Niederösterreich: LH Mikl-Leitner eröffnet neue Stadler-Werkhalle im Marchfeld

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Bei der Eröffnung der neuen Stadler-Werkhalle in Obersiebenbrunn, flankiert von zwei Strabag-Mitarbeitern (v.l.): Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident der Stadler Rail AG, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Minister Peter Hanke und Stadler-CEO Christian Diewald.
© NLK Pfeffer
10 Apr 17:00 2026 von Redaktion International Print This Article

„Niederösterreich spielt in der ersten Liga der europäischen Bahnindustrie“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnete heute gemeinsam mit Bundesminister Peter Hanke die neue Werkhalle von Stadler Rail in Obersiebenbrunn im Marchfeld, in der moderne Schienenfahrzeuge zugelassen und serviciert werden. Auf dem ehemaligen AGRANA-Areal entstand in einer Rekordbauzeit von acht Monaten ein zentrales Servicezentrum für modernste Bahntechnologie. Die Landeshauptfrau bezeichnete das Projekt als entscheidenden Meilenstein für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich und klares Signal für die industrielle Zukunft Europas.

„Vor rund einem Jahr war die Verunsicherung nach dem Ende der Zuckerproduktion der AGRANA vor Ort noch groß, aber heute herrscht hier Aufbruchstimmung“, betonte Mikl-Leitner. Sie dankte dem Unternehmer Peter Spuhler und Geschäftsführer Christian Diewald „für ihr eindrucksvolles Bekenntnis zum Standort“. Das Investment von Stadler sei ein Beweis dafür, dass die „Marke Niederösterreich“ internationales Vertrauen genieße. „Wir schaffen optimale Rahmenbedingungen am Standort Niederösterreich, werfen unseren Unternehmen keine Steine in den Weg, sondern helfen dabei, sie aus dem Weg zu räumen.“

Die Landeshauptfrau hob weiters hervor, dass die Bahntechnologie zentraler Schwerpunkt der NÖ Wirtschaftsstrategie 2030+ mit dem Ziel „Wirtschaft stärken. Zukunft sichern.“ sei, denn in diesem Bereich verfüge das Land bereits heute über enorme Stärke und Zukunftspotenzial. „Und wir wollen Niederösterreich in Zukunft zum größten Bahncluster Österreichs entwickeln“, so Mikl-Leitner. Sie erklärte: „Schon heute sind mehr als 30 Unternehmen der Branche bei uns ansässig und erzielen eine Exportquote von bis zu 80 Prozent. Diese Stärke bauen wir mit starken Leitbetrieben wie Stadler im Marchfeld, den ÖBB in ganz Niederösterreich, Ultimate Europe bei Amstetten, Knorr-Bremse in Mödling, Traktionssysteme Austria in Wiener Neudorf und Welser Profile in Ybbsitz konsequent weiter aus.“ Diese Unternehmen stünden für Qualität und die weltweite Vorreiterrolle in der Bahntechnologie.

Die Landeshauptfrau abschließend: „Kurzum: Niederösterreich ist Bahnland Nummer 1, weil hier alles zusammenkommt: ein dichtes Eisenbahnnetz, innovative Unternehmen und gelebte Zusammenarbeit.“

Minister Peter Hanke sprach über die Vision der Zukunft der Mobilität für Österreich und unterstrich: „Die Mobilität von morgen findet auf der Schiene statt und wir seitens der Politik müssen für die nötigen Rahmenbedingungen sorgen.“ Der Bereich Bahntechnologie sei dabei entscheidend, wenn man bedenke: „Die Bahnindustrie bringt jährlich drei Milliarden Euro Wertschöpfung und von ihr hängen 30.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt ab.“ Im Bereich Mobilität habe das Bundesland eine große Kompetenz, so der Minister, die man gemeinsam mit dem Rest Europas nutzen sollte. „Gerade in geopolitisch schwierigen Zeiten muss im Bereich der Schiene noch mehr gemeinsam passieren“, sagte Hanke.

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident der Stadler Rail AG, gab einen Überblick über die Stadler-Gruppe. „Wir beschäftigen rund 18.000 Mitarbeiter weltweit an 18 Standorten. Unterhaltswerke wie die neue Stadler-Halle gibt es weltweit 95 mal. Seit 2002 ist Stadler als Hersteller von Schienenfahrzeugen in Österreich tätig.“ Er unterstrich die Wichtigkeit des österreichischen Marktes, aufgrund derer man die Präsenz gezielt ausbaue. „Das neue Servicezentrum ist hierbei ein wichtiges Puzzleteil. Mit der neuen Werkhalle schaffen wir die Voraussetzungen, um Hochgeschwindigkeitszüge effizient zu warten. Das ist entscheidend für einen stabilen und zuverlässigen Betrieb der Züge.“

Eine „Halle für alle“ sei die neue Stadler-Halle Obersiebenbrunn, sagte Stadler-CEO Christian Diewald. Mit dieser neuen Halle schlage man ein neues Kapitel in Österreichs Bahngeschichte auf. „Mit unserer neuen Halle setzen wir neue Maßstäbe in Instandsetzung und Wartung sowie einen entscheidenden Impuls für die Zukunftsfähigkeit der Bahn.“

Franz Redl, Vorstandsmitglied der STRABAG AG Österreich, brachte bauliche und technische Eckdaten zur neuen Stadler-Halle, die während der Planungs- und Bauzeit den Projektnamen „Mozartkugel 1“ trug, verriet er. Redl: „Mit der neuen Instandhaltungshalle haben wir gemeinsam mit Stadler einen wichtigen Beitrag für eine moderne und verlässliche Bahninfrastruktur in Österreich geleistet.“


Quelle: Land Niederösterreich



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