Österreich: Klimt-Foundation - Großzügige Archivalien-Schenkung aus Privatbesitz bereichert Sammlung

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Klimt-Foundation: Großzügige Archivalien-Schenkung aus Privatbesitz bereichert Sammlung
Foto: Klimt-Foundation, Wien
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Klimt-Foundation: Großzügige Archivalien-Schenkung aus Privatbesitz bereichert Sammlung
Foto: Klimt-Foundation, Wien
28 Okt 18:00 2026 von OTS Print This Article

Forschungsergebnisse zu Klimts Frühzeit werden beim 3. Internationalen Gustav Klimt-Symposium im Herbst 2027 präsentiert

Die umfangreichen Foto- und Autografen-Sammlungen der gemeinnützigen Klimt-Foundation wurden kürzlich durch eine großzügige private Schenkung erweitert. Die bisher unbekannten Werkfotografien für Ausstattungsaufträge sowie ein von Gustav Klimt verfasster Autograf stehen in Zusammenhang mit Klimts Frühwerk und der »Künstler-Compagnie«. Detaillierte Forschungsergebnisse werden beim nächsten 3. Internationalen Gustav Klimt-Symposium im Herbst 2027 präsentiert.


»Schenkungen aus Privatbesitz sind selten und immer ein besonderer wissenschaftlicher Glücksfall. Sie erfüllen uns mit großer Dankbarkeit und Bestätigung für unser gemeinnütziges Wirken und Vermitteln im interdisziplinären Feld der Klimt-Forschung.«

Sandra Tretter & Peter Weinhäupl
Direktorium Klimt-Foundation


Staatsaufträge und Theaterausstattung: Stadttheater Reichenberg & Kunsthistorisches Museum Wien

Erstellt von unterschiedlichen Fotografen zwischen 1883 und 1891 zeigen die Aufnahmen Werke von Gustav und Ernst Klimt sowie von Franz Matsch. Die drei Künstler formierten in dieser Zeit als sogenannte »Künstler-Compagnie« und wurden ab 1882/83 mit prestigeträchtigen Aufträgen als Ausstattungsmaler in den Kronländern bekannt, u.a. für das Stadttheater in Reichenberg und das Kunsthistorische Museum in Wien. Das geschenkte Fotokonvolut enthält Reproduktionen dieser Auftragsmalereien, aufgenommen vom renommierten k. k. Hof-Photographen Josef Löwy. Drei Werkfotografien für Reichenberg entstanden möglicherweise für kurze Ausstellungen im Zuge einer Präsentation im »k. k. Österreichischen Museum für Kunst und Industrie« (heute: MAK), weitere Fotografien zeigen Ernst Klimts Interkolumnien- und Zwickelbilder für das Kunsthistorische Museum.

Private Aufträge für den Adel: Schloss Peles & Schloss Esterházy

Die Schenkung beinhaltet zudem fotografische Aufnahmen für zwei weniger bekannte Ausstattungsaufträge für Schloss Peles und Schloss Esterházy. Die Reproduktionen von Gustav Klimts »Ahnenbildern« für Schloss Peles entstanden vermutlich im Jahr 1883, ebenso eine Aufnahme von Gustav Klimts Allegorie der Musik. Letztere stammt vermutlich von Michael Frankenstein und wurde leider von unbekannter Hand in drei Teile zerschnitten. Eine weitere um 1892 entstandene Fotografie zeigt den Theatersaal im Schloss Esterházy in Totis mit handschriftlichen Anweisungen Klimts zur Erstellung einer neuen Aufnahme des Theaterraumes, die schließlich als Vorlage für sein 1893 entstandenes Werk Zuschauerraum des Theaters im Schloss Esterházy in Totis diente.

Alle Archivalien stellen sowohl aufgrund der teilweisen Zerstörung der ausgeführten Ausstattungsaufträge als auch durch die überlieferte Dokumentation der Arbeitsprozesse wertvolle Quellen für die Klimt-Forschung dar.


Quelle: OTS



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