Mistelbach: Brandstiftung geklärt

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Feuerwehr - Symbolbild
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13 Aug 19:42 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Erst nach mehr als vierstündigem intensiven Löscheinsatz gelang es den eingesetzten Feuerwehren den Brand unter Kontrolle zu bringen und das Übergreifen der Flammen an angrenzende Gebäude und die angrenzende Vegetation zu verhindern. Insgesamt standen 5 Feuerwehren mit 88 Mann und 12 Fahrzeugen im Einsatz. Durch den Brand entstand ein vorerst geschätzter Schaden in der Höhe von ca. 70.000 Euro, welcher voraussichtlich durch eine entsprechende Feuerversicherung gedeckt sein dürfte.


Im Zuge der durchgeführten Brandursachenermittlung unter Beiziehung eines Brandmittelspürhundes konnte, nicht zuletzt aufgrund des Umstandes dass sonstige etwaige Zündquellen (Blitzschlag, elektrischer Strom, etc.) als brandursächlich auszuschließen waren, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Einbringung einer fremden Zündquelle durch vorerst unbekannte Täterschaft als Brandursache festgestellt werden.


Im Zuge der umfangreichen Erhebungen durch Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Brand- und Explosionsdelikte, konnte ein 44-jähriger Mann aus dem Bezirk Mistelbach als tatverdächtig ausgeforscht und am 10. August 2020 als Beschuldigter niederschriftlich befragt wurde.
Nach anfänglichem Leugnen zeigte sich der Beschuldigte zu der ihm zur Last gelegten Brandlegung umfassend geständig. Als Motiv führt der er an, dass er im zeitlichen Zusammenhang mit der Brandlegung mehrmals telefonisch versuchte seine ehemalige Freundin, die am ehemaligen Gutshof eine Wohneinheit bewohnt, zu erreichen. Nachdem diese auf keinen seiner zahlreichen Anrufe reagierte, versuchte er, durch die Brandlegung Aufmerksamkeit von ihr zu bekommen.


Am 12. August 2020 wurde von Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Brand- und Explosionsdelikte, unter Beiziehung eines Brandsachverständigen des Bundeskriminalamtes am Tatort eine Tatrekonstruktion durchgeführt. Dabei zeigte der Beschuldigte den Beamten die von ihm gesetzte Tathandlung detailgetreu vor und war nach Ansicht des Brandsachverständigen eindeutig mit dem Spurenbild und den vorhandenen Brandverlaufsspuren in Einklang zu bringen.


Der 44-Jährige wird der Staatsanwaltschaft Korneuburg zur Anzeige gebracht.



Quelle: LPD Niederösterreich



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