Mehr Wege, weniger Barrieren: Naturfreunde setzen Schwerpunkte bei Mountainbike und Inklusion

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Mehr Wege, weniger Barrieren: Naturfreunde setzen Schwerpunkte bei Mountainbike und Inklusion
Foto: Naturfreunde Österreich
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13 Jun 19:00 2026 von OTS Print This Article

Bundeskonferenz bestätigt Andreas Schieder und beschließt neuen Leitantrag

Die Bundeskonferenz der Naturfreunde Österreich setzte klare Schwerpunkte für die Zukunft des Bergsports: die Weiterentwicklung des Mountainbike-Angebots in Österreich sowie die Stärkung von Inklusion im Berg- und Klettersport.

„Unsere Aufgabe ist es, Naturerlebnisse möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Das bedeutet, neue Wege für Mountainbiker*innen zu öffnen und gleichzeitig Barrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen“, betonte Andreas Schieder, Vorsitzender der Naturfreunde Österreich.

Leitantrag stellt Weichen für die kommenden Jahre

Die Naturfreunde Österreich zählen mit ihren Hütten, Wegen, Kletterhallen und Freizeitangeboten zu den bedeutendsten Freizeit- und Naturschutzorganisationen des Landes. Im Rahmen der Konferenz verabschiedeten die Delegierten den Leitantrag, der die strategischen Schwerpunkte der Naturfreunde Österreich für die kommenden Jahre festlegt. In Rahmen einer Pressekonferenz wurden die zentralen Inhalte bereits am Freitag vorgestellt. Gemeinsam mit Karin Scheele, Vorsitzende der Naturfreunde Niederösterreich, Bundesgeschäftsführer Günter Abraham und der Para-Sportlerin Linda Le Bon präsentierte Schieder die Schwerpunkte der Bundeskonferenz.

Mehr legale Wege für Mountainbikes

Angesichts der anhaltenden Mountainbike-Trends fordern die Naturfreunde praktikable Lösungen für einen zeitgemäßen Naturzugang. Im Mittelpunkt steht dabei die Freigabe geeigneter Forststraßenabschnitte, insbesondere als legale Zufahrten zu Schutzhütten und alpinen Einrichtungen.

„Mountainbiken boomt. Daher wollen wir, dass bestehende Wege besser genutzt werden und legale Zufahrten zu Schutzhütten und Wanderhütten ermöglicht werden“, betonte Andreas Schieder. Gleichzeitig sprachen sich die Naturfreunde für ein respektvolles Miteinander von Erholungssuchenden, Grundeigentümern und Naturschutz aus. Projekte wie Shared Trails würden zeigen, dass gemeinsame Lösungen möglich sind.

Gelebte Inklusion: Parasport und barrierefreie Hütten

Ein weiterer Schwerpunkt war die Inklusion im Berg- und Klettersport. Für die Naturfreunde bedeutet Inklusion, allen Menschen die Teilhabe an Natur- und Bergerlebnissen zu ermöglichen – von der Infrastruktur über Ausbildungsangebote bis hin zum Spitzensport.

Weltcup-Siegerin Linda Le Bon unterstrich die Bedeutung inklusiver Angebote aus eigener Erfahrung: „Inklusion bedeutet, dass alle Menschen von den Bergen, vom Klettern und von der Natur profitieren können. Schwer gibt es – unmöglich gibt es nicht.“

Bundesgeschäftsführer Günter Abraham verwies auf laufende Projekte der Naturfreunde, darunter das inklusive Kletterangebot „AlleKlettern“ sowie den Ausbau des Roseggerhaus in der Steiermark zu einer barrierefreien alpinen Vorzeigehütte.

Andreas Schieder mit überwältigender Mehrheit bestätigt

Im Rahmen der Bundeskonferenz wurde auch der Bundesvorstand neu gewählt. Die Delegierten bestätigten Andreas Schieder und sein Team mit 98,1% der Stimmen in ihren Funktionen.

„Dieses starke Vertrauen ist für uns Auftrag und Motivation zugleich, den Weg der Naturfreunde als moderne, offene und solidarische Bewegung konsequent weiterzugehen.“, erklärte Schieder nach seiner Wiederwahl.

Mehr als Bergsport – Verantwortung & Solidarität

Die Diskussionen der Bundeskonferenz machten deutlich, dass die Naturfreunde ihre Rolle weit über den klassischen Bergsport hinaus verstehen und ihre Wurzeln mit einem klaren Blick auf die Zukunft verbinden. Der Zugang zur Natur, gesellschaftliche Teilhabe und ein solidarisches Miteinander bilden seit jeher das Fundament der Bewegung. Diese Werte spiegeln sich sowohl im Einsatz für mehr legale Mountainbike-Angebote als auch in den zahlreichen Initiativen für einen inklusiven Berg- und Klettersport wider.

So werden sich die Naturfreunde Österreich auch in den kommenden drei Jahren einsetzen, wofür sie seit ihrer Gründung stehen: einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und eine Gesellschaft, in der niemand ausgeschlossen wird.





Quelle: OTS



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