Wien: Junge Wildtiere richtig verstehen und schützen

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Wien

04 Apr 03:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

So hilft man im Frühling am besten

Auch heuer erinnert das Wildtierservice des Forst- und Landwirtschaftsbetriebs der Stadt Wien Spaziergänger*innen daran: Wer im Frühjahr junge Wildtiere entdeckt, sollte diese keinesfalls angreifen oder mitnehmen. Was oft hilflos wirkt, ist in Wirklichkeit ganz natürlich. Junge Hasen, Rehkitze oder Jungvögel werden von ihren Eltern regelmäßig versorgt, auch wenn diese gerade nicht sichtbar sind. Für die Jungtiere ist es normal, auf elterliche Pflege zu warten.

Jungtiere sind meist nicht verlassen

Tiereltern sind oft nur kurz beim Nachwuchs, um keine Fressfeinde anzulocken und Nahrung zu suchen. Bei vielen Vogelarten verlassen die Jungtiere das Nest bereits, bevor sie vollständig flugfähig sind, und halten sich am Boden oder in der Vegetation auf. In dieser Phase bleiben sie in Kontakt mit ihren Eltern und werden weiterhin versorgt.
Wer sich nähert, hält die Elterntiere oft davon ab, zurückzukehren.

Nur verletzte Tiere brauchen Hilfe

„Bitte lassen Sie aufgefundene Jungtiere unbedingt in Ruhe und entfernen Sie sich. So helfen Sie am meisten“, betont Günther Annerl, Leiter des Wildtierservice Wien. Nur sichtbar verletzte Tiere benötigen menschliche Unterstützung.

Was tun im Ernstfall?

Das Einsatzteam des Wildtierservice Wien hilft verletzten und in Not geratenen Wildtieren. Bestens geschulte und erfahrene Wildtierökolog*innen und Tierpfleger*innen beraten die Bevölkerung und sorgen bei Einsätzen für eine schonende und möglichst stressfreie Hilfe für die Wildtiere.

Wildtierservice: 01 4000-49090
Mehr Infos: wildtierservice-wien.at

Richtiges Verhalten auf einen Blick:

  • Nicht angreifen oder mitnehmen
  • Abstand halten und rasch weitergehen
  • Beobachtungen nur aus großer Entfernung
  • Hunde an die Leine
  • Nur verletzte Tiere melden – keine Eigenversorgung

Quelle: Stadt Wien



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