Wien: Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien ist Forstbetrieb des Jahres

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Wien

04 Dez 07:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien ist Forstbetrieb des Jahres

Die Forstzeitung kürt jedes Jahr den Forstbetrieb des Jahres – eine Ehre, die heuer dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien zuteilwurde.

„Ich gratuliere dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb zu dieser Auszeichnung, die auf die enorm wichtige Arbeit dieses Bereiches aufmerksam macht. Die Wälder der Stadt Wien sind gut fürs Klima, sichern aber auch die hohe Qualität des Wiener Trinkwassers und sind zudem beliebte Nacherholungsziele“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Eine naturnahe Bewirtschaftung hat deshalb oberste Priorität!“

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung der Forstzeitung. Als Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien verwalten wir rund 42.000 Hektar Wald und Wiesen“, so Forstdirektor Andreas Januskovecz. Knapp 33.000 Hektar dieser Fläche entfallen auf die Quellenschutzwälder im Schneeberg-Rax- und im Hochschwabgebiet. In und um Wien werden über 9.000 Hektar Forst durch den Forst- und Landwirtschaftsbetrieb betreut. Zusätzlich zu diesen Forstflächen werden auch rund 2.000 Hektar biologische Landwirtschaft durch den Forst- und Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaftet.

Quellenschutzwälder dienen dem Schutz des Wiener Trinkwassers

Das Wiener Trinkwasser kommt aus den Karstgebieten um Rax, Schneeberg und Hochschwab. Zum Schutz dieses Wassers spielen die Quellenschutzwälder eine zentrale Rolle – eine naturnahe Bewirtschaftung, die Erhaltung eines möglichst unberührten Bodenzustands und der Schutz vor Verschmutzung des Wassers stehen hier im Vordergrund. Dafür werden die nötigen Forstarbeiten mit boden- und baumschonenden Methoden durchgeführt, zum Beispiel mittels Seilkran. Um das Gleichgewicht des Ökosystems möglichst wenig zu stören, wird auf großflächige Kahlschläge verzichtet und auf Biodiversität und einen ausgewogenen Alt- und Totholzbestand geachtet.

Naherholung und Kühlung für die Stadtbevölkerung

In und um Wien werden über 9.000 Hektar Wälder vom Forst- und Landwirtschaftsbetrieb betreut. Dies umfasst zum Beispiel den Lainzer Tiergarten, die Lobau, den Wienerberg und Teile der Donauinsel und des Wienerwaldes. „Diese Gebiete sind wichtige Naherholungsgebiete für die Wiener Bevölkerung, aber auch Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Außerdem haben diese Wälder in den heißen Sommermonaten einen wichtigen Kühlungseffekt auf die Stadt.“, erklärt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Auch in den Wäldern in und um Wien steht eine naturnahe, schonende Bewirtschaftsweise unter Berücksichtigung aller Bedürfnisse im Zentrum.

Aufbau eines resilienten Waldes

Der Klimawandel bringt auch für unsere Wälder neue Herausforderungen. Über Jahrhunderte hinweg wurden die Wälder durch den Menschen verändert, indem aus wirtschaftlichen Gründen ausgewählte Baumarten bevorzugt wurden. „Solche, von Menschen geschaffenen Monokulturen reagieren viel anfälliger auf Veränderungen und Extremereignisse und sind dem Klimawandel deswegen nicht gewachsen. Im Fokus der Wiener Wälder steht der Aufbau eines Waldes, der resilient gegenüber Veränderungen ist, sprich, bei Veränderungen in der Lage ist, sich selbst zu regenerieren und wieder in ein Gleichgewicht zurückzuzukehren.“, erklärt Forstdirektor Andreas Januskovecz. Dafür setzt der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb auf einen vielfältigen Wald mit heimischen Arten, schonende Bewirtschaftung und minimale Eingriffe.


Quelle: Stadt Wien



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