Burgenland: Frankenau-Unterpullendorf gewinnt Entsiegelungswettbewerb „Baba, Beton!“ 2025
LH-Stv.in Haider-Wallner: ökologische und soziale Verantwortung in Verbindung mit hoher Aufenthaltsqualität für die Menschen
Im Martinsschlössl wurde am Dienstagabend das Siegerprojekt von „Baba, Beton!“ ausgezeichnet. Frankenau-Unterpullendorf gewann mit „Kirchplatz Frankenau – Platz der Generationen“ den ersten burgenländischen Entsiegelungswettbewerb für Gemeinden und setzte sich gegen elf weitere Projekte durch. Der rund 700 Quadratmeter große, derzeit stark versiegelte Kirchenvorplatz in Frankenau wird weitgehend entsiegelt und zu einem grünen, klimaresilienten Begegnungsraum umgestaltet. Das Land Burgenland fördert die Umsetzung mit bis zu 100.000 Euro. Der Start der Umsetzungsphase ist für das Frühjahr 2026 geplant. „Wo heute noch Asphalt dominiert, entsteht morgen ein Ort der Begegnung mit Grünflächen und einem guten Mikroklima. Das Siegerprojekt zeigt vorbildhaft, wie viel Kraft in einer gut geplanten Idee steckt – und wie aus Betonflächen wieder lebendige Dorfplätze werden können“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, die den Wettbewerb im vergangenen September ausgerufen hatte. Ein Anerkennungspreis der Österreichischen Hagelversicherung ging an den Projektentwurf „Jerusalemplatz“ in Eisenstadt.
Alle 171 burgenländischen Gemeinden wurden eingeladen, bis 30. November 2025 Projekte für „Baba, Beton!“ einzureichen. Die Juryentscheidung fiel am 14. Jänner 2026 nach klar definierten Kriterien wie Größe, Lage im Ort, ökologischer Mehrwert, Verbesserung des Mikroklimas, Aufenthaltsqualität und Einbindung der Bevölkerung.
Der aktuell stark versiegelte Kirchenvorplatz in Frankenau soll umfassend entsiegelt und umgestaltet werden. Geplant sind Baumpflanzungen, Blühwiesen, Stauden- und Gräserflächen, versickerungsfähige Beläge, Wasserflächen sowie Beschattungselemente und Sitzgelegenheiten. Das Projekt soll ökologische Aufwertung mit sozialer Nutzung verbinden und einen lebendigen Treffpunkt für alle Generationen schaffen.
Beispielgebendes Projekt für Entsiegelung in Gemeinden
Die unabhängige Fachjury – bestehend aus sieben Expert:innen aus den Bereichen Architektur, Landschaftsplanung, Ingenieurbiologie, Siedlungswasserbau sowie Boden- und Katastrophenschutz – hob insbesondere die fundierte Analyse, die kohärente gestalterische Einbettung in den bestehenden Ortsraum sowie den hohen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas hervor. „Das Projekt hat das Potenzial, beispielgebend für viele ähnlich strukturierte Gemeinden im Burgenland zu wirken. Durch eine Reihe von Maßnahmen wird die Qualität des Platzes für Bevölkerung und Biodiversität deutlich gesteigert und das Mikroklima langfristig verbessert“, so der Juryvorsitzende Harald Höller.
„Mit diesem Siegerprojekt wird deutlich: Bodenschutz ist keine abstrakte Debatte, sondern betrifft die unmittelbare Umgebung. Die Gemeinde verbindet ökologische und soziale Verantwortung mit hoher Aufenthaltsqualität für die Menschen – genau das wollen wir mit ,Baba, Beton!‘ erreichen und in Zukunft fortsetzen“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Haider-Wallner.
„Besonders wichtig ist mir, dass hier ein lebendiger Ort der Begegnung entsteht – ein Platz, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, um sich auszutauschen und Zeit miteinander zu verbringen. Unsere Gemeinde möchte schon lange einen ersten bedeutenden Schritt zu Entsiegelung und Begrünung leisten – das ist der Start! So entsteht eine bessere Aufenthaltsqualität und langfristige Klimasicherheit im Ort“, so der Bürgermeister von Frankenau-Unterpullendorf Paul Fercsak.
Quelle: Land Burgenland
