Innsbruck: Mehrere Covid-19 Erkrankungen im Wohnheim Saggen

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Im ISD-Wohnheim Saggen wurde umgehend auf die positiven Covid-19-Fälle reagiert.
Foto: Stadt Innsbruck
07 Okt 17:46 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

ISD ergriffen sofort entsprechende Maßnahmen

Seit Anfang der Woche entwickelte sich im Wohn- und Pflegeheim Saggen ein Cluster von Covid 19-Fällen: In der Einrichtung der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) in der 158 Heimplätze zur Verfügung stehen und 112 MitarbeiterInnen tätig sind, wurden bis heute Früh insgesamt 38 positive Fälle bekannt. Betroffen sind nach derzeitigem Stand 20 BewohnerInnen und 18 MitarbeiterInnen (Pflegefach- und Reinigungskräfte). Bei Aufkommen der ersten Verdachtsmomente wurden lückenlose Tests unter den BewohnerInnen und dem Pflegepersonal angeordnet und durchgeführt – auf einzelne Ergebnisse wird noch gewartet.

Aktuell lässt sich sagen, dass es derzeit noch zu keinen dramatischen Krankheitsverläufen gekommen ist. Eine Person wurde aufgrund eine Lungenvorerkrankung in die Klinik Innsbruck gebracht. Die anderen positiven Getesteten sind symptomfrei bzw. weisen leichten Symptome auf.

Aufgrund der aktuell geltenden Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus wird das Wohnheim Saggen im Notbetrieb geführt. Die telefonische Erreichbarkeit ist weiterhin gegeben.

Aktuelle Maßnahmen im Detail

„Die Einrichtungsleitung ist im Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Von diesem wurde ein allgemeines Besuchsverbot angeordnet. Das Heimcafé wurde ebenfalls geschlossen. Sämtliche Mitarbeiter arbeiten aus Schutzgründen bereits durchgehend mit Masken der Klassifizierung FFP2“, teilt der ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner mit und weiter: „Die positiv getesteten Heimbewohner befinden sich in Einzelisolierung in ihren Zimmern. Diese werden ausschließlich von Pflegemitarbeitern und medizinischem Personal in Schutzkleidung betreten.

Alle anderen Heimbewohner wurden angehalten, sich möglichst in ihren Zimmern aufzuhalten.

„Unser Ziel muss es sein, den Schutz und die Versorgung der Risikogruppen zu garantieren. Wir setzen alles daran, die ISD-Geschäftsführung, die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal hier bestmöglich zu unterstützen, um der aktuell schwierigen Situation Herr zu werden“, betonen Bürgermeister Georg Willi und der ressortzuständige Vizebürgermeister Ing. Mag. Johannes Anzengruber Bsc.

Allgemeine Prävention und Vorbereitung

Seit dem Frühjahr hat man sich in den ISD Wohn und Pflegeeinrichtungen in denen derzeit rund 1.000 InnsbruckerInnen betreut werden bestmöglich auf das Eintreten einer derartigen Situation vorbereitet. Aktuellen für die BesucherInnen (Angehörige, Ehrenamtliche, etc.) aller ISD-Einrichtungen gelten umfassende allgemeine Hygienemaßnahmen wie etwa das ständige Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, die regelmäßige Händedesinfektion und natürlich auch die Wahrung des Mindestabstandes. Dasselbe gilt für externe Dienstleister (wie externe Physiotherapeuten, etc.). Besuche finden grundsätzlich nur im Bewohnerzimmer bzw. Freien statt, diese werden registriert und an Screening-Checkpunkten werden Krankheitssymptome abgefragt (Fieber messen). Generell ist der Zutritt zu den Einrichtung nur gesunden und symptomfreien Personen gestattet. Die allgemeinen Hygieneregeln wie das ständige Tragen von Masken usw. gelten selbstverständlich auch für die MitarbeiterInnen, die zusätzlich regelmäßig über die speziellen Hygienemaßnahmen sowie das Verhalten bei Krankheitssymptomen instruiert werden. KR


Quelle: Stadt Innsbruck



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