Burgenland: Burgenländische Innovation erleichtert Kreislaufwirtschaft im Alltag
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland/Daniel Fenz
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LH-Stv.in Anja Haider-Wallner besuchte südburgenländisches Unternehmen DosenKARTON
Seit dem Start des Einwegpfandsystems am 1. Jänner 2025 ist die Rückgabe von Getränkegebinden in Österreich gesetzlich geregelt. Während die Rücklaufquoten positiv sind, ist die Sammlung im Haushalt für viele Konsumentinnen und Konsumenten ungewohnt. Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner besuchte am Mittwoch-Nachmittag das südburgenländische Unternehmen DosenKARTON in Deutsch Kaltenbrunn, um sich über regionale Lösung für die saubere und platzsparende Sammlung von Pfandgebinden zu informieren. „Die Zukunft der Kreislaufwirtschaft entscheidet sich nicht nur in Recyclinganlagen, sondern im Alltag der Menschen. Wenn wir das Sammeln einfach, hygienisch und praktikabel gestalten, steigern wir auch die Rücklaufquote und leisten einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz“, erklärte Haider-Wallner im Rahmen ihres Besuches.
Das von Martina und Christian Gratzer entwickelte System DosenKARTON – Gebinde am Stück, Geld zurück! ermöglicht die geordnete, stehende Sammlung von 24 Getränkedosen in einem stabilen, aus Recyclingkarton gefertigten Trägersystem. Produziert wird regional bei Cardbox Packaging in Pinkafeld. Auch PET-Flaschen bis 0,5 Liter können gesammelt werden.
Der DosenKARTON wurde unter anderem mit dem 2. Platz bei „Burgenland InnovationsFIT 2024“ ausgezeichnet und für weitere Innovationspreise nominiert. Neben dem ökologischen Mehrwert – Aluminiumrecycling benötigt nur rund fünf Prozent der Energie von Primäraluminium – setzt das System auch soziale Impulse.
Mit Initiativen wie „DosenKARTON geht in die Schule“ können Schülerinnen und Schüler Pfandgebinde sammeln und die Erlöse für Klassenprojekte verwenden. Auch Feuerwehren und Sportvereine profitieren von einfachen Pfandspende-Aktionen. Ziel ist es, Umweltbewusstsein mit konkretem gesellschaftlichem Nutzen zu verbinden. „Gerade angesichts ökologischer Herausforderungen brauchen wir praktikable Lösungen, die die Menschen mitnehmen. Das Konzept zeigt, wie Kreislaufwirtschaft niederschwellig greifbar und alltagstauglich gemacht wird", betonte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner.
Quelle: Land Burgenland
