Innsbruck: Für Kinder und Eltern sorgen

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In den Betreuungseinrichtungen lernen Kinder neben pädagogischen Inhalten auch soziales Verhalten und knüpfen erste Freundschaften.
Foto: W. Giuliani
04 Jun 11:00 2021 von Redaktion International Print This Article

Ein bekanntes Sprichwort besagt, es brauche ein ganzes „Dorf“, um ein Kind zu erziehen. Die Landeshauptstadt arbeitet laufend daran, in Innsbruck lebende Familien bestmöglich zu unterstützen.

Das vergangene Jahr war für die meisten Familien sehr heraus fordernd. Die coronabedingten Ausgangsbeschränkungen und die empfohlene oder verordnete Reduktion von Kontakten haben dazu geführt, dass ein sehr viel größerer Teil der Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht werden musste. Besonders Schulkinder waren von den wiederholten Varianten von Homeschooling, Distanzlehre und Schichtbetrieb betroffen. Wenn, wie in vielen Familien, Homeoffice oder die Anordnung einer Quarantäne hinzukamen, wurde der Platz in der Wohnung häufig zu eng. Die Stadt Innsbruck setzt auf zahlreiche Initiativen, um den Familien in schwierigen Zeiten unter die Arme zu greifen.

Angebot erhöht

Um die steigende Nachfrage abzudecken, werden die verfügbaren Kinderkrippen- und Kindergartenplätze laufend erhöht und die Öffnungszeiten der Einrichtungen angepasst. Mit dem Ausbau der schulischen Ganztagesbetreuung, vor allem in der verschränkten Form, in der sich Unterrichtszeit und Freizeit über den Tag verteilt ablösen, kommt Innsbruck der „Schultaschenlosen Schule“ außerdem einen Schritt näher. Wenn die Kinder keine
Hausübungen zuhause erledigen müssen, wird auch den Eltern eine Last abgenommen und eine mögliche Konfliktursache in der Familie vermieden.

Die Wochen während der Corona-Lockdowns waren besonders für Familien mit Kindern sehr fordernd. „Mir war es daher wichtig, dass alle Einrichtungen der Stadt stets geöffnet sind und die Beiträge für Kindergärten, Horte und Tagesheime ausgesetzt wurden. Auch bei privaten Trägern konnten wir eine Ausfallsförderung für Elternbeiträge umsetzen“, betont Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr und hebt weiter hervor: „Die Kinderkrippen und Kindergärten sind unsere ersten Bildungseinrichtungen, in denen die Kinder wichtige Lernerfahrungen machen: Neben den pädagogischen Inhalten werden auch soziales Verhalten, Empathie, das Knüpfen und Festigen von Freundschaften sowie das gemeinsame Lösen von Konflikten erlernt.“

Eine wichtige Rolle in der Kinderbildung nimmt die sprachliche Frühförderung ein, die in den städtischen Kindergärten mit einem integrativen Konzept umgesetzt wird. „Zusätzlich verstärken wir in diesen Sommerferien unser ‚Deutsch im Sommer‘-Angebot für Kindergartenkinder, die im Herbst mit der Volksschule starten und deren Erstsprache eine andere Sprache als Deutsch ist“, erklärt Mayr und ergänzt: „Im vergangenen Sommer haben wir mit einem Standort gestartet und das Angebot wurde sehr gut angenommen. In diesem Jahr erweitern wir daher auf insgesamt vier Standorte in der Stadt.“


Quelle: Stadt Innsbruck



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