Burgenland: Geschäftsbericht 2025 - Burgenlands Kliniken verzeichnen Rekordzahlen
LH Doskozil: „Der Geschäftsbericht zeigt den burgenländischen Weg. Wir investieren auch, weil der Bedarf steigt“
Die Gesundheit Burgenland hat ihren Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt deutlich: Noch nie wurden so viele medizinische Leistungen erbracht. Sowohl die Zahl der stationären als auch der ambulanten Patientinnen und Patienten ist gestiegen, gleichzeitig wurden neue medizinische Schwerpunkte aufgebaut und wichtige Zukunftsprojekte auf Schiene gebracht. Für Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bestätigt der Geschäftsbericht den eingeschlagenen Kurs der burgenländischen Gesundheitsoffensive.
„Der Geschäftsbericht zeigt sehr deutlich, warum wir unsere Gesundheitsoffensive konsequent umsetzen. Die Menschen werden älter, der medizinische Bedarf steigt und unsere Kliniken werden immer stärker in Anspruch genommen. Genau deshalb investieren wir seit Jahren konsequent in unsere fünf Klinikstandorte, in modernste Medizintechnik und in neue medizinische Leistungen. Gesundheit ist keine Frage des Wohnortes oder des Einkommens, sondern ein Grundrecht“, betont Doskozil.
Der Landeshauptmann erneuert zugleich seine Kritik an Überlegungen, medizinische Leistungen stärker zu zentralisieren. „Wir brauchen ein starkes öffentliches Gesundheitssystem und keine schleichende Privatisierung. Wer glaubt, Primärversorgungseinheiten könnten Krankenhäuser ersetzen, verkennt völlig die Realität. Die Menschen brauchen eine gute Basisversorgung und leistungsfähige öffentliche Krankenhäuser mit Spezialisierungen. Deshalb halten wir an unserer Fünf-Spitäler-Garantie fest.“
Die Offensive koste Geld, der Schwerpunkt sei eine politische Entscheidung: „200 Millionen Euro zahlen wir jährlich aus dem Landesbudget in den Betrieb der Kliniken. Das ist uns die Versorgung der Menschen wert und das geht sich aus.“ Die Zahlen des Geschäftsberichts unterstreichen den Offensivkurs des Landes. Im Jahr 2025 wurden 35.289 stationäre Patientinnen und Patienten behandelt, die Zahl der ambulanten Patientinnen und Patienten stieg um 8,2 Prozent auf 183.066. Insgesamt wurden 20.577 Operationen durchgeführt. Die medizinische Leistung gemessen an den LKF-Punkten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als 33 Prozent auf rund 199,5 Millionen Punkte. Die Umsatzerlöse stiegen auf 337,9 Millionen Euro.
Besonders erfreulich sei laut Doskozil auch, dass sich das Burgenland in Bereichen positiv und entgegen dem Bundestrend entwickle. So stiegen die Geburtenzahlen an der Klinik Oberpullendorf um sechs Prozent, die Kinderwunschambulanz verzeichnete um 40 Prozent mehr Behandlungszyklen bei gleichzeitig überdurchschnittlichen Erfolgsquoten. Gesundheit Burgenland-CEO Florian Schlechtleitner sieht im Geschäftsbericht eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. „Hinter diesen Zahlen stehen Entscheidungen, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Der Aufbau der minimalinvasiven Neurochirurgie und des Wirbelsäulenzentrums, der Startschuss für die Herzchirurgie in Oberwart, das österreichweit einzigartige da Vinci Single-Port-System, die EMAS-III-Zertifizierung oder der Neubau der Klinik Gols sind Investitionen, die den Menschen unmittelbar zugutekommen. Wir treiben Innovationen nicht um der Technik willen voran, sondern um die medizinische Versorgung weiter zu verbessern.“ Besonders stolz zeigt sich Schlechtleitner über eine Zahl: „Dass wir unsere Pflegestellen vollständig besetzen konnten, ist angesichts des österreichweiten Fachkräftemangels alles andere als selbstverständlich.“
Für Doskozil steht fest: „Die steigenden Patientenzahlen zeigen, dass die Menschen Vertrauen in unsere Kliniken haben. Dieses Vertrauen ist für uns Auftrag, die Gesundheitsoffensive konsequent weiterzuführen. Wir werden weiter in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in moderne Infrastruktur und in Spitzenmedizin investieren – damit die Burgenländerinnen und Burgenländer auch in Zukunft auf eine starke öffentliche Gesundheitsversorgung zählen können. Mein aufrichtiger Dank gilt den 2.792 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Teams der Kliniken leisten hervorragende Arbeit.“
Die wichtigsten Kennzahlen 2025
- 2.792 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inklusive Karenzen)
- 35.289 stationäre Patientinnen und Patienten (+0,36 %)
- 183.066 ambulante Patientinnen und Patienten (+8,22 %)
- 20.577 Operationen gesamt
- 948 Geburten
- 633 Betten
- 226 Pflegeschülerinnen, 107 Absolventinnen
- 4,64 Tage durchschnittliche Verweildauer
- LKF-Punkte gesamt: +33,26 % auf 199.519.433
- Umsatzerlöse: 337,9 Mio. Euro (2024: 309,4 Millionen)
Quelle: Land Burgenland
