Haselblüte eröffnet die Pollensaison

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Haselblüte eröffnet die Pollensaison
Foto: Roman Fenninger
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Haselblüte eröffnet die Pollensaison
Foto: Georg Wilke
25 Jän 18:16 2024 von OTS Print This Article

Kältebedingt startet die Pollensaison heuer später als im letzten Jahr. Doch jetzt geht’s Schlag auf Schlag: Ende Jänner/Anfang Februar blüht die Hasel, gefolgt von der Erle. Dazu kommen Eiben und Zypressengewächse – alles pollenstäubende Pflanzen, die das Leben von Menschen, die auf Frühblüher allergisch reagieren, in den nächsten Wochen nicht angenehm werden lassen. Mehr zum aktuellen Pollenflug unter www.polleninformation.at.

Schlechte Nachrichten für Menschen, die auf den Pollen von Pflanzen allergisch reagieren, denn mit der Blüte der Hasel startet die heurige Pollensaison. „In östlichen und südöstlichen sowie meist in städtischen Teilen des Landes haben Haselnusssträucher ihre Blühbereitschaft erreicht und setzen erste Pollen frei“, informiert Dr. Markus Berger, Leiter des Österreichischen Polleninformationsdienstes. „Bei Temperaturen um und über fünf Grad sowie sonnig-trockenem Wetter ist mit geringen bis mäßigen Belastungen zu rechnen.“ Auf die Hasel folgt die Erle und auch Eiben sowie Zypressengewächse bereiten sich langsam auf die Freisetzung von Pollen vor. An thermisch begünstigten Orten können bereits erste Zypressenpollen in die Luft abgegeben werden. Aufgrund des frostigen Jänners startet die Pollensaison später als im Vorjahr. „Wir erwarten zwar keine außergewöhnliche Belastungswelle. Jedoch reagieren Allergiker speziell am Anfang der Saison besonders empfindlich auch auf geringe Mengen an Allergen in der Luft“, so Berger.

Purpur-Erle verlängert Pollensaison

Die Erlen befinden sich aufgrund des Wetters aktuell noch in Winterruhe. Nicht so die Purpur-Erle. Sie hat sibirische Gene, ist dadurch winterresistent, widerstandsfähig und blüht bereits Wochen vor der heimischen Erle. Dieser Baum wird immer mehr in Städten gepflanzt – zum Leidwesen der Allergiker, denn seine Pollen sind hochallergen. Die zunehmende Verbreitung der Purpur-Erle verkürzt die pollenfreie Zeit auf nur noch zwei Monate im Jahr. Berger: „Bis dato ist die Saison sehr moderat verlaufen. Die frostigen Temperaturen haben bis jetzt kaum Pollenflug ermöglicht.“ Damit ist die Saison der Purpur-Erle für 2023/2024 in weiten Teilen Österreichs vorüber. Doch Achtung: „Die heimischen Vertreter der Erlen haben gut gefüllte Kätzchen und sind nun bald bereit sich zu öffnen. Bei schlagartiger Erwärmung wird es zu starken Belastungen durch Hasel und in Folge Erlen kommen.“

Rat & Hilfe bei Pollenallergien

„Heuschnupfen“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die medizinische Diagnose „allergische Rhinitis“ und meint die allergische Reaktion, die durch Kontakt mit Pollen hervorgerufen wird. Eine rinnende oder eine verstopfte Nase, Augenjucken und Niesen sind Beschwerden, mit denen Allergiker während des Pollenfluges zu kämpfen haben. Klingt soweit nicht dramatisch, vor allem, da der Pollenflug auch zeitlich begrenzt ist. Das Ausmaß einer unbehandelten allergischen Rhinitis ist allerdings deutlich größer, als es auf den ersten Blick erscheint. Denn die allergische Reaktion kann sich von den oberen Atemwegen in Richtung Lunge ausweiten und Asthma auslösen (sog. Etagenwechsel). „Menschen, die auf Frühblüher reagieren, sollten rasch einen allergologisch versierten Facharzt für Haut-, HNO-, Lungen- oder Kinderkrankheiten aufsuchen, um geschützt in die Saison zu starten“, empfiehlt der HNO-Mediziner.

Wer sich unsicher ist, sollte das Pollentagebuch des Polleninformationsdienstes führen, täglich die Beschwerden dokumentieren und den Bericht dem Arzt vorlegen, der dann eine zielgerichtete Therapie einleitet.

Dazu gilt es, den Kontakt zu den Allergieauslösern möglichst zu meiden. Das gelingt durch die Services des Polleninformationsdienstes. Die kurz- und mittelfristigen Prognosen, eine exakte tagesaktuelle Pollenvorhersage sowie einen Countdown, wann in welcher Region mit welchen Belastungen zu rechnen sein wird, kann man im Internet unter www.polleninformation.at abrufen. Aktuelle Meldungen gibt’s zusätzlich per E-Mail-Newsletter, via Facebook, Telegram und Signal sowie als kostenlose Pollen-App.

Tipps für die Allergenvermeidung

  • Halten Sie sich an den Tagen hoher Belastung so wenig wie möglich im Freien auf. Die stundenaktuelle Pollenbelastung finden Sie postleitzahlgenau auf www.polleninformation.at (Allergierisiko).
  • Wechseln Sie nach dem Aufenthalt im Freien Ihre Kleidung und legen Sie sie nicht im Schlafbereich ab.
  • Wollen Sie Ihr Haus/Wohnung lüften, empfehlen wir den Einbau von Pollenschutzgittern vor den Fenstern. Damit bleiben die meisten Pollen draußen, das Lüften in der Nacht wird erleichtert und erholsamer Schlaf bei frischer Luft möglich.
  • Tragen Sie eine Sonnenbrille (ideal mit Seitenschutz). Sie hält die Pollen von Ihren Augen fern und schützt deren Schleimhäute, die zur Pollenzeit besonders lichtempfindlich sind.
  • An pollenintensiven Tagen ist bei möglichst allen Aufenthalten im Freien – vor allem bei sportlichen Aktivitäten – eine Schutzmaske empfehlenswert.
  • Pollenfilter im Auto regelmäßig warten und tauschen.


Link-Tipps:

www.polleninformation.at: Aktueller Pollenflug, individuelle Belastung, Download Pollen-App etc.

www.pollenallergie.at: Service für Ärzte

www.allergenvermeidung.org: Hintergrundinfo & Tipps zur Allergenvermeidung

Über den Österreichischen Polleninformationsdienst

Die Mission des Polleninformationsdienstes ist eine optimale Versorgung von Patienten und Ärzten mit relevanten Informationen zum Pollenflug. Dazu stellt er Ärzten, Allergikern, Medien, der Politik sowie Interessierten kostenlose Information zur aktuellen Pollensituation sowie Pollendaten zur Verfügung. Die kurz- und mittelfristigen Prognosen, die Allergierisiko-Landkarte, Unwetterwarnungen, Ozonwarnungen, Asthmawetter, eine exakte tagesaktuelle Pollenvorhersage sowie einen Countdown, wann in welcher Region mit welchen Belastungen zu rechnen sein wird, kann man unter www.polleninformation.at abrufen. Aktuelle Meldungen gibt’s zusätzlich per E-Mail-Newsletter, via Facebook, Telegram, Signal, Instagram und als kostenlose Pollen+ App.


Quelle: OTS



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