Niederösterreich: Nach zwei Jahren Pause - Ab Hof-Messe und Wieselburger Messe eröffnet

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Niederösterreich

12 Mai 18:14 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Mikl-Leitner: „Beeindruckende Leistungsschau, die uns vor Augen führt, was Landwirtschaft und Forstwirtschaft leisten“

Bedingt durch die Corona-Pandemie fand zwei Jahre lang die Wieselburger Messe nicht statt. Am heutigen Donnerstag wurde die diesjährige Ab Hof-Messe und die Wieselburger Messe von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Niederösterreichs Landwirtschaftskammer-Präsident Johannes Schmuckenschlager und Messepräsident Uwe Scheutz eröffnet.

„Wenn wir heute hier zusammenkommen, dann müssen wir sagen, dass wir das in äußerst herausfordernden Zeiten tun. Herausfordernde Zeiten mit Unsicherheiten und ganz vielen Fragezeichen“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und sprach damit die sicherheitspolitischen Unsicherheiten an aufgrund des Ukraine-Krieges, die wirtschaftspolitischen Herausforderungen aufgrund der Teuerung sowie gesundheitspolitische Herausforderungen, weil man nicht wisse, wie lange das Coronavirus eine Atempause vergönne. Vor allem die Pandemie und der Krieg haben Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. „Es wird uns vor Augen geführt, wie abhängig wir von weltweiten Entwicklungen und Lieferketten sind, wie fragil diese Lieferketten sind und wie wichtig es daher ist, produzierende Unternehmen bei uns in Österreich, vor allem auch in Niederösterreich zu haben. Und zu den wichtigsten produzierenden Unternehmen gehören die Landwirte“, sagte sie. Umso wichtiger sei es, dass man heute ein starkes Signal der Land- und Forstwirtschaft aussenden könne. „Dass wir heute die Wieselburger Messe und die Ab Hof Messe eröffnen können“, führte die Landeshauptfrau aus.

Dieses „Messedoppel“ stelle für Mikl-Leitner eine „beeindruckende Leistungsschau dar, die uns vor Augen führt, was unsere Landwirtschaft und Forstwirtschaft leisten. Wenn Corona etwas Positives gehabt hat, dann ist es die gestiegene Wertschätzung für unsere Landwirte.“ Zugleich betonte sie, dass die Landwirte nicht nur die Lebensmittelproduktion garantieren und Verantwortungsträger für gepflegte Landschaften, sondern auch große Innovatoren und Investoren seien. „Sie sind der beste Beweis, dass sich Tradition und Innovation nicht ausschließen. Dass Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Innovation in ihren Händen liegen“, unterstrich die Landeshauptfrau und verwies darauf, dass man sich bei den 450 Ausstellerinnen und Ausstellern selbst davon überzeugen könne. „Die Wieselburger Messe ist der Marktplatz voller Kompetenz, auf dem man sich wertvolle Tipps und Ideen von Expertinnen und Experten holt und versucht, diese zu Hause umzusetzen“, so Landeshauptfrau Mikl-Leitner.

Die Messe zeige laut der Landeshauptfrau auf, „wofür Land- und Forstwirtschaft stehen, wie sie schmeckt und wie sie sich weiterentwickelt. Darüber hinaus steht die Messe aber auch fürs Zusammenkommen, ins Gespräch kommen und das Miteinander. Gerade in Zeiten wie diesen braucht es nicht weniger, sondern ein Mehr an Miteinander.“

Im Hinblick auf die Teuerung meinte die Landeshauptfrau, dass die Bäuerinnen und Bauern volle Unterstützung brauchen, wenn es um die Betriebsmittel gehe. Man sei in intensiven Gesprächen und sie sei fest davon überzeugt, dass zeitnah ein ganz „klares Paket kommen wird.“ LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sprach von „momentan keinen einfachen Zeiten. Zwei Dinge braucht es für die Landwirtschaft:Erstens: Die Europäische Union muss umdenken, denn es braucht nicht weniger an Lebensmittelproduktion, sondern mehr. Jeder Quadratmeter muss dafür genutzt werden. Zweitens braucht es einen Teuerungsausgleich, weil die Betriebsmittel teurer geworden sind.“ Der Wieselburger Messe wünsche er einen „super Neustart. Die Wieselburger Messe ist wieder zurück, das freut mich als Wieselburger ganz besonders.“ Weiters unterstrich er, dass der ländliche Raum der große Gewinner der Pandemie sei. Während man früher dafür belächelt worden sei, sei nun das Gegenteil der Fall. Niederösterreichs Landwirtschaftskammer-Präsident Johannes Schmuckenschlager sei erfreut, dass „wir Gott sei Dank noch Bäuerinnen und Bauern in Niederösterreich haben. Sie sind tätig und das sichert uns die Lebensmittelsicherheit.“ Die Landwirte seien sich ihres Versorgungsauftrages bewusst.

Uwe Scheutz, der heute die letzte Wieselburger Messe in seiner Funktion als Messepräsident eröffnete, meinte: „Nach zwei Jahren pandemiebedingter Ruhe ist es eine ganz besondere Freude, mit einem fulminanten Programm unsere Gäste zu begrüßen. Das ‚Gemischte Doppel‘ mit Ab Hof Messe und Wieselburger Messe ist das Beste aus zwei Welten. Das Messeprogramm ist umfangreich und informativ.“ Im Zuge der Eröffnung fand auch zum 20. Mal die Prämierung des „Kasermandl in Gold“ statt. Darüber hinaus wurden die Preisträger des „Goldenen Stanitzel“ ausgezeichnet. Zum Produzenten des Jahres in der Kategorie „Das goldene Stamperl“ wurde Obstkulinarium Pohler Wilhelm ausgezeichnet.

Details zu den Prämierungen gibt es unter:https://www.messewieselburg.at/produktpraemierung/


Quelle: Land Niederösterreich



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