Niederösterreich: Landesausstellung „Marchfeld Geheimnisse“ beginnt am 26. März

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Niederösterreich

08 Mär 11:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Mikl-Leitner: „Es ist ein Zusammenrücken der 23 Gemeinden, um als Tourismusregion nach vorne zu kommen“

Von 26. März bis 11. November 2022 findet die niederösterreichische Landesausstellung „Marchfeld Geheimnisse“ im Schloss Marchegg und der umliegenden Region statt. Bei einer Pressekonferenz im Palais Niederösterreich gaben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der wissenschaftliche Leiter der Landesausstellung 2022 Armin Laussegger, Landtagsabgeordneter und Obmann der Region Marchfeld René Lobner, Marcheggs Bürgermeister Gernot Haupt, Landtagsabgeordnete und dritte Landtagspräsidentin Karin Renner sowie Landtagsabgeordneter Dieter Dorner einen Ausblick auf die in wenigen Wochen beginnende Landesausstellung.

„Für unser Bundesland Niederösterreich ist 2022 ein ganz besonderes Jahr, weil wir 100 Jahre eigenständiges, souveränes Bundesland feiern“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die darauf hinwies, dass „das Jubiläumsjahr überschattet wird durch den Krieg in der Ukraine.“ Bei all der Solidarität und Hilfsbereitschaft, die die Landsleute in den vergangenen Tagen gezeigt haben, solle man sich laut der Landeshauptfrau „umso mehr bewusst sein, wie vielfältig und besonders Niederösterreich ist.“ Die Besonderheiten zeige auch die bevorstehende Landesausstellung im Marchfeld. „Wir freuen uns nach jahrelangen Vorbereitungen, es ist so weit. Das Schloss Marchegg mit seinem geschichtsträchtigen Werdegang ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Ausstellung“, so Mikl-Leitner, die darauf hinwies, dass 10,8 Millionen Euro unter anderem für die Renovierung des Schlosses, des Schüttkastens und der Außenmauern investiert wurden.

Für die Nutzung nach der Landesausstellung sei bereits gesorgt, so werde neben dem Gemeindeamt beispielsweise das Standesamt, das Haus der österreichisch-slowakischen Marchregion und das Tourismusbüro im Schloss untergebracht. „All diese Investitionen machen Sinn und geben dem Schloss einen neuen Sinn“, führte die Landeshauptfrau weiter aus. Ein weiterer Punkt, der für die Region spreche, sei die faszinierende Pflanzen- und Tierwelt. Mikl-Leitner: „Ich denke an die gesamte Marchfeldregion, zum Beispiel an die March-Auen, die Weikersdorfer Remise oder den Nationalpark Donauauen. Das sind wahre Naturjuwele, die im Mittelpunkt der Landesausstellung stehen.“

Zum Gelingen der Landesausstellung brauche es laut der Landeshauptfrau auch „viele helfende Hände und engagierte Menschen. Die 23 Gemeinden, die sich zum Ziel gesetzt haben, für diese Landesausstellung zusammenzuarbeiten, haben viel geschafft. Alle haben parteiübergreifend zusammengearbeitet“, lobte sie und unterstrich: „Es ist ein Zusammenrücken der 23 Gemeinden, um als Tourismusregion nach vorne zu kommen. Denn diese Region birgt enormes Potenzial und gerade Landesausstellungen lösen unheimlich nachhaltige Impulse aus.“ Ganz generell seien Landesausstellungen Anziehungsorte, bisher hätten 10,5 Millionen Menschen eine derartige Ausstellung besucht. „Im Durchschnitt steigen die Nächtigungszahlen im Jahr der Landesausstellung um 18 Prozent an. Darüber hinaus werden nachhaltige Arbeitsplätze in der Region geschaffen“, meinte Mikl-Leitner.

Der wissenschaftliche Leiter der Landesausstellung 2022, Armin Laussegger sagte: „Es war eine intensive und spannende Vorbereitung in den letzten zwei Jahren. Wir haben uns intensiv mit der Region beschäftigt. Jetzt, knapp drei Wochen vor der Eröffnung, sind die Vorbereitungen fast abgeschlossen.“ Inhaltlich sei es eine Auseinandersetzung mit Mensch, Kultur und Natur auf zehn Ausstellungskapiteln. Laussegger unterstrich, dass man die vielen Geschichten der Region anhand von 700 Exponaten zeige, die Bandbreite reiche von der Eiszeit bis ins Jahr 2022.

Der Obmann der Region Marchfeld, Landtagsabgeordneter René Lobner meinte: „Die Freude war sehr groß, als die Entscheidung gefallen ist, dass die Landesausstellung bei uns stattfindet. Seither ist die Zusammenarbeit in den 23 Gemeinden noch enger und besser geworden. Wir nehmen es als riesengroße Chance wahr, dass in der Region nachhaltig investiert wurde. Es ist eine Aufbruchsstimmung in der Region entstanden.“ Auch Marcheggs Bürgermeister Gernot Haupt sagte, dass die Herausforderungen vor allem im Hinblick auf die Pandemie „riesig waren. Trotz allem haben wir es geschafft, heute ist das Schloss revitalisiert, die Stadtmauer wurde gesichert, wir haben abseits davon auch die Stadtpfarrkirche renoviert, den Hauptplatz neugestaltet und Geh- und Radwege errichtet.“ Die dritte Landtagspräsidentin und Landtagsabgeordnete Karin Renner zeigte sich froh, dass die Landesausstellung in der Region stattfinde. Ohne die Landesausstellung hätten sich Stadt und Region „all das nicht leisten können.“ Landtagsabgeordneter Dieter Dorner unterstrich, dass in seiner „engeren Heimat viel in die lokale Infrastruktur investiert wurde.“


Quelle: Land Niederösterreich



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