Salzburg: Kommandoübergabe beim Roten Kreuz

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Salzburg

21 Okt 19:00 2023 von Redaktion Salzburg Print This Article

Stefan Herbst wird Landesrettungskommandant

(HP) Heute erfolgte beim Roten Kreuz Salzburg die Übergabe des Kommandos an Stefan Herbst. Nach fast 15 Jahren übernimmt Herbst den Posten als Landesrettungskommandant mit 1. November von Anton Holzer.

Mit Stefan Herbst wird der bisherige Stellvertreter zum Landesrettungskommandanten. Er bringt 34 Jahre Erfahrung beim Roten Kreuz mit und ist bestens mit der Organisation vertraut. Sein Vorgänger Anton Holzer wechselt mit 1. November in den Landesdienst als Sonderbeauftragter für Asylwesen.

Pallauf: „Perfekte Zusammenarbeit.“

Auf eine weiterhin professionelle Zusammenarbeit von Land und Rotem Kreuz freut sich Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf. „Das Land Salzburg kann im Bereich des Katastrophenschutzes und darüber hinaus immer auf die rasche und tatkräftige Unterstützung des Roten Kreuz zählen. Die optimal eingespielten Abläufe und das Zusammenspiel im Ernstfall sind nicht zuletzt auch ein Verdienst von Anton Holzer. Ich bin überzeugt, dass die Kooperation mit seinem Nachfolger ebenso professionell wie auch freundschaftlich weitergeht“, so Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf.

Gutschi: „Gemeinsam für die Gesundheit der Menschen.“

Für Landesrätin Daniela Gutschi steht außer Frage, dass sich Rotes Kreuz und Land auch in Zukunft gemeinsam für die Gesundheit der Menschen engagieren. „Das Rote Kreuz ist ein Eckpfeiler des Gesundheitssystems in unserem Bundesland, auf den immer Verlass ist. Ich wünsche dem neuen Landesrettungskommandanten alles Gute für die verantwortungsvolle Aufgabe und freue mich gleichzeitig sehr, dass Anton Holzer seine erprobten Fähigkeiten zukünftig für das Land Salzburg einsetzen wird“, so Gutschi.

Ehrenamt ist das Rückgrat

Stefan Herbst wird offiziell ab 1. November diesen Jahres Landesrettungskommandant. Das Landes-Medienzentrum hat mit ihm über die Zukunft der Einsatzorganisation gesprochen.

LMZ: Was ist Ihre Motivation die Position als Landesrettungskommandant zu übernehmen?

Stefan Herbst: Das Rote Kreuz Salzburg ist, nicht zuletzt dank meines Vorgängers Anton Holzer, strukturell hervorragend aufgestellt. Es fällt mir sehr leicht und motiviert mich, wenn ich in Kürze noch mehr Verantwortung für eine Organisation übernehmen darf, die vor allem von Ehrenamtlichen und Freiwilligkeit getragen wird. Das ist unser Rückgrat und diesen Bereich möchte ich in Zukunft auch weiter stärken und ausbauen.

LMZ: Was ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung?

Stefan Herbst: Die Veränderungen, die wir beim Ehrenamt erleben. Die Mannschaftsstärken und der Zulauf bei Freiwilligen sind nach wie vor gut. Die Kolleginnen und Kollegen haben allerdings nicht mehr so viel Zeit zur Verfügung und bleiben auch nicht mehr so lange bei uns. Deshalb müssen wir noch mehr Ressourcen in die Ausbildung stecken, da neu eintretende Ehrenamtliche auch neu ausgebildet werden müssen. Was viele nicht wissen: Wir besetzen in Salzburg auch alle Nacht- und Wochenenddienste mit Ehrenamtlichen.

LMZ: Welche neuen Projekte stehen auf Ihrer To-Do-Liste?

Stefan Herbst: Zur Entlastung unserer Organisation und des gesamten Gesundheitssystems möchten wir verstärkt beraten und auch genauer abfragen ob es notwendig ist, dass Menschen von uns automatisch ins Krankenhaus gebracht werden. Wir müssen sie dort hinbringen wo sie am besten aufgehoben sind und das ist oft einfach der Hausarzt und es reicht auch häufig, wenn das erst am nächsten Tag erfolgt. So schonen wir Kapazitäten in den Spitälern und anderen Bereichen des Gesundheitssystems. Ein wichtiger Baustein dabei ist auch unsere Telefonische Gesundheitsberatung 1450.


Quelle: Land Salzburg



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