Salzburg: Europäische Impfwoche - Land Salzburg weitet Angebot aus
Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
Längere Öffnungszeiten bei öffentlichen Impfstellen / SALDIS bringt Vereinfachungen für Eltern, Ärzte und Apotheken
(LK) „Impfungen wirken für jede Generation“: Unter diesem Motto beginnt am Sonntag, dem 19. April, die Europäische Impfwoche. Bis zum Samstag, dem 25. April, wird im Rahmen der Aktionstage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Bedeutung von Impfungen zum Schutz vor vermeidbaren Krankheiten hingewiesen. Das Land Salzburg wird die Öffnungszeiten der Impfstellen in der nächsten Woche deutlich ausweiten.
Im Fokus der Europäischen Impfwoche 2026 stehen die Schulimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio, der Schutz vor HPV, Hepatitis B und Meningokokken ACWY sowie die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR). Von Montag, 20. April, bis Montag, 27. April, wird das Impfangebot im Bundesland verstärkt. Salzburgerinnen und Salzburger können das Angebot nach Voranmeldung kostenlos nutzen. Sofern vorhanden, sollte der Impfausweis mitgebracht werden. Die zusätzlichen Möglichkeiten im Überblick:
- MMR-Impfungen, aber auch Covid, HPV, Herpes Zoster und Pneumokokken-Impfungen:
- Landessanitätsdirektion in der Sebastian-Stiefgasse 2: Montag, 20. April (13.00 Uhr bis 16.30 Uhr), Dienstag, 21. April, und Mittwoch, 22. April (jeweils 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr), und Donnerstag, 23. April (13.00 Uhr bis 15.00 Uhr)
- MMR-Impfungen und Schulimpfungen:
- Bezirkshauptmannschaft St. Johann, Gesundheitsamt am Dienstag, den 21. April 2026, von 13.15 Uhr bis 15.45 Uhr
- MMR-Impfungen und Schulimpfungen:
- Bezirkshauptmannschaft Tamsweg, Gesundheitsamt - Dienstag, 21. April, von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
- MMR-Impfungen, Schulimpfungen und Herpes Zoster-Impfungen:
- Bezirkshauptmannschaft Zell am See, Gesundheitsamt am Montag, 27. April, von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Gutschi: „Vorzeigeprojekt SALDIS funktioniert.“
Digital statt Papier ist das Motto des neuen Salzburger Impfsystems SALDIS beim Kinderimpfprogramm. Seit 1. Jänner wird das Programm über den nationalen E-Impfpass abgewickelt. „Die Neuerung hat ausschließlich Vorteile und Vereinfachungen für Eltern, Ärztinnen und Ärzte sowie Apotheken gebracht. Nach den ersten drei Monaten ziehen wir eine sehr zufriedene Zwischenbilanz. Die Rückmeldungen aller Beteiligten sind sehr positiv. Mit diesem Projekt sind wir Vorreiter in Österreich“, freut sich Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi. Von Jahresanfang bis zum 31. März 2026 wurden über das neue System bereits knapp 14.000 Impfungen abgewickelt.
Gratis-Impfungen bis zum 18. Geburtstag
Ebenfalls seit Jahresanfang können Kinder und Jugendliche, die ihre Schulimpfungen versäumt haben oder unvollständig geimpft sind, diese auch bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten nachholen. Bei der 4-fach-Schutzimpfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio sowie gegen Hepatitis B ist die Altersgrenze dafür der 15. Geburtstag, bei Meningokokken ACWY ist es der 13. Geburtstag. „In Salzburg gibt es eine Sonderaktion. Auch nach Erreichen der Altersgrenze im Kinderimpfkonzept erhalten Jugendliche bis zum 18. Geburtstag an allen Gesundheitsämtern einen kostenlosen Schutz“, sagt Landesrätin Daniela Gutschi.
Im Fokus: Masern-Mumps-Röteln
Masern galten in Österreich bereits als so gut wie ausgerottet. Doch Ausbrüche in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Die heimtückische Krankheit breitet sich wieder aus. „Die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln ist gut verträglich und bestens erforscht. Wenn 95 Prozent der Bevölkerung zweimalig wären, würden wir einen Herdenschutz erlangen und automatisch Personen mitschützen, die aus bestimmten Gründen selbst nicht geimpft werden können. Die aktuellen Berechnungen der Durchimpfungsraten zeigen allerdings deutlich, dass nach wie vor in allen Altersgruppen dieser Wert leider unterschritten wird“, informiert Landessanitätsdirektorin Petra Gruber-Juhasz.
Kontaktpersonen bei Masern „abgesondert“
Die MMR-Impfung steht allen Personen in Österreich sowohl bei öffentlichen Gesundheitsämtern als auch im niedergelassenen Bereich kostenlos zur Verfügung – egal, wie alt man ist. Impflücken können so jederzeit geschlossen werden. Da Masern hochansteckend sind, müssen ungeschützte Kontaktpersonen bis zu drei Wochen zu Hause abgesondert werden, wenn sie Kontakt mit einer infektiösen Person hatten. Da das Masernvirus so ansteckend ist, genügt es für eine Ansteckung sogar, sich in einem Raum aufzuhalten, den ein Masern-Erkrankter vor zwei Stunden verlassen hat.
Quelle: Land Salzburg
