LandesintegrationsreferentInnenkonferenz in Linz

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Foto:© Land espressedienst Oberösterreich
17 Jän 12:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Integration von Anfang an ist das A und O einer aktiven und gelingenden Einbindung in die Gesellschaft.

Die LandesrätInnen halten geschlossen fest, dass die Herausforderungen der letzten Jahre sehr gut gelöst wurden. Integration funktioniert in der Regel ausgesprochen gut: Integration von Anfang an, in kleinen Unterkünften, mit Solidarität und unter Einbindung der Zivilgesellschaft, hat sich sehr bewährt und brachte Erfolge in der Arbeitsmarktintegration und der sozialen Integration.

„Das Erlernen und die ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache sind Grundvoraussetzung für eine gelingende Integration. Besonders erfolgversprechend sind sämtliche Integrationsmaßnahmen, wenn möglichst früh – also ab dem Zeitpunkt der Ankunft in unserem Land – damit begonnen wird“, stellt Tirols Integrationslandesrätin Gabriele Fischer klar. Aus diesem Grund hat die Tiroler Landesregierung im Koalitionsabkommen die Integration von Anfang an festgeschrieben und auch die heute, Donnerstag, in Linz stattfindende IntegrationsreferentInnenkonferenz der Länder hält an der Weiterführung der Bund-Länder-Finanzierung von Deutschkursen in der Grundversorgung fest.

„Es braucht flexible Rahmenbedingungen für Spracherwerbsmaßnahmen und eine bedarfsgerechte Umsetzung der Angebote“, fasst LRin Fischer die Forderungen zusammen. Die Kosten für die Spracherwerbsmaßnahmen sollen auch vom Bund mitgetragen werden. Kürzungen bei der Integration von asylberechtigten und subsidiär schutzberechtigten Personen, die eine dauerhafte oder zumindest längerfristige Aufenthaltsperspektive in Österreich haben, seien fatal:

„Ohne Maßnahmen, die Menschen aktiv in die Gesellschaft einbinden, ist langfristig mit negativen Folgen wie der dauerhafte Bezug von Mindestsicherung, die Entwicklung von Parallelgesellschaften und der Gefahr von Konflikten bzw. Radikalisierungen zu rechnen“, warnt LRin Fischer. Gezielte Integrationsmaßnahmen, Deutschkurse sowie der Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt können dies verhindern. Die Länder sind mit den Folgen von Kürzungen im Integrationsbereich durch den Bund ebenso wie die Gemeinden unmittelbar konfrontiert und können diese unmöglich in vollem Umfang auffangen.

Fokus auf Bildung

Das österreichische Bildungssystem hat während der vermehrten Fluchtbewegung in den Jahren 2015 und 2016 sehr rasch und effizient auf die neue Situation reagiert. „Ein Erfolgsfaktor war die offene Haltung von vielen im Bildungswesen tätigen Menschen, die sich dieser Herausforderung lösungsorientiert und mit großem Engagement gestellt haben. Auch die Länder haben große Anstrengungen unternommen und Betreuungslehrerinnen und -lehrer in Klassen mit einem hohen Anteil an geflüchteten Kindern sowie Übergangsklassen eingerichtet“, betont LRin Fischer.

Gerade diese Bemühungen müssen weiterhin fortgesetzt werden, um eine möglichst gute und rasche Eingliederung von SchülerInnen und Jugendlichen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte in das Bildungswesen bzw. in die Berufsausbildung zu ermöglichen.


Quelle: Land Tirol



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