Graz: Brücke soll an Altbürgermeister Alfred Stingl erinnern
Wahl der Augartenbrücke erfolgte in Abstimmung mit der Familie
Am 29. Mai 2025 ist der Grazer Altbürgermeister Alfred Stingl verstorben. Um sein verdienstvolles Schaffen für die Grazerinnen und Grazer auch im Stadtbild zu würdigen, hat sich die Koalition aus KPÖ, Grünen und SPÖ in Abstimmung mit der Familie von Alfred Stingl darauf verständigt, der Augartenbrücke den Namen des Altbürgermeisters zu verleihen.
Als fünfter Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz in der Zweiten Republik wurde Alfred Stingl am 10. Jänner 1985 angelobt und hatte das Amt bis Anfang 2003 inne. Sowohl durch seine Amtsführung und sein verbindendes Miteinander mit allen politischen Fraktionen als auch durch zahlreiche Errungenschaften, die Graz nachhaltig verändert und geprägt haben, nimmt Alfred Stingl einen besonderen Platz in der jüngeren Grazer Zeitgeschichte ein. Bemühungen um soziale Gerechtigkeit und ein friedliches Miteinander, die Einleitung einer modernen Verkehrspolitik, der interreligiöse Dialog, der Einsatz für die Einhaltung der Menschenrechte, die Aufnahme des historischen Zentrums der Grazer Innenstadt in das UNESCO-Weltkulturerbe und schließlich das Kulturhauptstadtprojekt 2003 sollen hier nur exemplarisch als Vermächtnis dieses Ausnahmepolitikers genannt werden. Besonders stolz war Alfred Stingl auf die Wiedererrichtung der Grazer Synagoge, die von den Nationalsozialisten im Rahmen der Novemberpogrome 1938 zerstört wurde. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Brücke.
Quelle: Stadt Graz
