Innsbruck: Fuß- und Radwege mit neuen Schildern sichtbar gemacht

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In der Angerzellgasse und an insgesamt fast 40 weiteren Stellen werden die neuen Verkehrsschilder aufgestellt.
Foto: P. Schuierer-Aigner
18 Okt 09:46 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

Innsbruck zeigt, wo es hinter Auto-Sackgassen für Fuß und Rad weitergeht

Vielleicht entdeckt die eine oder der andere in den nächsten Wochen neue Fuß- und Radwege durch Innsbruck: Denn mit der neuen Straßenverkehrsordnung sind unter anderem neue Sackgassen-Schilder möglich. Diese bilden explizit ab, wenn es hinter einer Sackgasse für breitere und motorisierte Fahrzeuge, für bestimmte andere VerkehrsteilnehmerInnen weitergeht. „Das ist eine super Möglichkeit für uns, dass RadfahrerInnen und zu Fuß Gehende die schnellsten Wege finden, auch wenn in einer Straße für Autos Schluss ist“, sagt Mobilitätsstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl. An 15 Stellen in der ganzen Stadt, zum Beispiel in der Gumppstraße, in der Angerzellgasse oder am Hutterweg hängen die neuen Schilder bereits, über 20 weitere Schilder folgen noch.

Weitere Möglichkeiten der fuß- und fahrradgerechteren Gestaltung des öffentlichen Raums und der Straßen durch die Straßenverkehrsordnungsnovelle, wie etwa das Rechtsabbiegen trotz Rot für FahrradfahrerInnen an dafür geeigneten Kreuzungen, ist Gegenstand laufender Prüfungen im Stadtmagistrat. „Wir wollen hier alle Möglichkeiten ausschöpfen, den FußgängerInnen und den RadfahrerInnen das Weiterkommen in Innsbruck so leicht wie möglich zu machen“, betont Stadträtin Uschi Schwarzl.

Vorrang für Rad- und Fußverkehr
Die Stadt Innsbruck hat im November 2020 im Gemeinderat mit dem Radmasterplan 2030 ein umfangreiches Programm zur Stärkung des Radverkehrs beschlossen. Maßnahmen von in Summe fast 40 Mio. Euro zur Stärkung des Radverkehrs sind dabei angeführt. Der Radverkehr nimmt in Innsbruck seit Jahren, wie an allen Zählstellen dokumentierbar ist, deutlich zu. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts IMAD im Frühjahr 2021 im Rahmen des städtischen Radmasterplans hat ergeben, dass das Fahrrad im Sommer bereits meistgenutztes Verkehrsmittel der InnsbruckerInnen ist. In der kalten und nassen Jahreszeit gibt es noch Aufholbedarf – da will die Stadt Innsbruck mit einer massiven Verbesserung der Radinfrastruktur aufholen. Mit dem Masterplan Gehen verfügt die Stadt Innsbruck außerdem über ein Strategiepapier mit konkreten Maßnahmenbündel für den Fußverkehr, der das ambitionierte Ziel hat, den Fußverkehr in Kombination mit dem Umweltverbund im Jahr 2030 auf einen Anteil von 80 Prozent am Modal-Share in Innsbruck zu erhöhen. Dazu sollen Gehsteige gebaut oder verbreitert, Gefahrenstellen entschärft und dem Fußverkehr in der Planung Priorität eingeräumt werden.


Quelle: Stadt Innsbruck



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