Jahresergebnis des NÖ Generationenfonds

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Niederösterreich

09 Apr 21:00 2026 von Redaktion International Print This Article

LR Kasser: 5,7 Prozent als wirklich gutes Ergebnis

„Die Welt steht definitiv Kopf“ sagte Finanzlandesrat Anton Kasser in Anlehnung an den Titel der diesjährigen Landesausstellung zu Beginn seiner Ausführungen über das Jahresergebnis des NÖ Generationenfonds bei einem Hintergrundgespräch gemeinsam mit FIBEG-Geschäftsführer Johannes Kern am heutigen Donnerstag im NÖ Landhaus in St. Pölten.

„In diesen Zeiten wächst die Sehnsucht nach Verlässlichkeit und Stabilität, genau das gibt der Generationenfonds. Die Niederösterreicher können sich darauf verlassen, dass mit ihrem Geld verantwortungsvoll umgegangen wird“, betonte der Landesrat und nannte das Ergebnis von nominal 5,7 Prozent nach Kosten im Kalenderjahr 2025 ein wirklich gutes Ergebnis: „Bei einem Stock im Generationenfonds von 2,5 Milliarden Euro, der bewirtschaftet wird, liegt die Wertsteigerung seit Beginn im Jahr 2002 bei 76,9 Prozent bzw. im Durchschnitt pro Jahr bei 2,4 Prozent“.

In diesem Zeitraum habe sich die Lage von den einst günstigen Energiepreisen und starken Exportmärkten hin zu höheren Kosten, stärkerem Druck auf die öffentlichen Budgets und einer großen Verunsicherung der Menschen verändert. „Niederösterreich hat keinen Einfluss auf die Verwerfungen in der Welt, aber darauf, welche Antworten auf die Herausforderungen gefunden werden“, fuhr Kasser fort und nannte dabei insbesondere Unabhängigkeit bei der Energieversorgung, neue Absatzmärkte und mehr Verantwortung in Sicherheitsfragen.

„Der Generationenfonds steht für Vorsorge, Stabilität und Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen. Populismus und das Ausnützen der Verunsicherung bringen uns nicht weiter. Wir brauchen Gemeinsamkeit, Geschlossenheit und einen klaren Blick nach vorne“, meinte der Finanzlandesrat abschließend.

Johannes Kern führte aus, das Ergebnis des Generationenfonds 2025 sei besser als jenes der Pensions- und Vorsorgekassen. Als Gründe dafür nannte er die breite Streuung von rund 9.500 Einzelpositionen im Portfolio, das Prinzip Risikominimierung statt Gewinnmaximierung sowie eine Währungssicherung, die etwa die Dollarabwertung nicht durchschlagen habe lassen. Die 5,7 Prozent des Jahres 2025 seien eines der besten Ergebnisse seit 2010 und entsprächen 152 Millionen Euro. Über die letzten zehn Jahre läge dieser Wert bei 613 Millionen Euro, seit Beginn bei 1,6783 Milliarden Euro.

„2025 lag die Überrendite bei 3,5 Prozent bzw. die Sharpe Ratio für das Risiko/Ertrags-Verhältnis bei 1,3. Mit dem Wert von 0,71 der Sharpe Ratio über die letzten zehn Jahre liegt der NÖ Generationenfonds an erster Stelle von 44 vergleichbaren Mischfonds. Der externe Prüfbericht über die Erfüllung der Vorgaben des Landtags hat keine Beanstandungen gebracht“, schloss der FIBEG-Geschäftsführer.


Quelle: Land Niederösterreich



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