Melk: Gefährliche Drohung auf der A 1

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Foto © LPD NÖ
25 Apr 16:16 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

Ein Anzeiger erstattete am 23. April, gegen 14.45 Uhr, über Notruf bei der Polizei die Anzeige, dass ein Pkw mit MI-Kennzeichen mit weit überhöhter Geschwindigkeit auf der A 1 in Fahrtrichtung Salzburg unterwegs sei. Kurz darauf erstattete eine 18-jährige Pkw-Lenkerin aus dem Bezirk Melk ebenfalls über Notruf die Anzeige, dass sie Probleme mit dem Lenker des oben angeführten Pkws habe und von diesem mit einer Pistole bedroht worden sei. Daraufhin wurde eine Fahndung nach dem Pkw eingeleitet.
Von Bediensteten der Landesverkehrsabteilung, Polizeiinspektion St. Pölten – Fremden- und Grenzpolizei, konnten beide Fahrzeuge auf dem Parkplatz im Bereich der Autobahnabfahrt Ybbs, im Gemeindegebiet von Bergland, angetroffen werden.
Die Ermittlungen der Polizeibediensteten ergaben, dass beide Pkw auf der A 1 in Fahrtrichtung Salzburg gefahren sind. Dabei soll es zu mehreren riskanten Abbrems- und Überholmanövern gekommen sein. In der Folge soll ein 21-jähriger Pkw-Lenker aus dem Bezirk Mistelbach sein Fahrzeug im Gemeindegebiet von Bergland ohne ersichtlichen Grund stark abgebremst haben, wodurch es zu einem Auffahrunfall gekommen sei, bei dem niemand verletzt wurde. Die beiden Fahrzeuglenker hielten auf dem Pannenstreifen an. Dabei soll der 21-jährige Pkw-Lenker mit einer Pistole und sein Beifahrer, ein 19-jähriger aus dem Bezirk Gänserndorf, mit einem Schlagring bewaffnet zu dem Fahrzeug der 18-Jährigen gegangen sein. Die 18-Jährige, sowie ihr Beifahrer, ein 19-Jähriger aus dem Bezirk Melk, wurden dadurch in Furcht und Unruhe versetzt.
Die 18-jährige Pkw-Lenkerin flüchtete daraufhin mit dem Pkw vom Tatort und touchierte beim Einordnen in den Fließverkehr ein unbeteiligtes Fahrzeug. Dabei wurde niemand verletzt. Der 21-jährige Beschuldigte soll die Pistole in die angrenzende Böschung geworfen haben.
Anschließend begaben sich alle Beteiligten zu einem Parkplatz im Bereich der Autobahnabfahrt Ybbs, wo sie von den Polizeibediensteten angetroffen wurden.
Die Waffe (Schreckschusspistole) konnte bei einer Suche durch Bedienstete der Autobahnpolizeiinspektion Melk, der Schnellen-Interventionsgruppe der Polizei (SIG) und einer Polizeidiensthundestreife, von dem Diensthund "Soocky" aufgestöbert und sichergestellt werden.

Der 21-jährige und der 19-jährige Beschuldigte zeigten sich umfangreich geständig und werden nach Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt. Ein vorläufiges Waffenverbot wurde ausgesprochen.

Der 21-Jährige und die 18-Jährige werden wegen zahlreicher Verwaltungsübertretungen der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.

Ein Foto der sichergestellten Waffen kann bei der Landespolizeidirektion Niederösterreich, Büro Öffentlichkeitsarbeit und interner Betrieb, unter der Telefonnummer 059133-30-1133, angefordert werden.



Quelle: LPD Niederösterreich



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