Hallein Stadt: Krönender Abschluss für das Keltenmuseum

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Heute fand die feierliche Eröffnung statt. Im Bild Martin Hochleitner (Direktor Salzburg Museum), Architekt Heinz Lang, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, VBgm. Ingrid Zimmerling (Hallein), Florian Knopp (Leiter Keltenmuseum) Hallein
Foto: Salzburg Museum/wildbild
16 Okt 18:09 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Kurt Zeller Forum als neuer Ausstellungsbereich im Obergeschoß

(LK) Mit dem Kurt Zeller Forum hat das Keltenmuseum Hallein einen neuen, flexibel nutzbaren Bereich für Ausstellungen, Kulturvermittlung, Veranstaltungen und Begegnungen bekommen. Im Dachgeschoss des historischen Pfleggebäudes, das seit 1970 das Keltenmuseum beherbergt, wurde die letzte große Raumreserve erschlossen. Heute fand die feierliche Eröffnung statt.

Aus einem sanierungsbedürftigen Dachraum ist ein hochwertiger Museumsbereich geworden, der die Möglichkeiten des Keltenmuseums nachhaltig erweitert. Rund 550 Quadratmeter bieten Platz für wechselnde Sonderausstellungen, Vorträge, Konzerte, Vermittlungsangebote und Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen.

Pallauf: „Brückenschlag von alt zu modern.“

„Mit dem neuen Kurt Zeller Forum schlagen wir im Keltenmuseum Hallein eine Brücke zwischen unseren tiefen historischen Wurzeln am Dürrnberg und einer modernen, lebendigen Museumslandschaft. Durch die seit dem Jahr 2000 bestehende gemeinsame Trägerschaft von Land Salzburg und Stadt Hallein sowie die langfristige Planung der Salzburger Museumslandschaft ist diese Verbindung von Forschung und Vermittlung, Geschichte und Gegenwart gelungen“, betonte Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf.

Verbeugung vor den Forschenden

Dass damit neuer Geist in alte Mauern einzieht, ist für Pallauf „eine Verbeugung vor Kurt Zeller und all jenen, die unser Wissen über die Kelten mit unermüdlichem Herzblut erweitern und Archäologie nicht nur als Sammeln und Präsentieren von Objekten verstehen, sondern als fortlaufenden Prozess des Forschens und Fragens.“

Ein historischer Dachstuhl als Erlebnisraum

Der barocke Dachstuhl aus dem 18. Jahrhundert bestimmt die Atmosphäre des Kurt Zeller Forums. Er blieb vollständig erhalten und sichtbar – und wird damit selbst zum größten dauerhaften Ausstellungsobjekt des neuen Museumsbereichs. Historische Kamine und bestehende Stützmauern wurden integriert, der Blick auf die großen Dachträger bleibt frei.

Ausstellung, Austausch und Aufenthalt

Das Forum ermöglicht Formate, die im bisherigen Raumangebot nur eingeschränkt umsetzbar waren: größere Sonderausstellungen und Kooperationen ebenso wie kleinere Veranstaltungen, Gespräche und Angebote der Kulturvermittlung. Je nach Anlass können die einzelnen Bereiche unterschiedlich genutzt werden – vom konzentrierten Ausstellungsbesuch bis zur öffentlichen Veranstaltung.

Bistro „nora“ ehrt Schnabelkannen-Entdeckerin

Zusätzliche Aufenthaltsqualität schaffen der Bistrobereich „nora“ und die geöffnete Dachterrasse mit Blick auf Salzach und Pernerinsel. Namensgeberin des Bistros ist Nora Watteck, die 1932 als Mitarbeiterin eines Grabungsteams am Dürrnberg die berühmte keltische Schnabelkanne entdeckte.

Ein Forum im Namen von Kurt W. Zeller

Das neue Forum erinnert an Kurt W. Zeller (1945–2009), den langjährigen Direktor des Keltenmuseum Hallein und Leiter des Österreichischen Forschungszentrums Dürrnberg von 1985 bis 2009. Er prägte die Erforschung des Dürrnbergs und machte die keltische Vergangenheit der Region einem breiten Publikum zugänglich. Die Widmung verbindet das neue Raumangebot mit einem Anspruch, der seine Arbeit auszeichnete: archäologische Forschung sichtbar und für die Öffentlichkeit verständlich zu machen.

„Coole“ Eröffnungsausstellung

Den Auftakt bildet die Ausstellung „Coole Kelten! Coole Forschung!“. Im Zentrum stehen nicht allein die archäologischen Funde, sondern die Menschen, die sie entdeckt, dokumentiert, untersucht und gedeutet haben. Morgen, Samstag, 17. Oktober, ist das Kurt Zeller Forum beim Tag der offenen Tür von 9 bis 17 Uhr erstmals öffentlich zugänglich. Das Datum markiert zugleich den 56. Jahrestag der Eröffnung des Keltenmuseums Hallein im Jahr 1970. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben Einblicke in den neuen Raum und seine erste Ausstellung.


Quelle: Land Salzburg



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