Linz: Monatelanger Schwerpunkt führt zu massivem Schlag gegen die Suchtgiftszene
Aufgrund einer deutlich wahrnehmbaren Häufung von Suchtgifthandel sowie begleitender Eigentums- und Gewaltkriminalität im Bereich der Kremplstraße in Linz wurde durch das zuständige Kriminalreferat im September 2025 ein umfassender, strategisch geplanter Schwerpunkt ins Leben gerufen. Ziel war es, die dort gewachsenen Strukturen nachhaltig zu zerschlagen und die Sicherheit im betroffenen Stadtgebiet spürbar zu erhöhen.
Über mehrere Monate hinweg führten die Ermittlerinnen und Ermittler intensive kriminalpolizeiliche Maßnahmen durch. Dabei kamen sowohl offene als auch verdeckte Ermittlungsmethoden zum Einsatz. Die Vorgehensweise zeichnete sich durch hohe Professionalität, Ausdauer, akribische Analysearbeit und eine konsequente operative Umsetzung aus.
Die Ermittlungen ergaben, dass über die im Fokus stehenden Vertriebsstrukturen hinweg ein umfangreicher Suchtgifthandel betrieben wurde, durch den mutmaßlich Erlöse im siebenstelligen Eurobereich erzielt wurden.
Die Bilanz dieses groß angelegten Schwerpunkts ist äußerst beachtlich:
85 Beschuldigte wurden bislang festgenommen, gegen zehn weitere bestehen Festnahmeanordnungen der Staatsanwaltschaft Linz.
Neben den Suchtmitteldelikten konnten die Ermittler zahlreiche weitere strafbare Handlungen zur Anzeige bringen: acht Fälle von Geldwäscherei, zwei Raubdelikte, ein Widerstand gegen die Staatsgewalt, drei gefährliche Drohungen, eine Körperverletzung, acht Einbruchsdiebstähle und drei Urkundenunterdrückungen
Die Dimension des aufgedeckten Suchtgifthandels wird zudem durch die bisher vollzogenen Sicherstellungen bestätigt: rund 3,4 Kilogramm Cannabiskraut, 400 Gramm Kokain sowie 200 Gramm Heroin.
Zusätzlich wurden Vermögenswerte und Tatmittel Umfang sichergestellt, darunter rund 65.000 Euro Bargeld, 49 Mobiltelefone, mehrere Laptops und Tablets, ein PKW, Identitätsdokumente und Wertgegenstände. Weiters konnte umfangreiches Diebesgut, darunter Fahrräder, E-Scooter, Notebooks sowie diverse Handelswaren, aufgefunden und sichergestellt werden.
Ein wesentlicher Faktor für diesen nachhaltigen Erfolg war die enge und professionelle Zusammenarbeit verschiedener polizeilicher Einheiten. Vom uniformierten Streifendienst über spezialisierte Ermittlungsgruppen bis hin zu unterstützenden Fach- und Analyseeinheiten griff das gesamte polizeiliche Spektrum ineinander. Durch die abgestimmte Vorgangsweise, den kontinuierlichen Informationsaustausch sowie das gemeinsame operative Vorgehen konnte ein besonders wirkungsvoller und nachhaltiger Ermittlungserfolg erzielt werden.
Die gesetzten Maßnahmen führten zu einer deutlichen Schwächung der lokalen Suchtgiftszene und zu einer nachhaltigen Störung bestehender Vertriebsstrukturen. Insbesondere die konsequente Vermögensabschöpfung stellt sicher, dass kriminell erlangte Gewinne entzogen werden und somit die wirtschaftliche Grundlage für weitere Straftaten reduziert wird.
Dieser Ermittlungserfolg ist das Ergebnis engagierter, professioneller und beharrlicher Polizeiarbeit. Die eingesetzten Kräfte arbeiteten über Monate hinweg mit hoher Einsatzbereitschaft, großem Verantwortungsbewusstsein und ausgeprägtem Teamgeist.
Mit dieser Schwerpunktaktion wurde ein klares Zeichen gesetzt: Organisierter Suchtgifthandel und begleitende Kriminalität werden konsequent verfolgt. Die Sicherheit der Bevölkerung und die Lebensqualität im öffentlichen Raum stehen dabei im Mittelpunkt des polizeilichen Handelns.
"Mit diesem Erfolg ist uns ein großer Schlag gegen die organisierte Drogenkriminalität in Linz gelungen. Der Bereich rund um die Kremplstraße war einer der großen Hotspots in diesem Bereich. Mein großer Dank gilt allen eingesetzten Kolleginnen und Kollegen, der Staatsanwaltschaft Linz und dem Linzer Magistrat für die hervorragende Zusammenarbeit", sagte Landespolizeidirektor Andreas Pilsl im Rahmen einer Pressekonferenz am 20. März.
Quelle: LPD Oberösterreich
