Salzburg: Matthias Gruber erhält Rauriser Literaturpreis 2024

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v.l.n.r.: Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll, Ines Schütz (Intendanz Rauriser Literaturtage), Manfred Mittermayer (Intendanz Rauriser Literaturtage), Martin Hochleitner (Kulturverein Rauris), Peter Loitfellner (Bürgermeister Rauris). Rauriser Literaturtage
Foto: Rauriser Literaturtage
07 Feb 06:00 2024 von Redaktion Salzburg Print This Article

Förderpreis für Luka Leben / Beide Autoren aus Salzburg / 53. Literaturtage im Pinzgau von 3. bis 7. April 2024

(HP) Mit 10.000 Euro ist der Rauriser Literaturpreis vom Land Salzburg dotiert. Die hohe Auszeichnung erhält 2024 der Autor Matthias Gruber. Den Förderpreis, für ihn sind 5.000 Euro vorgesehen, erhält Luka Leben. Von 3. Bis 7. April finden heuer bereits zum 53. Mal die Rauriser Literaturtage statt, das Motto der Veranstaltung lautet dieses Jahr „Geschichten vom Zusammenleben.“

Seit 1971 treffen sich in der Pinzgauer Marktgemeinde jährlich internationale und nationale Literaten. Thomas Bernhard, die Literaturnobelpreisträgerin Hertha Müller, Peter Handke, Ilse Aichinger, Norbert Gstrein, Julya Rabinowich oder Michael Köhlmeier wurden mit Preisen ausgezeichnet oder haben in Rauris aus ihren Werken gelesen. „Mit Matthias Gruber und Luka Leben zeichnen wir heuer sehr talentierte Autoren aus. Ich gratuliere ihnen und hoffe noch auf viele Werke der beiden“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll.

Schnöll: „Mit Sprache Nähe schaffen.“

Für Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll unternehmen die Rauriser Literaturtage auch 2024 den mutigen Versuch mithilfe der Literatur Orientierung im dichten Nebel unserer Zeit zu geben. „Mit ihren Geschichten vom Zusammenleben gelingt es den diesjährigen Autorinnen und Autoren durch die Möglichkeit der Sprache eine Nähe zu schaffen, die in unserer Zeit selten geworden ist. In einer Gesellschaft, die immer mehr auseinander driftet, vermag es die Literatur, unsere Empathiefähigkeit und Empfindsamkeit zu stärken“, so Schnöll.

„Ästhetische“ Literatur

Der 1984 in Wien geborene und in Salzburg aufgewachsene Matthias Gruber erhält für seinen Roman „Die Einsamkeit der Ersten ihrer Art“ den Rauriser Literaturpreis. Die dreiköpfige Jury, zusammengesetzt aus Julia Encke, Jürgen Thaler und Isabelle Vonlanthen begründete ihre Entscheidung unter anderem wie folgt: „Er bringt diese Urformen des Erzählens so geschickt, leichthändig und verwandelt ins literarische Spiel mit sozialen Medien, gesellschaftlichen Problemen und Herausforderungen der heutigen Zeit ein, dass man über den ästhetischen Gewinn der Lektüre nur staunen kann.“ Gruber hat 2020 den FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb und 2022 das Jahresstipendium Literatur des Landes Salzburg gewonnen.

Exakte Beobachtungen

Luka Leben aus der Stadt Salzburg wurde für ihren Text „Nachts nur das Rauschen“ mit dem Förderungspreis prämiert. Dieser wird vom Land und von der Markt-gemeinde Rauris vergeben. Die Jury, sie setzt sich aus Helmut Neunlinger, Regina Pintar und Gudrun Seidenauer zusammen, sagt in ihrer Begründung etwa: „Der Text erfasst mit großer Genauigkeit und sinnlicher Präzision gleichermaßen die inneren Bewegungen, die Gedanken und bisweilen emotionalen Verwerfungen der Protagonistin, die doch über jede Überforderung hinaus immerzu ‚funktioniert‘.“

Literaturtage im April

Vom 3. bis 7. April finden 2024 die Rauriser Literaturtage statt. Das Intendanten-Duo Ines Schütz und Manfred Mittermayer wählte dieses Jahr das Motto „Geschichten vom Zusammenleben“. „Nach vielen Monaten der durch die Covid-Pandemie erzwungenen Vereinzelung, in einer Phase innergesellschaftlicher Spaltungen, aber auch schockierender kriegerischer Konflikte zwischen ganzen Staaten stellt sich die Frage nach dem lebensnotwendigen Miteinander auf vielen Ebenen“, so das Intendanten-Duo.


Quelle: Land Salzburg



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