Wien: Mehr Grün auf Schiene – Wiener Linien bauen heuer weitere 600 Meter Grüngleise

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Foot: Timo Peischl
24 Sep 15:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Aktuell gibt es in Wien rund 12 Kilometer Grüngleise und 2026 kommen weitere Abschnitte dazu. So wird nicht nur das Stadtbild aufgewertet, sondern auch ein wertvoller Beitrag zum Klima geleistet.

Grüngleise gibt es bereits auf den Linien 1, 2, 6, 11, 12, 18, 25, 26, 27, 31, 62, 71, O und D und das in unterschiedlichsten Ausführungen. 8,5 Kilometer davon sind Rasengleise, 2 Kilometer bestehen aus Lochplatten – hier sind die Zwischenräume der Gleistrogplatte begrünt– und fast 2 Kilometer bestehen aus Sedum. In den letzten Jahren entstanden Grüngleise beim Bau der Linie 27, der Linie 12 sowie am Frödenplatz (Linie 11) und auf der Rechten Wienzeile/Margaretengürtel (Linie 6 und Linie 18).

Dieses Jahr entstehen insgesamt 600 Meter neue Grüngleise bei gleich mehreren Straßenbahnlinien. Bei der Verlängerung der Linie 18 wurde gerade erst ein 70 Meter langes Grüngleis im Bereich Ernst-Happel-Stadion gebaut. Grüngleise entstehen ebenso bei der Linie 1 in der Windtenstraße, sowie in der Pantucekgasse und Simmeringer Hauptstraße bei den Linien 11 und 71. Die Arbeiten haben bereits gestartet und werden bis Ende Oktober fertiggestellt.

„Begrünung zwischen den Schienen bringt viele Vorteile: Begrünte Gleise können Regenwasser aufnehmen und speichern. Durch die Verdunstung entsteht Kühlung, was speziell an heißen Sommertagen wichtig ist. Gleichzeitig schaffen die Wiener Linien weitere begrünte Flächen im dicht bebauten Gebiet und gestalten damit die Stadt und den öffentlichen Verkehr noch attraktiver“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima. Pflanzen zwischen den Gleisen können zudem auch Staub binden und je nach Bauweise können Grüngleise auch die Schallausbreitung reduzieren.

Trend Sedum – die robuste Gleisbegrünung

Sedum wächst niedrig und bildet dichte Pflanzenteppiche. Das ist wichtig, weil Pflanzen im Gleis nicht zu hoch wachsen dürfen und mit schwierigen Bedingungen zurechtkommen müssen. Die Pflanzen können Wasser in ihren Blättern speichern und kommen dadurch besser durch trockene Phasen. Gerade für heiße Sommer ist das ein wichtiger Vorteil. Sedumpflanzen werden in Zukunft immer öfter zum Einsatz kommen.

„Wir prüfen bei allen Bim-Neubauprojekten und -Modernisierungen, ob ein Grüngleis möglich ist und wählen je nach Örtlichkeit und Rahmenbedingungen die richtige Ausführung. Egal ob Rasen oder Sedum: Wir forcieren Grüngleise, weil sie einen Beitrag zum Klima leisten und auch noch das Stadtbild aufwerten“, sagt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien.

Grüngleise können nicht überall eingebaut werden, sondern brauchen geeignete Voraussetzungen: Die Straßenbahn muss in diesem Bereich auf einem sogenannten selbstständigen Gleiskörper unterwegs sein, sprich sie darf sich die Gleise nicht mit PKWs teilen. Bei einer regelmäßigen Befahrung durch Busse, Einsatzfahrzeuge oder Autos können die Grünpflanzen nicht gut gedeihen. Auch im Haltestellenbereich, bei Kreuzungen, Weichen und Unterführungen sind Grüngleise nicht sinnvoll.


Quelle: Stadt Wien



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