Oberösterreich: LRin Langer-Weninger - Landesempfang auf der Agraria 2022

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Die Fragen waren Komplex, die Redner namhaft (v.l.): Mag. Peter Brezinschek, Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Landwirtschaftsminister Mag. Norbert Totschnig.
Foto: Land OÖ/Tina Gerstmair,
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Finanzexperte und Chefanalyst von Raiffeisen RESEARCH Peter Brezinschek.
Foto: Land OÖ/Tina Gerstmair,
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Die Gastgeberin des Abends: Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Foto: Land OÖ/Tina Gerstmair,
25 Nov 10:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

Geopolitische Zeitenwende, Klimawandel und Versorgungssicherheit – Ein Abend im Zeichen der großen Fragen unserer Zeit

Globale Krisen – nationale Konsequenzen – unter diesem Titel stand der gestrige Landesempfang auf der Agraria 2022, der größten landwirtschaftlichen Fachmesse Österreichs. Der Einladung von Gastgeberin und Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger folgten rund 300 Gäste aus Gesellschaft, Landwirtschaft und Politik – und denen wurde einiges geboten. Denn der Abend stand ganz im Zeichen der großen Fragen unserer Zeit: Klimawandel, Versorgungssicherheit und geopolitischer Zeitenwende. Fundierte Antworten liefernden die Redner des Abends: Finanzmarktexperte und RBI-Chefanalyst Mag. Peter Brezinschek, Landwirtschaftsminister Mag. Norbert Totschnig sowie Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger, PMM.

Geopolitik, Inflation & Klimawandel – Was bring die Zukunft? „Vieles hat sich geändert und geht zu Ende. Wie die billige Energie, wie die Ruhe in der Geopolitik“, erklärte Mag. Peter Brezinschek von Raiffeisen RESEARCH bei seinem Vortrag. Auch wenn die Konjunktur in die Phase des „Sonnenuntergangs“ getreten sei, dürfe man nicht vergessen, dass auch das ein temporäres Phänomen sei, genau wie die Tageszeiten. Energieeffizienz optimieren, staatliche Anreize für Klimaschutzmaßnahmen und die nachhaltige Erhöhung der Produktivität seien nun gefragt. Den Weg der Digitalisierung und des Smart Farmings, den die heimische Landwirtschaft eingeschlagen hat, beurteilte Brezinschek als einen sehr erfolgreichen. „In der Industrie war in den vergangenen zwei Jahrzehnten kein Sektor so produktiv wie die Landwirtschaft. Im Vorjahr haben 152.000 Erwerbstätige in der Landwirtschaft 3,4 Mrd. Euro an Bruttowertschöpfung erwirtschaftet.“ Auch Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger sieht im Einsatz neuer, innovativer Technologien großes Potential und unterstützt deren Ausbau: „Mir ist es wichtig mit gezielten Maßnahmen wie der Investitionsförderung den Bäuerinnen und Bauern Gestaltungsraum und Zukunftsperspektive zu geben. Wir zählen in Oberösterreich 29.173 landwirtschaftlich Betriebe – und das soll auch in Zukunft so bleiben, denn jeder einzelne dieser Höfe trägt maßgeblich Anteil zur Versorgungssicherheit in unserem Land bei. Hat 1950 ein Landwirt noch zehn Menschen ernährt, versorgt ein Landwirt heute bereits 150 Menschen mit Lebensmitteln.“ Mit wachsender Bevölkerung, vor kurzem wurde die 8-Milliarden-Marke erreicht, wird uns das Thema Versorgungssicherheit auch zukünftig weiter beschäftigen. Ebenso die Inflation.

Laut Finanzexperte Brezinschek müssen wir uns in den nächsten 10 Jahren auf eine Inflationsrate von im Schnitt +3 % einstellen. „Deshalb wird die Geldpolitik der Inflationsbekämpfung oberste Priorität einräumen – auch um den Preis einer Rezession oder zumindest Stagflationsentwicklung“, erläuterte Brezinschek. Der Finanzexperte hatte aber auch gute Nachrichten im Gepäck: „Die Preise für Energie und industrielle Rohstoffe haben schon ihren Gipfel überschritten.“ Sie würden sich aber auf einem höheren Niveau einpendeln als noch vor der Pandemie. „Darauf müssen wir uns einstellen, dem müssen wir uns stellen. Und trotzdem können wir mit Innovationskraft, einer Technologie-Offensive und der Offenheit neuen Verfahren und Produktionsmitteln gegen über erfolgreich sein!“, so die motivierten Abschlussworte des renommierten Experten.


Quelle: Land Oberösterreich



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