Umwelt, sollten sie unsachgerecht entsorgt werden.

„Es ist nun an der Zeit, simple Grundlagen für eine Systemänderung zu schaffen“, meint Seiringer. „Humusreiche und somit fruchtbare Böden sind die Grundlage für jegliches Leben auf diesem einzigartigen Planeten Erde. Durch Maßnahmen, wie die einheitliche Kennzeichnung von abbaubaren Knotenbeutel, gelangt mehr wertvoller Humus durch getrennte Bioabfallsammlung in unsere Böden. Damit binden wir enorme CO2-Mengen und machen unsere Böden klimafit“, so Seiringer.

Weitere Informationen unter: www.biosackerl.at

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Das breit angelegte „Bündnis für das österreichische Bio-Kreislauf-Sackerl“ wurde vom Kompost & Biogas Verband Österreich ins Leben gerufen und wird bereits von vielen Partnern unterstützt. Die Partner in alphabetischer Reihenfolge: ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, Bio Austria, Burgenländischer Müllverband, First Zero Waste & Organic Cycle Organisation, Institut für Abfallwirtschaft (ABF-BOKU), Kompost & Biogas Verband Österreich, Land Kärnten, Land Niederösterreich, Umwelt Land Oberösterreich, Land Steiermark Lebensressort, Land Tirol, Landwirtschaftskammer Österreich, NÖ Landesfischereiverband, NÖ Umweltverbände, Ökoregion Kaindorf, Ökosoziales Forum Österreich, Österreichischer Alpenverein, der Verband Abfallberatung Österreich sowie Zero Waste Austria.

Der Kompost- und Biogasverband Österreich steht für die organische Kreislaufwirtschaft, die technologisch möglich, ökologisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll ist. Der Schutz der Böden und des Wassers, die Klimavorsorge und die Bestrebungen in der Politik eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise in der Gesellschaft zu verankern, bestimmen unser Tätigkeitsfeld. Humusaufbau, Bioenergie und Kohlenstoffbindung sind die Themen unserer Zeit. In diesem Sinne vertritt der Kompost- und Biogasverband Österreich die Interessen Aller und setzt dabei auf Information und Weiterbildung um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.


Quelle: OTS



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