Kärnten: Kärntner Filmszene schafft Mehrwert für Kärnten

Slide background
Foto:
Slide background
Foto:
Slide background
Foto:
Slide background
Foto:
11 Aug 21:00 2020 von Redaktion International Print This Article

Jährlicher Branchentreff der Kärntner Film-Szene – LH Kaiser betont Wichtigkeit der Filmschaffenden – ihre Botschaften können Klischees aufbrechen – Filmförderung 2020 aufgestockt

Klagenfurt (LPD). Unter dem Motto FRAU.SCHAFFT.FILM fand Montagabend der diesjährige Branchentreff der Kärntner Filmszene im Beisein von Landeshauptmann Peter Kaiser im Burghof in Klagenfurt statt. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion rund um dieses Thema fand die Kärnten-Premiere der Produktion „Waren einmal Revoluzzer“ von Johanna Moder (Buch und Regie) statt.

Landeshauptmann Peter Kaiser begann sein Statement mit einem Zitat, dass auf das für den Abend gewählte Motto zutraf. „Ich bin dein größter Fan. Du bist Teil der Geschichte“ – sagte Martin Luther King zur Schauspielerin Nichelle Nichols, die am Ende der ersten Staffel der Kultserie „Raumschiff Enterprise“ aussteigen wollte. Nichols spielte im Film Lieutenant Uhura, eine schwarze Frau in einer Führungsposition. „Ich habe dieses Zitat und die Rolle gewählt, weil ein Mann eine Frau, eine Afroamerikanerin, besonders hervorhebt und weil die befehlsgewaltige Figur Uhura die erste Rolle außerhalb eines Rollenklischees war und deutlich wird, wie Filme, Filmschaffende, es ermöglichen Klischees aufzubrechen“, wies Kaiser hin. Heute müssten wir uns laut Kaiser dennoch die Kritik einer zu vermännlichten Filmbranche gefallen lassen. „Die Gendergerechtigkeit ist auch in der Filmszene. Sie entspricht nach wie vor nicht den Erwartungen. Es gibt nun Überlegungen von Seiten des Landes, eine Form der Unterstützung zu finden, damit mehr Frauen auch im Kulturbereich Fuß fassen“, so Kaiser.

Der Landeshauptmann sprach auch die finanzielle Ausstattung der Kärntner Filmförderung an. „Wir haben das Budget für das Jahr 2020 aufgestockt. Es stehen 300.000 Euro zur Verfügung. Ja, mir ist bewusst, dass Kärnten die geringste Dotierung der Filmförderung aller Bundesländer aufweist. Wir haben nicht viel, aber wir bemühen uns ständig und ich danke allen für ihr permanentes Engagement, damit auch die Kärntner Filmszene weit über die Grenzen hinaus strahlen kann“, erklärte Kaiser. Bisher betrug das Budget 250.000 Euro.

Die Carinthia Film Commission als gemeinsames Projekt des Landes Kärnten und der Kärnten Werbung wurde 2015 als eigener Geschäftsbereich der Kärnten Werbung gegründet und damit die Filmförderung in Kärnten auf eigene und neue Beine gestellt. „Wir nutzen unser Land mit den Bergen und Seen als beeindruckende Filmkulisse, unterstützen die Filmschaffenden und steigern die Sichtbarkeit unseres Landes. Film ist Mehrwert für alle“, so Kaiser.



Quelle: Land Kärnten



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien: