Bundeskanzlerin a. D. Brigitte Bierlein bei Schulevent von LEA - Let’s empower Austria

Slide background
Bundeskanzlerin a. D. Brigitte Bierlein bei Schulevent von LEA - Let’s empower Austria
Foto: LEA
Slide background
Bundeskanzlerin a. D. Brigitte Bierlein bei Schulevent von LEA - Let’s empower Austria
Foto: LEA
31 Jän 21:00 2024 von OTS Print This Article

80 Schüler:innen tauschten sich mit Bundeskanzlerin a. D. Brigitte Bierlein über Geschlechterstereotypen und konkrete Schritte in Richtung Gleichberechtigung aus

Wie kann ein geschlechtergerechtes Österreich aussehen? Welche Schritte müssen heute gesetzt werden, um tatsächliche Gleichstellung zu erreichen? Welche Rolle spielen weibliche Vorbilder für die Selbstbestimmung insbesondere von jungen Frauen? Diese Fragen standen am 25. Jänner im Fokus des Schulevents von LEA - Let’s empower Austria, dem Österreichischen Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen. Gemeinsam mit Bundeskanzlerin a. D. und LEA-Ehrenpräsidentin Brigitte Bierlein hielt LEA einen Workshop für rund 80 Schüler:innen zwischen 15-18 Jahren am Wiener Amerlinggymnasium ab.

Jugendliche identifizieren klare Hebel

Im Rahmen des Schulevents wurde mit den Jugendlichen interaktiv zu Geschlechterstereotypen und Diskriminierung sowie ihren persönlichen Gestaltungsideen für eine gleichberechtigtere Gesellschaft gearbeitet. Einen Nerv trafen dabei die Themen Gender Pay Gap und Kinderbetreuung bzw. Karenz, die von den Schüler:innen einhellig als große Hürden auf dem Weg zu tatsächlicher Gleichstellung benannt wurden.

Das Q&A mit Vorreiterin Brigitte Bierlein bot schließlich die Möglichkeit, unmittelbare Einblicke in den beeindruckenden Werdegang der ersten und einzigen Bundeskanzlerin Österreichs zu bekommen und mehr über die Prinzipien von parlamentarischer Arbeit, Gesetzgebung und Verfassung zu erfahren.

Bundeskanzlerin a. D. Brigitte Bierlein: „Tatsächliche Gleichstellung bedarf eines langen Atems – es wurde viel erreicht, dennoch besteht etwa im Lohnvergleich in der Privatwirtschaft nach wie vor dringender Handlungsbedarf. Es gibt keinen, schon gar keinen intellektuellen Grund, warum Mädchen und Frauen nicht dieselben Chancen erhalten und leben sollten wie ihre männlichen Kollegen. Wahlfreiheit ist in diesem Zusammenhang besonders bedeutsam.“

Melanie Reder, Teamleitung LEA-Workshops: „Es ist eine bereichernde Erfahrung, in den Schulworkshops gemeinsam mit den Jugendlichen stereotype Zuschreibungen zu hinterfragen, Bewusstsein für die eigenen Denkmuster zu schaffen und Möglichkeiten für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Alltag auszuloten. Die Unterstützung von Role Models wie LEA-Ehrenpräsidentin Brigitte Bierlein bietet hautnahe Einblicke in inspirierende Lebenswege und macht Mut, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen immer an sich selbst und die eigenen Stärken zu glauben.“

Die LEA-Schulbesuche

Mit den kostenlosen LEA-Schulbesuchen ab der 7. Schulstufe bringt unser Team Gleichstellungsthemen in die Klassenzimmer, schafft Bewusstsein für den Einfluss von Geschlechterstereotypen auf Alltag und Berufswahl und eröffnet Möglichkeitsräume. Die Schulbesuche im Workshopsetting ermutigen Jugendliche darin, bestehende Rollenbilder zu hinterfragen und ihren Lebensweg unabhängig von geschlechterbezogenen Erwartungen zu gestalten. Die Vorbildwirkung der LEA-Role Models illustriert, was es heißt, individuell und selbstbestimmt den eigenen Weg zu gehen.

Über LEA – Let’s empower Austria

Der 2022 gegründete österreichische Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen (LEA - Let’s empower Austria) hat sich zum Ziel gesetzt, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in Österreich voranzutreiben. Der Abbau von geschlechterbezogenen Rollenbildern und die Befähigung insbesondere junger Menschen und Frauen zur freien Potenzialentfaltung bilden dabei den Schwerpunkt der Maßnahmen. Mit bewusstseinsbildenden Formaten setzt LEA Akzente in sämtlichen Phasen der (weiblichen) Biografie – diese reichen vom MINT-Kinderbuch über Workshops für Kinder und Jugendliche oder Finanzbildungsseminare bis hin zur Projektförderung und Beauftragung von Studien. Knapp 100 LEA-Role Models und ein eigener Jugendbeirat unterstützen die Arbeit des Fonds ehrenamtlich und setzen ein starkes Zeichen für mehr Sichtbarkeit von Frauen abseits gängiger Stereotype.


Quelle: OTS



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien: